Wie man die Bildkabel verlegt …


Um die Bildkabel für eine reibungslose bildnerische Kommunikation – eine fließende Komposition, spannende Raumwirkung und eine ausgewogene Farbgebung einbegriffen – richtig zu verlegen, schaut man sich am besten die Werke von Gertrud an! Es ist ganz einfach und wirklich faszinierend – sodass man sogar einen „echten“ Fisch damit begeistern kann (siehe unten)!


 

Jede Kabelschleife ist hier am richtigen Platz, jede Bildleitung ist fachmännisch perfekt gelegt und sorgt hervorragend für reibungsloses Vergnügen bei der Bildbetrachtung!
Welche Bildinformation durch die oben verlegten Bildkabel fließen, sieht man exemplarisch hier auf diesem Bild …
„Wow“, sagt der Fisch von Simone, als er die Kabelkomposition auf der benachbarten Staffelei gesehen hat! (Das Gleiche sagten wir, als wir den Fisch gesehen haben …)

Fortsetzung folgt … 🙂


 

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Bilder-Revue 2020


Liebe Blogleser*innen,

bevor ich euch unsere traditionelle Bilder-Revue zeige, möchte ich an dieser Stelle zunächst eine Beschwerde bezüglich der Zeitdehnung des Jahres 2020 an die Techniker des Zeitdehnungsdienstes richten:


Müsste auch so ein Jahr 365 Tage und 12 Monate haben? Könnte man nicht ein wenig Flexibilität und bisschen Mitleid mit uns Menschen, die in so einer Zeit leben müssen, zeigen?!  Ist es zu viel verlangt, ein paar Wochen – wenn schon keine Monate – einfach auszulagern und bessere und glücklichere Zeiten damit etwas länger dauern zu lassen? Eine Uhr aufziehen kann jeder – von Spezialisten, wie euch darf man doch etwas mehr erwarten – bitte aufwachen!!! – und Einsicht zeigen!


Nun Spaß beiseite: 2020 – was für ein Jahr!  Wir können hier tatsächlich nichts schön reden … Aber wir können zumindest einiges, was tatsächlich schön war, zeigen! Zum Beispiel unsere Bilder! Denn trotz allem – wir haben wunderbare Werke gemalt und mit Kunst doch viele schöne Stunden zusammen verbracht! Meine Freude war groß, zumindest einige Zeit, euch bei der Entstehung eurer Kunstwerken begleiten zu dürfen! Was nun in unserer Bilder-Revue 2020 folgt, kann man durchaus als wunderbare Bildfenster der Hoffnung bezeichnen …!


Liebe Blogleser, liebe Künstler*innen – ich wünsche euch einen guten Rutsch, ein wunderschönes, ein besseres und ein glückliches Jahr 2021 – und dass es bald wieder feste und liebevolle Umarmungen möglich sein werden!


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Eine Perlentaucherin in der Ursuppe der Malerei


Heute möchte ich die alchemische Farb- und Formgewinnung in der Malerei von unserer Gabi vorstellen. Aus einer brodelnden Ursuppe, in der alle wichtige Bauelemente des bildnerischen Farblebens vorhanden sind, schöpft Gabi ihre wundersamen Formgebilde. Der Betrachter ist stets verblüfft, welche Metamorphosen das Motiv eines (z.B.) Wirbelsturms dabei erleben kann! Traumhafte Formahnungen, amorphe Mischwesen,  mit Farben jonglierende Energieclowns, dampfende Farbatmosphären, fabelhafte Nebelumarmungen, dramatische Lichtbrechungen … – all das kann in einem einzigen Gemälde von Gabi vorkommen!

Unsere Gabi ist wie eine Perlentaucherin, die genau weis, in welcher Farbtiefe die besten bildnerischen Schätze zu finden sind.  Hier ein paar Beispiele aus dem letzten Semester …


 

So sieht ein „Halbprodukt“ aus. Die bildnerische Kräfte, die in der Farb-Ursuppe vorhanden sind, fangen an, sich zu bewegen …
Die vielen Zwischenstufen habe ich leider nicht dokumentiert, aber wir können gut nachvollziehen, wie aus ihrer Form- und Farbursuppe dieses fantastische Bild entstanden ist. Das Bild ist voll wundersamen Geschichten, die wir uns nun zu erzählen dürfen!
Eine ähnliche Metamorphose war auch hier am Werk! Das Motiv vom Anfang des Semesters – Wirbelstürme – tritt immer mehr in den Hintergrund∞ die Farben fangen hier schon Feuer, die Alchemie der Formen bringt neues Material hervor …
Ein meiner Lieblingsbilder von Gabi – auf der Folie der Grautöne entfaltet sich die volle Pracht der Farben! Schaut, wie wenig Farben für die Wirkung nötig waren!

