Eine Künstlerfamilie stellt sich vor


Die Mitarbeiterinnen der Stuttgarter Ökostation konnten ihren Augen nicht trauen, als sie am Ende unseres Kurses gesehen haben, wie produktiv unsere Malklasse war – trotzt unserer »südländischen« Arbeitsweise!

Wir haben tatsächlich viele kleine Pausen gemacht und unsere Bildbesprechungen sahen aus wie stille und gediegene Fiestas im tiefen Schatten dichter Baumkronen. Die Kunst lässt sich – nicht nur im Sommer – tatsächlich durch nichts erzwingen. Wir können sie vielmehr nur leise einladen, indem wir der Taktgebung des gewöhnlichen Alltags nicht mehr folgen und unseren Geist willig abschweifen lassen. Loslassen heißt für die Künstler:innen auch entstehen lassen …

Wir haben das Phänomen »Sommerlicht« bildnerisch untersucht und versucht, die Farben leicht wie nur möglich an die Formen zu bilden; es wurde gemalt und gezeichnet, es sind Skizzen und Studien; Farbdrucke, Zufallsbilder, kleine bildnerische Proben und opulente großformatige Bilder entstanden; wir haben gescherzt und geplaudert, diskutiert und philosophiert … Ja, so lässt sich das schöne Leben leben …, es hat und schwergefallen, am Ende des Kurses auseinander zu gehen. Denn nach fünf Tagen sind wir in der Tat eine lustige »Künstlerfamilie« geworden …


 

Aufrufe: 161

Sommerkurs auf der Ökostation


Es ist eine schöne Tradition geworden, mit unserem Sommerkurs auf der Ökostation jeweils das erste Semester unserer Schule des Malens zu beenden!

Coronabedingt in kleiner Gruppe, haben wir 5 wunderschöne Tage zusammen gebracht. Nun darf der Sommer (hoffentlich) weiter gehen – wir sehen uns im Herbst im unseren Atelier wieder, worauf ich mich schon jetzt sehr freue!! (Die Anmeldungen dafür laufen schon seit 17. August … Wer keinen Platz bekommen hat, soll sich unbedingt auf die Warteliste setzen lassen! Aus Erfahrung wissen wir, dass dies nicht aussichtslos ist.)

Schauen wir uns nun unsere Werke an!


Aufrufe: 181

Im Sommerlicht – Teil 2


Ich schreibe diesen Blog während draußen schon die Herbststimmung herrscht, aber wir haben zum Glück eine zuverlässige Erinnerungshilfe an die schönen Sommertage – unsere mit Licht und Wärme voll geladene Bilder!

Fangen wir mit Action-Painting von Else an!


 

Wo gibt es mehr Sonne, auf der wiese oder im Elses Bild? Else hat schon viele AP-Bilder gemalt, aber hier im Freien gestalten sich ihre Bilder natürlich, irgendwie wie von allein!
Es ist in der Natur der Sache, dass Action-Painting am besten gelingt, wenn der Körper genug Raum für eine freie Bewegung hat …!
Ute wollte mit ihren Bildern ebenso das Licht fangen! Die tanzende Formen erinnern tatsächlich an die Fotos von der Sonnenoberfläche, wo unser Licht entsteht …
Hier kühlt sich das Licht etwas – um stärker strahlen zu können! (Wir sehen auch hier – Grau macht es möglich!)
Simone hat das Licht von ihrer “Schattenseite” zu fangen versucht. Es ist tatsächlich verführerisch, das zufällige Spiel der Schatten miteinbeziehen!
Es ist zwar kein Action-Painting Bild, aber so viel lustige Energie und Humor sieht man selten – das kleine Strauß-Baby von Simone es hat uns begeistert!
Das Licht von Ulla bleibt stets ruhig, denn sie hat viel Übung mit den Lichtexzessen des kubanischen Sommers! … Das Bild ist immer noch nicht fertig, passt aber schön mit ihren Farben in die wunderbare Stille des Parks …! Wie eine weitere Pause in der Pause …
Hier ein Bildentwurf im Kleinformat, Acryl auf der Fotografie …
Karl, ein eingefleischter Gegenstandmaler, hat sein Bild doch “halbabstrakt” gemalt! Vor allem die farbig komplex gestalteten Flächen und die skizzenhafte Art des Farbauftrags tragen dazu bei. Wir wissen allerdings nicht, ob das so bleibt …
Karl – das Geburtstagskind des Kurses – hat aber noch eine süße Sonne für uns mitgebracht! Wie versprochen, hier das Rezept von seiner lieben Frau!

