Eine Perlentaucherin in der Ursuppe der Malerei


Heute möchte ich die alchemische Farb- und Formgewinnung in der Malerei von unserer Gabi vorstellen. Aus einer brodelnden Ursuppe, in der alle wichtige Bauelemente des bildnerischen Farblebens vorhanden sind, schöpft Gabi ihre wundersamen Formgebilde. Der Betrachter ist stets verblüfft, welche Metamorphosen das Motiv eines (z.B.) Wirbelsturms dabei erleben kann! Traumhafte Formahnungen, amorphe Mischwesen,  mit Farben jonglierende Energieclowns, dampfende Farbatmosphären, fabelhafte Nebelumarmungen, dramatische Lichtbrechungen … – all das kann in einem einzigen Gemälde von Gabi vorkommen!

Unsere Gabi ist wie eine Perlentaucherin, die genau weis, in welcher Farbtiefe die besten bildnerischen Schätze zu finden sind.  Hier ein paar Beispiele aus dem letzten Semester …


 

So sieht ein „Halbprodukt“ aus. Die bildnerische Kräfte, die in der Farb-Ursuppe vorhanden sind, fangen an, sich zu bewegen …
Die vielen Zwischenstufen habe ich leider nicht dokumentiert, aber wir können gut nachvollziehen, wie aus ihrer Form- und Farbursuppe dieses fantastische Bild entstanden ist. Das Bild ist voll wundersamen Geschichten, die wir uns nun zu erzählen dürfen!
Eine ähnliche Metamorphose war auch hier am Werk! Das Motiv vom Anfang des Semesters – Wirbelstürme – tritt immer mehr in den Hintergrund∞ die Farben fangen hier schon Feuer, die Alchemie der Formen bringt neues Material hervor …
Ein meiner Lieblingsbilder von Gabi – auf der Folie der Grautöne entfaltet sich die volle Pracht der Farben! Schaut, wie wenig Farben für die Wirkung nötig waren!

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Die Kunst, zu Hause zu bleiben …


… Und nun schon wieder – unser Atelier muss leider vorzeitig schließen! Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Ich werde weiterhin – wie beim letzten Lockdown – euere Kunstwerke aus der „Home Painting“ Produktion veröffentlichen und über die Kunst der Malerei berichten. Ihr könnt mir euere Werke gern ab sofort zusenden! Denn die Kunst darf nicht ohne Betrachter sein 🙂

Außerdem geht das (normale) Leben irgendwann sicher doch weiter. Zum Beispiel im unseren Atelier ab Semester 2021 / I.  Vielen von euch wollten die Termine schon jetzt wissen, hier sind sie – mit dem Hinweis, dass man sich  bei VHS Stuttgart anmelden muss, und zwar erst im Januar!


ABENDKURSE
  • dienstags ab 23. Februar, 11 Termine
  • mittwochs ab 24. Februar, 11 Termine
  • donnerstags ab 25. Februar, 10 Termine
 
EINFÜHRUNGSABENDE »Acrylfarbe«
  • 26. Februar – Schwerpunkt »Farbe«
  • 05. März – Schwerpunkt »Struktur«
 
WORKSHOPS (immer Samstag + Sonntag)
  • 13.+14. März
  • 27.+28. März
  • 24.+25. April
 
SOMMERKURS auf der Ökostation
  • Montag, 16. bis Freitag, 20. August (5 Tage)

Als wollte uns Ingrid mit ihrem Bild sagen: „Da müssen wir durch!“ … Was uns hinter der felsigen Öffnung erwarten sieht gar nicht so schlecht aus!

Bleibt bitte gesund!

🙂


 

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Kunst ist eine bunte Angelegenheit


Die ganz selbstverständlichen Sachen nimmt man bekanntlich nicht mehr wahr, sodass man sich ganz dem Neuen widmen kann. Aber manche Sachen sind eben nicht ganz so selbstverständlichen, wie man meinen möchte! So kam mir neulich unsere Arbeit in unserem Atelier vor, als ich mir das bunte Treiben in unseren Abendkursen angeschaut habe. So selbstverständlich unterschiedlich und deswegen so wunderbar inspirierend haben sich die zahlreichen bildnerischen Projekte entwickelt, dass wir mit einer wunderbaren Leichtigkeit immer ausdrucksvoller und immer souveräner gestalten! – Das ist eben keine Selbstverständlichkeit. Über viele Jahre haben wir unsere schöne Arbeits- bzw. Atelieratmosphäre in unserem Werkraum kultiviert uns genießen nun diese tolle Freiheit und diese Leichtigkeit!