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Die Kunst, zu Hause zu bleiben …


… Und nun schon wieder – unser Atelier muss leider vorzeitig schließen! Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Ich werde weiterhin – wie beim letzten Lockdown – euere Kunstwerke aus der „Home Painting“ Produktion veröffentlichen und über die Kunst der Malerei berichten. Ihr könnt mir euere Werke gern ab sofort zusenden! Denn die Kunst darf nicht ohne Betrachter sein 🙂

Außerdem geht das (normale) Leben irgendwann sicher doch weiter. Zum Beispiel im unseren Atelier ab Semester 2021 / I.  Vielen von euch wollten die Termine schon jetzt wissen, hier sind sie – mit dem Hinweis, dass man sich  bei VHS Stuttgart anmelden muss, und zwar erst im Januar!


ABENDKURSE
  • dienstags ab 23. Februar, 11 Termine
  • mittwochs ab 24. Februar, 11 Termine
  • donnerstags ab 25. Februar, 10 Termine
 
EINFÜHRUNGSABENDE »Acrylfarbe«
  • 26. Februar – Schwerpunkt »Farbe«
  • 05. März – Schwerpunkt »Struktur«
 
WORKSHOPS (immer Samstag + Sonntag)
  • 13.+14. März
  • 27.+28. März
  • 24.+25. April
 
SOMMERKURS auf der Ökostation
  • Montag, 16. bis Freitag, 20. August (5 Tage)

Als wollte uns Ingrid mit ihrem Bild sagen: „Da müssen wir durch!“ … Was uns hinter der felsigen Öffnung erwarten sieht gar nicht so schlecht aus!

Bleibt bitte gesund!

🙂


 

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Kunst ist eine bunte Angelegenheit


Die ganz selbstverständlichen Sachen nimmt man bekanntlich nicht mehr wahr, sodass man sich ganz dem Neuen widmen kann. Aber manche Sachen sind eben nicht ganz so selbstverständlichen, wie man meinen möchte! So kam mir neulich unsere Arbeit in unserem Atelier vor, als ich mir das bunte Treiben in unseren Abendkursen angeschaut habe. So selbstverständlich unterschiedlich und deswegen so wunderbar inspirierend haben sich die zahlreichen bildnerischen Projekte entwickelt, dass wir mit einer wunderbaren Leichtigkeit immer ausdrucksvoller und immer souveräner gestalten! – Das ist eben keine Selbstverständlichkeit. Über viele Jahre haben wir unsere schöne Arbeits- bzw. Atelieratmosphäre in unserem Werkraum kultiviert uns genießen nun diese tolle Freiheit und diese Leichtigkeit!


 

Christina beherrscht mittlerweile geradezu magisch ihre Kunst des fröhlichen Gießens! Dass die Leichtigkeit und die Sicherheit bei der Gestaltung nicht vom Himmel gefallen sind, darf allerdings jedem klar sein …
Ihre Bilder entstehen tatsächlich organisch, in einer choreografischen Komposition, die vielschichtiger nicht sein kann!
Ebenso hier! Es ist offensichtlich – und doch unglaublich – dass hier die Farbflecken bewusst und gezielt platziert sind.
Dieses Bild ist noch nicht fertig. Man ahnt aber, wie die bildnerische Aussage schon konkret wird …
Katja P. muss zunächst ihre im Büroarbeit angestaute Energie frei setzen!
Schnell und frisch entstehen die ersten Entwürfe und Farbskizzen …
Eine Bildserie entsteht, während der Kopf – verdienterweise – Feierabend hat …
Nächste Woche folgen hier weitere Schichten – niemand, einschließlich Katja, weiß, was daraus werden wird!
Eine Monotype, die keine weitere Bearbeitung braucht! Dafür hat Katja ein Bild von Simone als „Stempel“ benutzt …
Simone hat dieses Bild in etwa 30 Minuten gemalt! Es ist Flow und es ist die genaue Beobachtung, die den Vogel so leicht die Flügel ausbreiten lassen haben.
Jekatarina hat sich das Thema „Kopf“ vorgenommen. Konzentriert und systematisch werden die Formen „durchdekliniert“. Tolle Arbeit!!
Das Ohr – eine der komplexesten Formen am Kopf – hat sie zunächst konstruiert (oben) und dann frei nach Vorlage gezeichnet. Schaut euch die Verläufe an – meisterhaft!
Eine weitere Arbeit von Jekatarina! Form, Licht, Schatten, Ausdruck – stark!
Es war ein Zufall – aber die Maske begleitet uns überall! Ein Bild aus der Porträtserie von Petra.
Wolfgang hat sich vorgenommen, die Farbverläufe genau zu studieren. „Nebenbei“ ging es ihm hier auch um Komposition und Lichtatmosphäre …

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