TARTE AU CITRON

Citrons confits

Für die eingelegten Zitronen
3 Zitronen in dünne Scheiben schneiden.

250 g Zucker mit 50 g Wasser zum Kochen bringen (ständig rühren).

Die Zitronenscheiben in den Sirup einlegen. 8 min unter milder Temperaturzufuhr köcheln lassen, im Sirup abkühlen lassen. Danach kurz vor dem Servieren auf die Tarte legen.
Mit Minzblätter dekorieren.

Crème au citron

175 g Butter
zwei Zitronen
drei Eier
120 g Zucker

Butter in kleine Stücke schneiden und in eine Schale legen (Zimmertemperatur)
Zitronenschale der 2 Zitronen abreiben, Zitronen pressen.
In einem Kochtopf Zitronensaft, abgeriebene Zitrusschale, Eier und Zucker mischen.
Unter ständigem Rühren (mit Schneebesen) erhitzen (mittlere Hitze).
Wenn die Mixtur kocht, sie durch ein feines Sieb auf den Butter tropfen lassen.
Mit einem kleinen Elektromixer 2 Minuten mixen.
2 Stunden kühl stellen.

Pâte brisée

190 g Butter (weich/Zimmertemperatur)
eine Zitrone
250 g Mehl
5 g Salz
5 dl Milch

Butter in kleine Stücke schneiden und in einer Schale mit einem Kuchenschaber zerquetschen (zu einer cremeartigen Konsistenz)
Zitrusschale abreiben und mit dem Mehl mischen. In einem separaten Topf das Salz in Milch auflösen und zur Butter mischen.
Mehl nach und nach einarbeiten. Teig mit den Händen vorsichtig bearbeiten bis er homogen ist. Teig in Frischhaltefolie 2 Stunden kühl stellen.

Ofen auf 180C vorheizen.
Teig ausrollen, mit Gabel picksen und in einer Backform 20 Minuten blind backen (ohne Belag. Mit Backpapier bedecken und mit Trockenbohnen/-Erbsen füllen und backen). Bohnen und Backpapier entfernen. Abkühlen lassen.

Crème de citron auf dem Tortenboden verteilen und mit den „citrons confits“ und Pfefferminzblättern verzieren.

Der Kuchen war sehr lecker – so wie der Kurs mit euch lustig und inspirierend !!!!

Aufrufe: 207

Im Sommerlicht

Es ist eine schöne Tradition geworden, das Semester mit unserem Sommerkurs auf der Ökostation abzuschließen. Es ist Urlaub in seiner reinsten Form und es ist Kunst, so wie wir sie immer machen wollen – ohne Zeitdruck, in Ruhe und lustiger Gesellschaft. Dazu Natur; Park und GartenMalen und zeichnen im hübschen Rückzugsorten, auf der Wiese, unter den Baumkronen oder im Schatten des kleinen Wassergartens …

Und was haben wir alles gemacht? Von Bleistiftskizze, über Farbstudien der Pflanzenwelt und märchenhaften Fantasiebilder bis zum Action-Painting!


Fangen wir mit Julia an!

Mit einer “unschuldigen” Skizze im Gemüsegarten fing es an … Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass der Raum des Bildes schon “parzelliert” ist – die ersten Überlegungen für die Farbstudien sind schon da!
Nach vielen Zwischenstationen – ein Sommertraum! … In weiteren Bildern von Julia haben wir eine wunderbare, konzentrierte künstlerische Wanderung beobachtet, hier ihre weiteren Bilder:
Julia bei der Bildbesprechung …

Sabine hat sich ebenso ganz dem Naturstudium gewidmet!


Man sieht es förmlich dem Bild an, dass vorher viel gezeichnet wurde! Eine wahre “Feldstudie” … detailverliebt, genau und fröhlich!