 

Christina beherrscht mittlerweile geradezu magisch ihre Kunst des fröhlichen Gießens! Dass die Leichtigkeit und die Sicherheit bei der Gestaltung nicht vom Himmel gefallen sind, darf allerdings jedem klar sein …
Ihre Bilder entstehen tatsächlich organisch, in einer choreografischen Komposition, die vielschichtiger nicht sein kann!
Ebenso hier! Es ist offensichtlich – und doch unglaublich – dass hier die Farbflecken bewusst und gezielt platziert sind.
Dieses Bild ist noch nicht fertig. Man ahnt aber, wie die bildnerische Aussage schon konkret wird …
Katja P. muss zunächst ihre im Büroarbeit angestaute Energie frei setzen!
Schnell und frisch entstehen die ersten Entwürfe und Farbskizzen …
Eine Bildserie entsteht, während der Kopf – verdienterweise – Feierabend hat …
Nächste Woche folgen hier weitere Schichten – niemand, einschließlich Katja, weiß, was daraus werden wird!
Eine Monotype, die keine weitere Bearbeitung braucht! Dafür hat Katja ein Bild von Simone als „Stempel“ benutzt …
Simone hat dieses Bild in etwa 30 Minuten gemalt! Es ist Flow und es ist die genaue Beobachtung, die den Vogel so leicht die Flügel ausbreiten lassen haben.
Jekatarina hat sich das Thema „Kopf“ vorgenommen. Konzentriert und systematisch werden die Formen „durchdekliniert“. Tolle Arbeit!!
Das Ohr – eine der komplexesten Formen am Kopf – hat sie zunächst konstruiert (oben) und dann frei nach Vorlage gezeichnet. Schaut euch die Verläufe an – meisterhaft!
Eine weitere Arbeit von Jekatarina! Form, Licht, Schatten, Ausdruck – stark!
Es war ein Zufall – aber die Maske begleitet uns überall! Ein Bild aus der Porträtserie von Petra.
Wolfgang hat sich vorgenommen, die Farbverläufe genau zu studieren. „Nebenbei“ ging es ihm hier auch um Komposition und Lichtatmosphäre …

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Zauber-Papierrolle und die Helden der Fröhlichkeit


Ja es gibt sie, die endlose Zauber-Papierrolle, auf der sich die fantastischen Bilder von selbst malen! Allerdings nur, wenn eine Zauberin am Werk ist. Die Atelierbesucher der Dienstagsabende wissen, wovon hier die Rede ist – von unserer Bilderzauberin Margreth. Still und genügsam malt sie an ihrem Arbeitsplatz Bilder einer lustigen, mit purer Fröhlichkeit beseelten Fantasiewelt. Wenn man sie bei der Arbeit beobachtet, bekommt man das Gefühl, sie könnte tatsächlich nicht nur eine herkömmliche Papierrolle, die sie benutzt, sondern gar eine endlose mühelos mit ihrem prachtvollen Inhalt füllen!

Ach, wie gern würde man in der Fantasiewelt dieser wunderbaren Künstlerin mit ihren lustigen Lebewesen ein bisschen plaudern, lachen, tanzen und quatsch machen! … Es war neulich nur eine Schnapsidee von mir, aber es wäre tatsächlich großartig, wenn Margreth eine ganze Papierrolle – in ihrer vollen Länge von 16 Meter! – mit einer fortlaufenden Erzählung füllen würde! Ich melde mich freiwillig, sie dann – zur allgemeinen Volkserheiterung – durch die ganze Stadt zu tragen!


