Linie – Fläche – Farbe


Bilder & Notizen zur Linie

von Christine Nau-Linder


Die Linie, als essenzielles Element der Gestaltung ist gerichtet, bewegt, in Entwicklung.


Sie wirkt als Verbindung, Glied, Stütze, Zusammenfassung oder Trennung anderer Elemente.


Sie definiert Formen, Konturen oder Figuren.


Linien suggerieren je nach Länge, Breite und Kurvatur Geschwindigkeit, Richtung, Energie, Dynamik, Rhythmus, Bewegung.


Sie können eine starke emotionale Wirkung haben und Ruhe, Gelassenheit, Gleichgewicht, Spannung oder Dramatik ausdrücken.


Mal sind Linien gespannt oder schlaff, kraftvoll oder unsicher, zierlich, zart oder roh.


Linien gehen geordnet los, kommen in Bewegung, durchkreuzen sich in Schnittpunkten, bilden Beziehungen, indem sie sich annähern und fangen schließlich an zu tanzen.


Sie erzählen von Ideen und Emotionen und drücken diese einzigartig und auf kraftvolle Weise aus.


Farben betonen die Stimmung und Launen der Linien.


Die Linie hat es mir angetan, weil sie so ausdrucksstark ist und unendlich viele Möglichkeiten der Darstellung bietet.


 

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Malen, malen und dann ausstellen!


Es macht mir große Freude, euch folgende schöne Nachricht zu überreichen:


Unsere langjährige Atelierbesucherin Renate Mach präsentiert bald ihre Werke auf einer tollen Gruppenaussstellung in der „Galerie-Forum Türk” in Nürtingen!


Vernissage ist am Sonntag 20.11.2022 11:30 Uhr; die Ausstellungdauer vom 20.11. bis 04.12.2022. Ort: Vila Melchior, Neckarstr 13, 72622 Nürtingen.


Über die wunderbare Malerei von Renate haben wir in unserem Blog schon mehrmals berichtet (hier , hier und hier)

Viele Werke – auch von anderen Künstler:innen, die in Nürtingen mit Renate ausstellen – sind schon online zu sehenwas ein Live-Kunsterlebnis niemals ersetzen kann! Wer es anrichten kann, soll unbedingt hin!


 
Hier ein kleines Meisterwerk von Renata vom März 2021 …

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Das Gesetz der bildnerischen Unordnung


Es gibt in der Natur Vorgänge, die sich nicht stoppen lassen. Zum Beispiel die allgemeine Unordnung – auch Entropie genannt. Laut zweitem Hauptsatz der Thermodynamik kann in einem abgeschlossenen System die Entropie nicht abnehmen, sondern im Laufe der Zeit nur zunehmen. Im Universum wird es demnach immer mehr Unordnung geben.

Nur bei Franz sieht es etwas anders aus. In seinem abgeschlossenen, gelockdownten System nimmt die Unordnung zwar ebenso stets zu. Aber mit dem Unterschied, dass diese »Unordnung« in Form vollendeter Kunstwerke in Erscheinung tritt. Somit leitet sich der ergänzende, sog. bildnerische Zusatz zum zweiten Hauptsatz der Thermodynamik wie folgt ab:

Die Fähigkeit eines zur Kunst fähigen Organismus (z. B. Franz), die Unordnung (mittels Malerei) antiproportional zum Energieschwund zu speichern, bewirkt eine eingeschränkte Irreversibilität der Unordnung. So produziert man die Unordnung hoch strukturiert und wohlorganisiert. Logisch, nicht?! …


Nun, nachdem dies verstanden ist, können wir uns die neuen Artefakte dieses kosmischen Ereignisses anschauen.