Hier schweben die Pflanzen und Steine – in einer Atmosphäre der Hitze und des Lichtes!

Wiltrud hat sich ganz dem Motiv des Wassers gewidmet! Wie stellt man eine Wasseroberfläche dar, wie das fließende Wasser?!

Das Ergebnis einer fünftägigen Beschäftigung mit der Darstellung einer kleinen Szene im Wassergarten! Es ist alles da – genaue Beobachtung und abstrakte Übersetzung. Das Bild hat uns begeistert – Wiltruds Arbeit verdient Respekt, denn sie hat noch nie Wasser gemalt!

Nachbesserungen und Korrekturen im Atelier …

Ein paar Meter weiter im Wassergarten malte Ingrid – das gleiche Thema!


Von drei Seiten abgeschirmt verschwand Ingrid vertieft in ihrer Arbeit …
Auch hier – Wasser, das ruhig über die kleine Steinmauer fließt, dazu Pflanzenminiaturen und mild schimmernde Lichtbrechungen – auch Ingrid hat noch nie Wasser gemalt!
Eine weitere Naturstudie von Ingrid. Sie bezeichnete sie als “bloß Übung”!

Simone hat sind mehr mit Action-Painting beschäftigt (darüber im Teil 2 meines Berichts mehr), in ihrem Zeichenblock befinden sich aber ein paar wunderschöne Skizzen!

Und sieh da – Wasserspiegelungen! Lässig und schwungvoll skizziert! Wunderbar!!

Hier noch ein angefangenes Bild von Simone … Eine impressionistische Landschaft? Oder eine Studie des sommerlichen Lichts?

Judith hat ihre Landschaften einfach mitgebracht!


 

Diese fantastische Meerlandschaft hat unsere Fantasie wunderbar beflügelt! Wir hatten viel Spaß gehabt, Geschichten dazu zu erfinden! … Eine Prinzessin, die die Welt retten soll, überquert mit ihrer Flotte das schwarze Gewässer unter dem roten Mond …
Sehnsucht nach Meer und Ferne – schöne Einsamkeit im blauen Licht des Südens … Traumhaft!

Fortsetzung folgt …

Aufrufe: 181

Sommerkurs auf der vhs-Ökostation

Ich habe schon viele Atelier und Arbeitsräume für Kunst gesehen, die vhs-Ökostation auf dem Wartberg ist aber etwas ganz besonders! Ganz in Grünen, ruhig und geräumig … Kein Wunder, dass wir am Ende unseres Sommerkurses so viele tolle Werke vorzeigen konnten!


In den Bildern von Erika, Karl, Jutta, Franz und Jiaoni spielte das Element “Wasser” eine große Rolle. Schauen wir uns zunächst ihre die Bilder an!

 

Erika hat diese dramatische Meerlandschaft sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt! Unbändige Kraft der Elemente, freie Fahrt für Winde, Wasser und Wolken und am Himmel eine hoffnungsvolle Lichtung. Ein tolles Werk, eine starke Raumatmosphäre!

Ganz anders ist die Wirkung bei Jutta! Aquarelltechnik aber mit Acrylfarben – Transparenz und Leichtigkeit, alles badet im frischen Licht des Sommers …
Karl müsste eine Bestellung absolvieren und ein früheres Werk “kopieren”. Das Problem war die Darstellung von Eiswürfeln.
Eiswürfel lassen sich schwer mit deckenden Farben malen (links im Bild) – denn die Transparenz ohne Lasur zu darstellen, ist eine große Kunst! Wir müssten die erste Schicht korrigieren …
Hier das Ergebnis! Mit Lasur muss man “nur” die Lichtbrechungen behandeln – und auf einmal stimmt alles …
Jiaoni hat noch nie eine Landschaft gemalt – ihr erster Versuch lässt sich aber sehen! Lichtstimmung, Raumtiefe und eine mit Spachtel wunderbar dargestellte Ufer …
Wir müssten staunen, wie schnell Jiaoni lernt! – Ihr zweites Bild ist schon ganz und gar spielerisch gemalt. Vor allem mit Malspachtel geht sie meisterhaft um.
Die Meerlandschaft von unserem Franz ist ein Zufallsprodukt – das Motiv ergab sich einfach inmitten eines typischen “Malausbruchs“. Das Bild hat allerdings bald eine ganz andere Richtung bekommen.
Die Meerlandschaft hat  – neben ein paar neue Farbschichten – auf einmal einen Bildrahmen bekommen! Ein gekonnt gesetztes Rätsel! Ist das ein Bild im Bild, was ist eigentlich dort umrahmt?? Ein lustiger surrealistischer Schachzug! … In Wahrheit haben wir im Kurs eine Maske benüzt – ganz in der Tradition der alten Landschaftsmaler.

