Termine, Bilder, Gutes tun …

Bis zum nächsten Semester ist es nicht mehr so weit – für alle, die früh planen müssen, hier schon die Kurstermine. Anmeldung ist allerdings erst im Februar 2024 möglich (das genaue Datum habe ich noch nicht)!


ABENDKURSE (immer von 18:30 bis 21:30 Uhr)

Dienstags – 10 Mal

Ester Termin am 20.02.24

Mittwochs – 9 Mal

Ester Termin am 21.02.24.

Donnerstags – 9 Mal

Ester Termin am 22.02.24


Einführungsabend am 08.03.24


WORKSHOPS

Farbe-Fläche-Experiment

02.+03.03.24

Im Flow der Malerei

23.+24.03.24

Farbwelten der Acrylmalerei

27.+28.04.24


SOMMERKURS

07.– 11.08.24


Doch bis dahin haben wir in unserem Atelier noch viel vor … Im letzten Workshop zum Beispiel haben wir mit Vergnügen beobachtet, wie die Farben buchstäblich zum Tanzen anfangen!


 

Zuerst sind zwei Puppen von Barbara zum Leben erweckt worden …
Es folgte ein wahres Tanztheater – Barbara in künstlerischer Topform!
Bald bekamen Barbaras Bilder ihre abstrakte Tanzpartner – Iris hat die Farben zum Tanzen gebracht!
Dann kam noch dieses Tanzwesen von Iris zur Welt und wollte gleich zeigen, was es alles kann!
Die Farben und Formen von Else führen uns einen besonderen Solo-Tanz vor – Schwung, Trittsicherheit, Leidenschaft!

Am Schluss noch ein Hinweis. Christina und Janka beteiligen sich – organisatorisch und mit ihren eigenen Werken – an einer wunderbaren Benefizaktion! Wer Lust hat, Gutes zu tun – hier die Infos:


SIE sammeln KUNST… 
WIR sammeln für einen 
GUTEN ZWECK…
 
Kommen SIE, schauen SIE, bieten SIE!
 
Der gesamte Erlös der ersteigerten Werke geht an:
Ambulanter Hospizdienst für Kinder und Jugendliche (Hospiz Leonberg e.v.)
Aktion Notnagel e.V.
 
BENEFIZ – AUKTION
Samstag, 9. Dezember 2023
16:00 Uhr
Rathaus Renningen, Hauptstr. 1 (Sitzungssaal) 

 


Visits: 105

Im Fokus

Am vergangenen Wochenende haben wir viel über die Betrachtung eigener Werke – als Teil eines Arbeitsprozesses! – gelernt. Zunächst ist dafür der entsprechende “Fokus” nötig; eine ruhige Umgebung ohne Ablenkungen – und die Präsentation des Werkes selbst. Kleinere Werke brauchen dafür Passepartout, die größeren eine Wand! Doch das Wichtigste ist stets, dass man das Format des Bildes klar bestimmt. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Ohne saubere Ränder wissen wir nicht genau, wo das Bild aufhört – es fehlt der Fokus!


 

Eine Reihe wunderbarer Entwürfe – ohne Fokus …
… hat man klare Ränder, sieht man viel besser, was man eigentlich gemacht hat!
Doch die Entwürfe soll man unbedingt auch einzeln betrachten!
Ohne Fokus bleibt vieles unbemerkt – manches Bild landet sogar voreilig im Papierkorb!
Ein paar Passepartouts schneiden und immer parat haben!
… und schlagartig tauchen auf dem Arbeitstisch kleine Meisterwerke auf!

Auch großformatige Werke brauchen eine angemessene Präsentation. Für eine Bildschirmpräsentation reicht es, sie sauber zu schneiden … Doch nur die Teilnehmer/innen unseres Workshops konnten ihre Wirkung in voller Pracht sehen …!

Wir sehen uns in zwei Wochen wieder!


 

Visits: 100

Drei Kurzgeschichten für die langen Abende


Herbstzeit ist Lesezeit! Doch was soll man lesen? Da unser Leben bedauerlicherweise sehr kurz ist, soll – und muss man sogar – nur das Beste lesen! Manches literarische Werk von dieser Sorte habe ich euch schon empfohlen. Die neuen Blogleser können es HIER nachlesen.

