Die Farben tragen Jeans

Wir haben schon oft erfahren, dass man im Gestaltungsprozess die Acrylfarbe auch als Klebstoff verwenden kann: Sie klebt alle Materialien, die eine gewisse Saugfähigkeit aufweisen, z. B. Papier, Holz, Sägespäne, Textil und sogar kleine Partikel wie Sand … Wie eindrucksvoll solche collagierte Bilder sein können, hat neulich Simone bewiesen. In ihren wunderbaren Pop-Art-Bildern hat sie ihr Motiv, die Bergen, mit Jeansstoff gestaltet! Die Textur, die Faltungen des Jeansstoffes geben den Werken eine lustige, humorvolle Wendung und viele zusätzliche Deutungsebenen


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Semesterende – kleine Bilderrevue 01


Das Ende des ersten Semesters hat uns gestern im Kurs irgendwie kalt erwischt … Nun fängt für die Malklasse des Dienstagskurses die Sommerpause an. Doch wie war es, was haben wir gemacht. Hier eine kleine Bilderrevue der letzten Abende. Erst, wenn man die Arbeiten zusammen stellt, sieht man, wie prächtig unsere künstlerische Vielfalt ist (beachtet bitte, dass einige Werke nicht fertig sind!).

Ich freue mich auf die Fortsetzung (für einigen aus der Gruppe schon im Sommerkurs auf der Ökostation!)


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In den Baumkronen schlafende Zebras

Es sind mittlerweile mehr als drei Jahre vergangen, seitdem die bildnerische Technik der “Monotypie” in unserem Atelier erforscht wird. Kontinuierlich beschäftigt sich damit unsere Julia, die vor einer kleinen Ewigkeit (vor der Pandemie) für unseren Blog sogar einen schönen Beitrag darüber geschrieben hat (HIER zu lesen).

Heute möchte ich eine kleine Werkschau ihrer letzten Arbeiten zeigen, die von einer großen Meisterschaft zeugen. Sie sind meisterhaft, auch deswegen, weil sie so „unspektakulär“ schön sind. Jedes Blatt ist Teil einer scheinbar endlosen Erzählung, in der sich der bildnerische “Erzählstoff” in einer Bild-Episode verdichtet, in der nächsten schön in einer luftigen Ahnung auflöst oder eine überraschende Wendung nimmt … In dieser wunderschönen Bildserie scheint alles zu schweben und alles leise, aber inbrünstig zu atmen: Dargestellte Bäume, Gras, Gebüsch … sind keine Formen, sondern vielmehr farbige Gefühle einer fantastischen Landschaft, die wie durch einen Zauber aus einer fernen Traumwelt auf das Papier gebracht sind.


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Farbe braucht der Mensch

Seit Frühlingsbeginn erfreut sich unsere Ateliergemeinschaft vieler neuen Maler:innen! Gleichzeitig haben wir auch viele neue Blog-Leser:innen gewonnen, die unsere vielfältige Kunstproduktion auch als Anregung für ihre eigene Kunst benutzen!

Um den Einstieg in die wundersame Welt der Farben und Formen weiter zu erleichtern, möchte ich auf ein paar ältere Blogbeiträge hinweisen, die besonders gefragte Themen behandeln:


Klar, man malt mit der Farbe, aber was gehört noch dazu, wie gestaltet man ein strukturreiches Bild? Hier der Beitrag dazu: Eine Notiz über die Malstruktur

Wann soll man aufhören zu malen? Diese Frage wird immer wieder gestellt … Hier eine Notiz dazu: Wann ist ein Bild fertig?

Ein weiteres, wichtiges Thema – die Funktion der Skizze! Hier der Beitrag dazu: Das poetische Moment


Neulich im Kurs haben wir festgestellt, dass wir unbedingt mehr Farbe im Leben brauchen! Die Freude am Farbspiel war grenzenlos! Hier eine kleine Auswahl unserer Werke …


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Verlauf und Linie

Auch in diesem Semester beschäftigen sich einige Künstler:innen aus unserem Atelier mit dem Thema “Linie und Verlauf” (mehr darüber HIER). Diesmal wird eine Linie mit einer abstrakten, wolkenartigen Farbstimmung kontrastiert. Farbig komplexe Verläufe stellen eine formlose atmosphärische Raumtiefe dar, die augenblicklich unsere Fantasie beflügelt … Manche Bilder deuten eine Landschaft an, andere sind zarte abstrakt-musikalische Kompositionen oder lustige Spielflächen für Experiment mit Collage.


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Am Anfang war der Flow

Woher kommen die Bilder, wenn man keinen Plan beim Malen hat und einfach darauflos anfängt? Eine Frage, die man leicht zu beantworten glaubt. Man redet dabei oft über die sog. inneren Bilder, die in einem dunklen Bereich unseres Geistes so lange schlummern, bis sich eine Gelegenheit ergibt, sie sichtbar zu machen.

Als “Kunstpraktiker” wissen wir, dass es sich hierbei um eine angeborene Spiellust handelt, die nur eine freie, offene Spielwiese braucht, um die Pinselstriche frei über die Leinwand tanzen lassen zu können! Ein Farbfeld folgt das andere und allmählich entstehen wunderbare bildnerische Erzählungen. Zum Arbeitsprozess in unserem Atelier gehören dazu auch Bildbesprechungen, die eigentlich nur bewusst eingebaute Pause sind – mit dem einzigen Ziel, die volle, tiefe Wirkung der Farben und Formen wahrzunehmen!

Hier ein paar Beispiele.


Wo in diesem Bild von Cristina war der “Anfang”? … Das ist hier die falsche Frage – am Anfang war der Flow!
Was hier fließt, sind nicht die Farben, sondern reinste Gefühle …
… Fantastische Leuchter wie aus der Tiefsee!
Hier denkt man sich: So viel Zufall kann nicht gewollt sein!
Hier ein Bild von Korleone … Auch hier: wo war das Bild, bevor man sie gemalt hat? Nirgendwo – es wurde einfach ent-wickelt!
Und diese Vase, dieser Stuhl …? Aus eine Laune des Zufalls geboren!
Ein Wald, ein See …? Ja, aber vor allem eine prächtige Tanzbühne für die Farben und Flächen!

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