Kunst kann aber auch lecker sein! Dafür hat Else mit ihrer Kunst des Waffelnbackens gesorgt!

Else und Jutta in der (voll ausgestatteten) Küche der Ökostation …

Fortsetzung folgt …


 

Aufrufe: 211

Ein stilles Kunstrefugium …

Es gibt Orte, an denen die Kunst schon “vor Ort” vorhanden zu sein scheint. Der Künstler soll sie wie eine reife, üppige Frucht nur noch abernten. Auf der Ökostation, wo unser Zeichenkurs am vergangenen Wochenende stattfand, haben wir viele solche “Früchte” vorgefunden.  Es gab dort natürlich auch echte, essbare Früchte – Mirabellen, Pflaumen, Äpfel, Himbeeren, Tomaten, Gurken, Kürbisse, Zucchini … – aber nur die geistig nahrhafte Üppigkeit der Pflanzenwelt im Garten, die ruhigen Wogen der Hügellandschaft und die sommerliche Stille des sorgsam gepflegten Naturparks vermochten unseren künstlerischen Hunger zu stillen. Zwei Tage lang haben wir Pflanzen, Landschaft und sogar Wolken zeichnerisch beobachtet und die Ökostation in ein kleines Kunstrefugium verwandelt. So wunderte sich mancher Spaziergänger am Wartberg, auf einmal so viele Künstler arbeiten zu sehen. Zeichner haben sich überall auf dem Gartengelände verteilt und die Baum-, Blatt-, Gras- und Fruchtformen in die Flüsse der Linien übersetzt … Wir haben uns mit Aufbau der Groß- und Kleinformen beschäftigt und der Erforschung von Tiefe- und Raumdarstellung einer Landschaft gewidmet und natürlich, wie immer, viele schöne und lustige Gespräche über Kunst und die Welt geführt.
Am Sonntag gingen wir schweren Herzens auseinander. Aber wir haben mit der Leiterin der Ökostation, Karin Haupt – die mit uns gezeichnet hat – Möglichkeiten für weitere Kunstaktionen besprochen. Wir werden sicher wieder kommen!


P.S.  Nun ist das erste Semester in diesem Jahr für die Künstler unseres Ateliers zu Ende gegangen.  Wir dürften in den letzten Monaten viele neue Künstler*innen in unserer Werkstatt begrüßen – manche von ihnen haben sich schon für die Kurse im Herbstsemester angemeldet und/oder unseren Blog abonniert. …
Apropos Blog – seitdem wir ihn schreiben, ist unsere “Kunst-Community” stark gewachsen, sie wird immer bunter und vielfältiger. Auf diese wunderbare Entwicklung dürfen wir stolz sein! … Kunstspiel, Austausch, Neugier – und eine wunderbare Atelier-Aatmosphäre, in der ein fröhlicher, Stille und Inspiration spendender Kunstgeist herrscht! All das begeistert tatsächlich jeden, der zu uns kommt!
Ich möchte hier auch allen von euch danken, die sich auch für kleine Dinge des Lebens in unserem Atelier gekümmert haben – mit mir Farben und andere Materialien kaufen gegangen sind, uns die Kuchen gebacken haben, dafür gesorgt haben, dass es nie an Knabberzeug, Tee und Kaffee fehlt, unsere Handtücher gewaschen haben und mal Seife oder Spülmittel mitgebracht haben, kleine Geräte und Gebrauchswaren sowie Bücher und Möbel gespendet haben …! Auch solche Sachen machen unsere Beschäftigung mit der Kunst so kurzweilig und schönWir sehen uns im Herbst wieder!

Aufrufe: 149