Was ist das für eine Gesellschaft aus lustigen Formkomödianten? … Das Bild scheint, das unbändige Lachen eines gekitzelten Kindes darzustellen!
Die Preisfrage lautet hier: Wie viele Lebewesen bevölkern dieses Bild? Außerdem: Was wollen eigentlich die zwei Roboter von der einäugigen Fischgräte?
Und hier – ein Skandal! Eine nackte Miss Piggy nimmt Sonnenbad!! Sämtliche Blumen auf der Wiese sind entsetzt!
In der Stadt der Farben ist zu dieser Stunde niemand zu Hause – die einzige Ausnahme sind die Farben, die in Corona-Quarantäne daheim bleiben müssen. Wir hoffen, dass sie doch gesund sind – begrüßen aber ausdrücklich die vorsorgliche Maßnahme!
Der Rennwettbewerb ist geöffnet! Wer als erste*r aus dem Bild verschwindet, bekommt eine jungfräulich weiße Leinwand geschenkt!

Der Margreth – und allen anderen Helden der Fröhlichkeit in diesen verrückten Zeiten – sind wir zum Dank verpflichtet!


Fortsetzung folgt …

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Im Sturm der Hoffnungen


Unser Atelier ist zum Ort einer bildnerischen Katharsis geworden! Es stürmt, es donnert und es singen fröhlich die Vögel. Furchteinflößende Schönheit des Schrecklichen und tröstende Schönheit des Hoffnungsvollen … Ist nicht auch unsere Welt heutzutage genau so? Hier ein paar von unseren neusten Bildern der Welt:


Es donnert und blitzt im Bild von Erika …
Bei Simone zwitschern die Vögel …
Zorn des Himmels entlädt sich bei Wiltrud …
Im Bild von Else schwebt die Welt in einer bunten kosmischen Gaswolke
Böige Stürme wirbeln bei Ingrid alles auf (etwas Licht dringt trotzdem durch…)
Christinas Blick aus „dem Auge des Hurrikans“ …?
Hier, bei Margreth, darf unser „Kind in uns“ schon uneingeschränkt frei spielen! (Gab es überhaupt einen Sturm?)
Bei Gertrud ist der Wirbelsturm schon ganz mild geworden, badet in fröhlichen Farben und verbreitet – Optimismus?
Bei Julia – Leichtigkeit pur!
Auch Sabine zähmt den Sturm und macht ihn zur – Skulptur?!
Frauke hat den Sturm schon überwinden! Es ist vorbei mit Toben und Wüten …
Und am Schluss wird alles gut! Ein neuer Tag bricht im Bild von Erika an und mit ihm – eine neue, zukunftsfrohe Welt!

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Patenkinder der Malerei

Es ist für mich ein großes Vergnügen, das langjährige Kunstprojekt von Petra, zu begleiten, in dem sie ihr Patenkind in Afrika porträtiert. Ab und zu bekommt sie ein Foto von dem schönen Mädchen zugeschickt, das sie dann als einen neuen Ausgangspunkt benutzt, die wunderbare bildnerische Geschichte ihrer Beziehung fortzusetzen. Es ist rührend, es ist schön – und es ist lustig, das kleine Wesen in die Höhe schießen zu sehen und diesen intensiven „Dialog“ mittels Kunst zu beobachten! Jedes Porträt ist wie ein freundlicher Satz, wie eine zärtliche Berührung zwischen der Künstlerin und ihrem Patenkind!


 

Wie ein Soldat des Lebens steht das Mädchen – brav aber stolz … Petra gibt ihm in jedem Bild ein neues Gesicht. Es sind zauberhafte Verwandlungen, die keine einzelne Entwicklungsmöglichkeit des afrikanischen Mädchens ausschließen wollen … Vielleicht porträtiert Petra, ohne es zu wissen, das ganze Dorf mit!
Hier die Bilder vom letzten Semester …

Auch Katja hat sich mit dem Thema „Porträt“ auf eine sehr ähnliche Weise beschäftigt. Hier haben wir allerdings eine Tochter, die ihren Vater porträtiert! Sein Bildnis ist in der Form einer Bildserie entstanden, in der (nur) alle Bilder zusammen, die Person – in allen ihrer Stimmungen und Launen – abbilden sollen! Aber in den Bildern ist auch die Künstlerin anwesend! Wessen Stimmungen und wessen Launen sind hier eigentlich abgebildet, spielt keine Rolle, denn alles bleibt sowieso in der Familie! 🙂


 

Man sieht es den Bildern an – sie sind im Schwung, mit viel Gefühl und in einem schönen Flow gemalt worden! Welcher Vater würde sich eine solche Tochter nicht wünschen!?

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