Heute schlage ich euch gleich drei kurze Texte vor, zwei Kurzgeschichten und eine Novelle; Bergfahrt von Ludwig Hohl, Bartleby, der Schreiber von Herman Melville und Schachnovelle von Stefan Zweig. Es handelt sich um drei Meisterwerke der Weltliteratur, die die sinnstiftenden Widersprüche menschlicher Existenz mit einer großen Meisterschaft literarisch darstellen. Währen Schachnovelle ein bekanntes Werk ist, gelten die beiden anderen immer noch als »Geheimtipp«. Insbesondere gilt das für die kleine Erzählung von Hohl …



Alle drei sind scharfsinnige, prägnante Parabel über unser Leben. Die Helden dieser Erzählungen müssen an einer Welt scheitern, in der alles, was man tut, gleichzeitig richtig und fatal zu sein scheint: Trotz aller Widrigkeiten zum Gipfel aufsteigen oder doch zurück ins Tal kehren; einer sinnlosen Arbeit nachgehen oder sie verweigern; ein Meister werden, um dem Schicksal zu trotzen oder bloß des Ruhmes und Geldes wegen?

Viel Lesevergnügen wünsch Euch

Euer Atelierhausmeister!

P.S. Über die Erzählung Bartleby, der Schreiber habe ich ein paar Zeilen in meinem neuen Buch geschrieben. Wen interessiert, findet sie in der Leseprobe

Visits: 88

Weltfrauentag heute: Die Frau führt das Volk


Liebe Künstlerinnen und Kunstliebhaberinnen,

zum diesjährigen Weltfrauentag kann ich euch heute nicht anders gratulieren, als mit einem Bildvergleich, das mich auf eine herzzerreißende Art und Weise inspiriert und bewegt.

Es ist das Bild einer mutigen Freiheitskämpferin auf den Straßen von Tiflis, Georgien und das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix Die Freiheit führt das Volk” aus dem Jahr 1830.

Die Frau in Tiflis stellt sich – mit der EU-Flagge in der Hand! – einer ganzen Polizeiarmada entgegen. Stolz und unerbittlich steht sie da, um ihre Freiheit zu verteidigen … Um sie scharren sich weitere mutige Bürger, doch sie bildet den festen Kern und das Zentrum des Widerstands …! (Ganz nebenbei erinnert sie uns alle, was wir hier in EU haben …)

Den Freiheitskampf unseres Jahrhunderts führen – ob in Belarus, Iran oder Georgien – zweifelsohne die Frauen an!


 

Ich muss gestehen, dass mir die Tränen in die Augen gekommen sind, als ich dieses Foto gesehen habe …
In der Mitte steht eine Frau, die ihre Landsleute zum Widerstand um sich scharrt …
… Es ist für mich geradezu unfassbar, hier unsere EU-Flagge als Hoffnungs- und Freiheitssymbol zu sehen! Schaut euch diese Menschen an – sie wollen keine Bevormundung und keine Lügen … Von ganzem Herzen wünsche ich ihnen ihr Stern auf unserer Flagge?
Das berühmte Bild von Eugène Delacroix “Die Freiheit führt das Volk” – andere Zeiten, gleiches Anliegen …

Wer es noch nicht gesehen hat, hier die Videoaufnahme:

Visits: 202

Julia und die schwebenden Steine


Zum Standardrepertoire Julias Zauberkunst gehören viele wunderbare Kunststücke, doch neulich hat sie alles bisher gesehene übertroffen! Sie hat Steine in Schwebe versetzt! Wie hat sie das bloß gemacht? Mit Pinsel …? Unmöglich! Es sei denn, sie hat einen Zauberpinsel.
Für die Mitglieder:innen der Malklasse am Mittwoch ist zumindest die technische Seite ihres Kunstgeheimnisses bekannt: Julia erforscht – konzentriert und mit einer unerschöpflichen Freude – seit einiger Zeit die bildnerischen Möglichkeiten der Monotypie.

Hier gezeigte Arbeiten sind aus dem laufenden Semester und bilden die Fortsetzung einer nun recht umfangreichen Bildserie (HIER kann man ihre anderen Werke sehen). Deswegen soll man die einzelnen Werke unbedingt als Teil einer großen bildnerischen Erzählung betrachten, in der auch alle Proben, Versuche und Skizzen einen Platz haben.



Wir haben das Thema zwar schon mehrmals behandelt, ich gebe hier eine Kurzfassung für die künstlerisch tätigen Blogleser:innen für die neuen Besucher unseres Ateliers:

Monotypie [mono-, griechisch „allein, einzig, ein“, und typographía „Schlag, Abdruck, Figur“ = „ein einziger Druck“] ist ein Unikat und kann nicht der herkömmlichen Druckgrafik zugerechnet werden. Erfunden wurde sie von dem Maler und Graphiker Giovanni Benedetto Castiglione (1609–1664).

