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Ach du liebe Güte, was war da los?!

Letzte Woche am Donnerstag ein schönes Ausklingen des Semesters …


Godela war ausgesprochen guter Mallaune … zak-zak und fertig – die stürmische Welle schlägt um!
 
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Beate malte dagegen in einer wahrhaftig epischer Gemütlichkeit …

Ähnlich auch Petra … Strich per Sctrich – das Gesicht!

Jutta hat gerade noch die Kurve gekriegt, zunächst schnell und frisch, dann zu schnell und dann … dann war der Kurs zu Ende.

Michael hat noch hier und da ein paar Pinselstriche gesetzt und dem exotischen Vogel steht es frei, von seinen Flügeln Gebrauch zu machen …


Franz kann gar nicht anders als stets er selbst sein – malen ohne wenn und aber: Farben oder nix !


… Dann, am Schluss – die restliche Energie des Abends verwandelte sich in eine tänzerische Performance des Putzens (wir sind schließlich im Schwabenland)!

Beate zeigte sich beim Putzen viel energischer als beim Malen … hm … ist das gut oder schlecht?
Waschbecken werden besonders gern geputzt! Godela und Jutta haben sofort die Gelegneheit ergriffen und gleich alle Register ihrer Kunst des Saubermachens gezogen …

Franz – das wüssten wir gar nicht – ist ein begnadeter Tänzer, sogar mit seinem heutigen Tanzpartner, dem Bodenwischer gleitet er um die Tische herum, ohne den Boden zu berühren (der Bodenwischer dagegen „klebte“ am Parkett und hinterlies eine feucht-glänzende Spur hinter sich) … Bravo!

Ach du liebe Güte, was war da los? Ist das unser Atelier?! Will man es jetzt in eine Apotheke verwandeln?? … Nein, natürlich nicht! In Wahrheit war es gar nicht nötig so viel zu putzen – die Räume werden vom Putzdienst general-geputzt – es hat uns aber dermaßen Spaß gemacht, dass wir es nicht lasen konnten … (vhs stuttgart weiß gar nicht, was für fleißige, pflichtbewusste, verantwortungsvolle, hilfsbereite, zuvorkommende und nette Künstler hier malen!)

 

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Die letzten Malabenden in diesem Semester …

Die reiche Kunstausbeute der letzten Kurstage – unsere virtuelle Galerie könnte pausenlos Vernissagen machen !

Fabelhafte Farbräume, verträumte Erzählkunst des Zufalls … (von Christina)

Ein Sommertraum von Janka …

Unter der Einwirkung von Sommerhitze gemalt? Eine schwungvolle Farbkomposition aus harten Lichtbrechungen von Christiane

Bildnerische Gestaltung besonderer Art – das Bild hat seine endgültige Form durch eine radikale »Abtragung« (Abkratzen) von früheren Farbschichten bekommen … Ein Bildexperiment von Astrid

Viele Schichten, viele kompositorische Überlegungen und am Schluss – Rhythmus, Spiel und Ordnung … Ein Bild von Jaqueline

Das „kubistische“ Faltenbild von Petra

Eine Staub- oder Schaumwolke, eine entlaufene Laborratte … oder Zuckerwatte aus außer Kontrolle geratener Zuckerwatte-Maschine …?  Ein surrealistisches Bild von Eberhard

Eine »abstrakte Figuration« von Jutta – Rostflecken, abgeblätterte Farbe, Zerfall, Zerbröselung … und trotzdem – eine Gelegenheit zum fröhlichen Spachteln und Schmieren!
Sommerregen von Ursel
Spachtel und Transparenz … ein Bild von Astrid

Formen imTanzrhythmus, Farben als Musik! ein Bild von Ingrid

Der letzte Maldienstag in diesem Semester … Leider muss man in Urlaub fahren, sonst hätten wir weiter malen können. Tja, das Leben ist machmal einfach nicht fair …

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Ambulanter Zeichner

Morgen gibt es eine wunderbare Ausstellung in der  STUDIENGALERIE  (PH Ludwigsburg)!  Zu sehen sind Werke von einem alten Freund von mir,  Matthias Beckmann,  einem begnadeten Zeichner und einem der humorvollsten Künstler der Bundesrepublik !
Vor der Ausstellungseröffnung gibt es sogar einen Workshop ! (sehe unten)



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Sonne, Hitze, Licht – was sagt Cézanne dazu!