P.S. Die Ausstellung SYSIPHOS IM WEINGARTEN am vergangenen Sonntag war eine tolle Gelegenheit, viele von euch endlich wiederzusehen – vielen Dank, dass ihr gekommen seid! … Es war ein schöner Tag am Schimmelhüttenweg. (Über die Ausstellung gab sogar Presseberichte …)


 

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Der bildnerische Vulkanismus


Die sehr gelungene Ausstellung “Wo die Bilder wachsen …” von unserem langjährigen Atelierbesucher Franz Gangl haben bisher leider nur wenige Menschen gesehen. Coronavirus soll uns aber nicht daran hindern, zumindest virtuell, diese kleine aber feine Werkschau von Franz zu erleben!

Vor allem ist die orginelle Hängung, die uns die großformatigen Arbeiten noch einmal frisch und eindrucksvoll neu entdecken lässt! Viele Bilder haben wir entweder im Atelier oder hier im Blog schon gesehen. Aber das kann eine Ausstellung nicht ersetzen. Sie ist immer ein Erlebnis besonderer Art – und die Stunde der Wahrheit für den/die Künstler/in. Der Ausstellungsraum ist hier – wie idealerweise immer – ein stiller “Pointer”, der im Hintergrund für die optimale Aufmerksamkeit sorgt. So wirkt der bildnerische Vulkanismus von Franz`s in diesem Kontext völlig anders – seine Bilder erzählen ungehindert ihre Geschichten, wirken besonders stark, weil sie (endlich) Raum ergreifen können! Da sie im Raum schweben, scheinen sie, wie einer Filmrolle in den Raum des Wirklichen entflohen zu sein … Ein wahrer Genuss für jeden Kunstliebhaber!

Mehr Infos über die Ausstellung in diesem Blogbeitrag. Hier ein paar Bilder der Ausstellung:


Hier noch einmal die ausgestellte Werke:



Franz Gangl (Kurzvita)


1964 geboren im bayrischen Weißenhorn als fünftes Kind einer deutschen
Familie.
1987 – 1993 Aquarellmalkurse bei Johannes Huhn in der VHS Rottenburg.
1989 – 2010 Malreise in die Toskana, sowie gemeinsame Ausstellungen im
Rathaus in Rottenburg mit der langjährigen Malfreundin Susi
Häussler, die heute 93 Jahre alt ist. Durch Ihren Einfluß beim
gemeinsamen Malen entstand die Grundlage der heutigen
Auffassung der Landschafts- und Blumenmalerei in der
Aquarelltechnik. Sie vermittelte wesentlich die Herangehensweise
bei der Bildgestaltung und -entwicklung.
2000 – 2016 Kursbesuche der Aktmalerei und Malreisen in die Toskana unter
Anleitung von Manfred Bodenhöfer. Dabei wurden weitere
Kenntnisse der Malerei erworben.
Erste Ausstellungen in der Weißenburg.
ab 2016 VHS Stuttgart – Teilnahme an zahlreichen Kursen und Workshops
im VHS-Atelier des Dozenten Željko Božičević. Erwerb einer neuen
Bildsprache mit teilweisem Übergang zu großformatigen Bildern.


Hier noch ein kurzes Video, das wir in unserem Atelier gefilmt und hier im Blog schon veröffentlicht  haben. Das Video zeigt, wie ein typischer bildnerischer Vulkanausbruch von Franz aussieht.



Update Februar 2021 – mit weiteren Aufzeichnungen der bildnerischen Vulkanaktivität. Sämtliche leeren Leinwände in der unmittelbaren Umgebung dieser neuen Farblava-Ausbrüche zeigen charakteristische Verfärbungen und bieten massive und äußerst eindrucksvolle Farbablagerungen zur Schau – ein deutlicher Beweis von der gewaltigen Wucht der Explosion!

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Ein Video-Atelierrundgang

Für alle, die am 20. September nicht dabei sein konnten, das kleine Video, das man damals in unserem Atelier sehen konnte. Das kleine Filmchen wurde von vhs stuttgart bei mir bestellt. Es sollte über meine Arbeit als Dozent sowie über unsere schöne, lustige und bunte Kunst-Community erzählen. Ich hoffe, dass mir dies gelungen ist … Wünsche viel Spass und freue mich über euer Feedback!



 

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