Die Technik: Statt auf Papier oder Leinwand wird meistens auf Glas-, Igelit-, Acryl- oder Metallplatten gezeichnet oder gemalt und, solange die Farbe noch feucht ist, mittels Presse (selten) oder Handabreibung auf das Papier gedruckt. Die Bildgestaltung erfolgt als Druckvorgang entweder durch selektives Auftragen der Farbe oder durch selektives An- bzw. Durchpressen des Druckstoffes etwa eines dünnen Papiers. Eine Besonderheit: Nicht die Druckform bestimmt das Bild, sondern die Art und Weise, wie die Farbe auf eine ebene Fläche aufgetragen und davon abgenommen wird!

Bei Interesse erkläre ich im nächsten Semester diese tolle Technik in jedem Kurs oder Workshop!


 

Visits: 197

Wann ist mein Bild fertig?


Widmen wir uns heute noch einmal einer Frage, die immer wieder in unserem Atelier gestellt wird und tatsächlich von einer großen Wichtigkeit ist – wann ist mein Bild fertig?

Sind die Bilder fertig …?

 

Bei diesem Thema reden wir meistens von einem »Gefühl« oder von »Intuition«, die uns dabei Hilfe leistet. Das stimmt natürlich, aber wie bekommt man ein sicheres Gefühl für ein “fertiges” Bild?  In Wahrheit brauchen wir dafür eine geschulte bildnerische Wahrnehmung. Sie lässt sich recht gut ausbilden, denn sie ist bei allen, die Malerei lieben, eigentlich schon vorhanden. Denn es bereitet uns keine Mühe, ein Bild, das wir in einem Atelier, Museum oder in einer Galerie sehen, als »fertig« zu erkennen. Doch auch wenn man fremde Bilder gut zu beurteilen vermag, braucht man bei den eigenen stets mehr Zeit, bis man in der Lage ist, den Pinsel rechtzeitig beiseitezulegen.

Ein Extremfall: Dieses Bild hat Gertrud über ein Jahr zur Seite gestellt. Erst letzte Woche hat sie es wiedr ins unsere Atelier gebracht, um ihre Bildidee weiter zu etnwickeln. … Ist es fertig?

Nicht selten wirdm man auch wirklich frustriert – denn leicht überschreitet man bei der Arbeit eine gewisse Grenze und malt weiter, ohne gesehn zu haben, dass eigentlich schon ein fertiges Werk voliegt …

Nun, was tun? Hier meine Tipps:

Die beste Methode, die bildnerische Wahrnehmung zu verfeinern, ist es, die Arbeit an einem Bild immer wieder zu unterbrechen und sein Werk für ein paar Augenblicke einfach zu beobachten. Dies sollte unbedingt zur Gewohnheit gemacht werden! Auch eine längere Pause kann sehr hilfreich sein. Man soll es sich dabei gemütlich machen, sich einen Tee oder einen Kaffee machen, einen Stuhl ein paar Schritte vor der Staffelei stellen und den Blick – ohne Urteil, ohne Wertung – über das Bild wandern lassen. Oft merkt man dann, wie gute Gestaltungsmöglichkeiten fast verspielt wären, und zwar nur, weil man zu schnell gearbeitet hat. Durch solche, entspannte Beobachtung eigener Arbeit nimmt man viel deutlicher wahr, was das Bild eigentlich noch braucht und wie sich seine »Idee« am besten konkretisieren lässt. … Wenn man doch nicht gleich weiter kommt, soll man das Bild am besten zur Seite legen und es einige Tage nicht betrachten!

Das Bild von Eberhardt sieht schon ganz gut aus … soll man noch es schon als fertig erklären??

Seine eigene Arbeit betrachten zu lernen, bedeutet nicht weniger als Malerei zu studieren. Klassischerweise besteht daraus das Hauptstudium der Malerei an einer Kunsthochschule. Dort macht man nichts anderes, als die meiste Zeit Bilder zu beobachten und zu besprechen! Denn nur so lernt man, wie sich eine Bildidee im Prozess herausbildet und – noch wichtiger – welchen Weg man künstlerisch gehen soll, um eigene Malerei zu entwickeln. Hat man daran Übung, stellt sich schon nach relativ kurzer Zeit eine große Sicherheit – und Gelassenheit! – bei der Gestaltung ein!

Visits: 102