»Diese Sonne, hören Sie zu … das Spiel der Strahlen, Ihr Weg, Ihr Eindringen, die Allgegenwart der Sonne über die Welt hin, wer wird das jemals malen, wer wird das berichten?«



Jeder hat von ihm gehört, alle wissen, dass er die Malerei der Moderne maßgeblich beeinflusst hat. Ausstellungen, die seine Werke zeigen, verzeichnen Besucherrekorde, man staunt über die Millionen, die für seine Bilder gezahlt werden … Aber wie hat „der große Meister“ gedacht, was hat er über seine Arbeit gesagt, was wollte er mit seiner Malerei eigentlich erreichen?
In kleinem Buch „Gespräche mit Cézanne“ kann man es nachlesen! Hier sind seine wichtigsten Äußerungen gesammelt – aufgezeichnet von seinen Freunden und Besuchern oder hinterlassen in Briefen.  Seine Gedanken über die Kunst, Künstler und Malerei zeugen von einem urigen Geist, der unbeirrt seinen eigenen Weg schlägt. Was ist Farbe, was ist Fläche, wie erklärt man das Phänomen „Schatten“? Eindrucksvoll berichtet der Maler über sein Verständnis der Malerei und seine Verhältnis zur Natur. Um Kunst machen zu können, soll der Künstler „in sich verstummen lassen alle Stimmen der Voreingenommenheit, vergessen, vergessen, Stille machen, ein vollkommenes Echo sein.“ An einer anderen Stelle ruft er: „Keine Theorien! Werke … Die Theorien verderben die Menschen.“ … Den Künstlern empfiehlt er Meditation, lange Arbeit, Studium und Beharrlichkeit …
Noch immer gilt die Feststellung „willst du moderne Malerei verstehen, musst du Cézanne verstehen“. Denn die Liste der Künstler, die sich auf ihn berufen, ist lang und umfasst beinahe alle „bedeutenden“ Maler des 20. Jahrhundert.

Übrigens: Noch bis 18. Juni haben wir die Gelegenheit, ein paar seiner Bilder in der Ausstellung Aufbruch Flora“  zu sehen!

Gespräche mit Cézanne … ein paar unterhaltsame und anregende Lesestunden für alle, die den großen Meister besser kennenlernen wollen !

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Künstler stellen sich vor …

Janka Sommer



Ich bin in Neckarsulm aufgewachsen und lebe mit meinem Mann und meiner 2-jährigen Tochter in Renningen.
Als mir mein Mann vorletztes Jahr zum 30. Geburtstag einen Wochenend-Acryl-Malkurs in der Freien Kunstakademie Gerlingen schenkte, war ich etwas skeptisch, ob mir das gefallen würde. Das letzte Mal wirklich gemalt hatte ich am Gymnasium. Doch mein Mann hatte mal wieder einen guten Riecher, das Malen gefiel mir sehr gut.
Meine Nachbarin Christina nahm mich dann Ende letzten Jahres mal mit zu Željkos Malkurs in der VHS Stuttgart und nun freue ich mich jeden Dienstag – nach einem Vormittag im Büro, einem Nachmittag mit meiner Tochter auf dem Spielplatz – auf einen entspannten Abend bei Željko im Atelier.

Das prächtige  Diptychon  von Janka wollte doch nich ganz abstrakt bleiben – die Farbe bindet sich an zwei Stellen wie durch ein Zauber vom mächtig glühenden Hauptform los und – fliegt davon!  …  Sind es lustige Farb-Schmetterlinge und davonwindende Feuerschlangen? Die Pinselstriche wollen manchmal einfach ihr Eigenleben führen und ihr Kunstabenteuer selbst bestimmen.  Schön, dass Janka es geschehen ließ !

 


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Fotorealismus und andere Schein-Werke der Kunst


Else und ich  haben neulich wieder einen schönen Spaziergang durch die aktuellen Ausstellungen in der Staatsgalerie gemacht. Nachdem uns die Videokunst Manifesto« von J. Rosefeld)  in dunklen Räumen die Augen schnell müde gemacht hat – auf 13 Projektionsflächen 13 avantgardistische  Sagen über Kunst  (in einer verschwenderischen, Hollywood-artigen Hochglanzproduktion) – suchten wir zunächst Zuflucht bei Kunstdinosauria:  Cézanne, Manet, Van Gogh, Bonnard, Vallotton  in der Ausstellung  »Aufbruch Flora«.
Dann haben wir uns noch das Bild »Petty Smith« von Franz Gertsch angeschaut. Auch hier – handwerkliche Hochleistung, Fotorealismus vom Feinsten!  Und erst hier fanden wir genug Ruhe, das Phänomen »Schein« in der bildenden Kunst genauer unter die Lupe zu nehmen.
Warum malen manche Künstler die Fotos ab, was wollen sie damit ausdrücken?  Handelt es sich um eine neue, paradoxe, weil unmögliche Tiefe der modernen Kunst, die dazu verdammt ist, an der Oberfläche zu enden?  Eine Provokation, eine perfide Weigerung, Sinn zu stiften?  Oder doch nur geistlose Kopistenvirtuosität?
Das Thema ist so ergiebig, dass man gleich in Versuchung kommt, eine großepische, ebenso mit Hochglanzbilder illustrierte Kunstgeschichte zu erzählen.  Ausgehend vom wundersamen Vogelherdhöhle-Pferdchen  über Trugbilder des malers Parrhasios, fantastische Naturtreue der antiken Plastik, erstaunlichen Realismus von Porträtkunst der Renaissance und fabelhaften Illusionismus der niederländischen Stilllebenmalerei bis hin zu Hyperrealismus eines Duane Hansons und schrillen Kunstposen von Andy Warhol …

Bei der Ansicht des Bildes müssten wir zuerst doch an die wunderbaren Rockhymnen von Patty Smith denken …

 


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