Im Flow

Heute zeige ich euch ein paar Werke aus einer Sphäre der Gestaltung, die sich zwischen Konzentration, Überlegung, Zufall und Intuition verorten lässt. Man spricht hierbei oft vom „Flow“. Und tatsächlich – wenn uns das Malen richtig Spaß macht, scheint alles wie im Strom eines Flusses zu geschehen.  Wenn wir es loslassen und uns beim Malen vom „Bauchgefühl“ leiten lassen, entstehen oft wunderbare Bilder, die  viele neue Möglichkeiten öffnen, eine eigene Ausdrucksweise zu finden.  Vor allem für die Anfänger bietet diese Art der Arbeit den besten Einstieg in die Kunst der Malerei (wobei die zweite Säule der Gestaltung immer das Handwerk bildet). Schauen wir uns die Werke an.

Das Bild von Angelika – die sich als „blutige Anfängerin“ sieht – ist ein Paradebeispiel, wie aus dem Kunstspiel eine lustige, aussagekräftige bildnerische Erzählung entstehen kann! Farbe auftragen, Formen erkennen, neue dazu malen, Überflüssiges / nicht Gelungenes abschwächen, bzw. übermalen …
Aus mehreren Farbschichten taucht auf einmal ein Gesicht auf. Rodica hat es skizzenhaft angedeutet. Was ihm allerdings den tatsächlichen Ausdruck gibt, ist die Farbatmosphäre der vielen Schichten …
Frauke ist schon eine Flow erfahrene Künstlerin. Sie hat für ihre Kunst bereits eine klare bildnerische Sprache entwickelt, die das Fragmentarische ihrer Skizzen in eine wunderbare Erzählung einbeetet.
Das Spontane und das Intuitive im Arbeitsprozess erschließen immer neue Spielwiesen für Fantasie und Freude. Farb- und Formfelder mehr „zulassen“ als in das Bild hineinzuprojizieren, macht ein abstraktes Bild frischer, offener für Deutungen.
Das Bild von Wiltrud ist noch nicht fertig, aber das Ausgewogene einer konzentrierten Suche nach Ausdruck gepaart mit einer „luftigen“, ergebnisoffenen Dimension der Arbeit bewirkt, dass uns das Werk ein wahres bildnerisches Tanzprogramm vorführt.
Zunächst eine inhalt- und strukturreiche Fläche herstellen und dann die Fantasie spielen lassen – eine Spezialität von Beate!
Gabi wollte eigentlich etwas ganz anders malen (ein architektonisches Fragment). Aber die Farben und Formen wollten dabei einfach nicht mitmachen. Entstanden ist ein Werk, das weder geplant wurde noch geplant werden konnte! Es ganz zuzulassen ist auch hier eine richtige Entscheidung.

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Ein Rundgang im Bilderzoo

Unser Atelier ist ein wahrer Bilderzoo geworden. Zahlreiche, darunter auch seltenste Bildarten und -Gattungen sind bei uns vertreten! Und – anders als in einem Tierpark – vermehren sich hier, im barrierenfreien Schutzraum für den musischen Farbverbrauch selbst die exotischsten Gemäldearten aufs Prächtigste!  Hier ein paar bunte Sprösslinge der letzten Wochen.

Dieses lustige Bildwesen von Ingrid ist noch sehr jung, man sieht, dass es nur Spiel und Quatsch im Kopf hat … Mal sehen, wie es sich entwickelt.
Gertrud ist die bildnerische Pflegerin dieses prächtigen Farbschweinchens, das eine gelungene Kreuzung aus Zufall und Absicht ist …
Else wäscht gerade ein frisch geborenes „Baby“ – ein Bildorganismus, der nur aus leuchtenden Farbzellen besteht …
Der große Bruder vom Leuchtzellen-Organismus … (Oder doch die Schwester …?)
Hier haben wir eine wunderbare Bilderfamilie von der äußerst vermehrungsfreudigen Gattungsart des Skizzenius Schwungvollius von Frauke … Zum Glück sind die Farbtierchen klein und leicht zu versorgen.
Sabine präsentiert ein fantastisches Mischwesen bekannt unter dem Namen Siebdruck Monotypius Acrylicus
Dieses Exemplar von Christina gehört der Gruppe Atmosphärius Farbus Abstraktus an (gemein: informelle Malerei) …
Und hier haben wir unsere Bilderzoo-Flagge, die unser Franz freundlicherweise gestaltet hat!

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Neue Bilder

Unser Atelier füllt sich langsam mit ersten Werken. Darunter Skizzen, Studien und die ersten fertigen Bilder; lustige Vögel, bizarre Pyramiden, Landschaften, stimmungsvolle Farbwelten, „gesteuerte“ Zufallsspuren, luftige, deutungsoffene Entwürfe und manche alten Baustellen aus dem vorherigen Semester (darüber haben wir hier schon berichtet) …
Wir haben auch ein paar neue Künstlerinnen im Atelier, die mit ihrer Lust,  die Welt der Farben und Formen zu erforschen, unsere gemeinsame Abende bereichern –  auch an diese Stelle möchte ich sie herzlich willkommen heißen!


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Selbst-bildnisse

Die erste Arbeitswoche in unserem Atelier hat neue Früchte des Sommers ans Licht gebracht! Petra und Ingrid haben sich mit dem Thema „Porträt“ auseinandergesetzt und ihre Beobachtungskunst erheblich verfeinert und vertieft! Schauen wir uns die Werke an.

Petra hat sich an das Selbstporträt gewagt. Das Bild ist zwar noch nicht fertig, aber Petras Geist lebt schon unter der Farbhaut des Bildes!
Die erste Fassung des Porträts einer Freundin von Petra, schaffte ich leider nicht zu fotografieren. Denn die Künstlerin ist unerschrocken und duldet keine Halblösungen – ohne, dass ich es bemerkt habe, war das alte Bild übermalt und ein neues angefangen! Zeichnerische Vorbereitung ist auch hier unerlässlich. Die ersten Pinselstriche sitzen schon!
Ingrid hat sich mit der Lasurtechnik weiter beschäftigt. Nicht nur, dass ihr Enkelkind sehr gut „getroffen“ ist, das Bild strahlt eine besondere Atmosphäre aus – eine hunderjährige Patina, scheint hier gespeichert zu sein! Das Bild sieht aus, als ob man es in einem alen Familienalbum gefunden hätte … Dies ist natürlich nur ein „Nebeneffekt“, das man aber mit der Lasurtechnik besonders eindrucksvoll herstellen kann …
Hier ist die Enkeltochter schon ein paar Monate älter. Das Bild ist noch nicht fertig, aber die Stimmung – samt Lebendigkeit und Haltung des Körpers – ist schon da!

Auch in diesem Semester werden wir uns mit dem Thema „Kopf Zeichen und Malen“ Beschäftigen. Sobalt ich einen Termin finde, werde ich einen Zusatzkurs für die Interessierten voschlagen. Das Thema wird dieses Mal „Form und Abstraktion“ sein …

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Mein Bild ist meine Tanzfläche

Unsere Renate ist eine zweifache Tänzerin. Sie tanzt tatsächlich, druckt sich künstlerisch mittels Körper aus – und ist auch als  Tanzpädagogin  tätig – aber genau so ergeben „tanzt“ sie mit dem Pinsel, mit Farben und Formen! Über Sommer hat sie etliche sehr gelungene Werke gemacht. Es handelt sich um eindrucksstarke, temperament- und stimmungsvolle Bewegungsstudien.  Der Schwung und Energie, die hinter ihrem Malduktus stehen, sind hochkultiviert! Vor allem in den von Zeichnung dominierten Bildern nehmen wir eine souvärene Übersetzung der Körperbewegung in die bildnerische Sprache.  Hut ab Renate!
Ein Angebot an die Abendmaler*innen – wir können das Thema Körper und Bewegung in unserem Atelier vertiefen!  Unsere Fragestellung könnte lauten: Wie übersetzen wir „Stimmungen“ unseres Körpers in die Sprache der Malerei?


Nächste Woche fängen unsere Abendkurse an. Freie Plätze gibt es nur im Kurs „Einführung in die Grundtechniken der Acrylmalerei II: Schwerpunkt Struktur“.  Die Wochenendkurse sind alle belegt.  Aber es gilt nach wie vor – wenn der Kurs voll ist, setzt euch bitte auf die WartelisteBeinahe in der Regel kommen manche von der Warteliste doch in den Kurs.

 

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Die Entstehungsgeschichte des Sommers

Wie ist eigentlich der Sommer entstanden, wer hat seine Farben gemischt, wer seine Temperatur bestimmt? Hier eine kleine Entstehungsgeschichte des Sommers aus unserer Werkstatt.


Franz sieht den Sommer mit dem Wind kommen, sein Bild „Lichtfahnen“ zeigt die festliche Parade der Sommerfarben … Die Formen sind stark und zugleich „geschmeidig“ und biegsam, wie die Körper von jungen Athleten.
Aus der Werkstatt des Sommerschmieds könnte das wunderbare Bild von Sabine heißen – flammende Farben und schmelzende, von Hitze und Licht gefaltete Formen … Das Bild ist zwei Semester alt und wurde am letzten Kursabend im Juni fertig.
Die Farben auf dem Bild von Astrid vibrieren und sprudeln als wollen sie eine ganz neue, noch nie gesehne Welt erschaffen! Bunte Geologieschichten formen eine prächtige Sommerlandschaft aus bunt-glühendem Licht und reiner Lebenskraft.
Ähnlich, aber ganz im Spiel vertieft, hat auch Angelika ihre Entstehungsgeschichte des Sommers gemalt. Der Sommer ist hier ein dachloser Tanztempel!
Der Fluss von Jutta hat mehr Lust zu tanzen, als zu fließen. Seine Tanzpartner scheint die Sonne höchstpersönlich zu sein!
Jacqueline hat den Sommer im kühlen Seewasser sich spiegeln lassen – eine wunderbare Idee, die uns frisch macht!
Der rote Tempeldiener von Jutta ist zwar noch nicht fertig, aber sein flammendes Gesicht wirkt jetzt schon wie eine glänzende Ritualmaske des Sommers!
Frauke malt uns einen gezähmten, im Spiel mit Farben und Linien vertieften Sommer. Ihre kleinformatigen Bilder sind in Wahrheit wunderschöne Fragmente einer unendlichen Erzählung aus dem Buch des Kunstspieles!
Else hat dem Sommer eine neue Architektur gegeben! Wuchtiges Farbgebilde und lustige Bauten; Zimmer, Terrassen, Treppenhäuser, Unterführungen, Gänge und Korridore aus Schraffur und Linie!

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