Farbkompositionen, Fledermäuse und ein Konzert

Über den Workshop am vergangenen Wochenende berichtet Beate.

Die grauen und die bunten Felder

Das Wochenende 14. und 15. April stand in unserem Atelier ganz im Zeichen der Grautöne – in Kombination mit weiteren Farben.

Eine weiße Fläche wurde durch unregelmäßige vertikale Linien in verschieden breite Segmente unterteilt. Hier und da aufgelockert durch leicht diagonal verlaufende Linien. Die so entstandenen Bereiche wurden nun mit Farbblöcken gefüllt, wobei verschiedene Graustufen mit Abstufungen anderer Farben in eine Art Dialog gebracht wurden. Raumgreifende Felder neben schmalen Streifen, treppenförmige Farbverläufe neben offenbar wahllos angeordneten Farbstufen. Diagonal verlaufende Unterteilungen neben kerzengeraden Farbbegrenzungen.
Bei der Bildbesprechung am zweiten Tag war es interessant zu sehen, welche Anordnungen und Gegenüberstellungen der Farbtöne eine interessante Szenerie ergeben, wie Dynamik und Tiefe entstehen kann – oder eben auch nicht so sehr.
Ähnlich wie die Anordnung von Feldern und Hell – Dunkelabstufungen beim Zeichnen mit Bleistift, hatte auch diese Übung einen ungemein meditativen Begleiteffekt. Da wir diesmal eine kleinere Gruppe waren hatte auch jeder viel Platz. um seine ganzen Utensilien um sich herum zu drapieren.
Kulinarisch auf’s Beste versorgt waren wir mit Elses frisch aufgebrühtem Kaffee, frischen Brezeln am Sonntagmorgen von Barbara und einem himmlischen Himbeerkuchen von Franz! Ganz lieben Dank dafür!
Last but not least – herzlichen Dank, Željko, dass du dir dieses frühlingshafte Wochenende Zeit für uns genommen hast!
Man nimmt immer unheimlich viel positive Erfahrungen und Eindrücke aus diesen Stunden mit in die kommende Woche!
Liebe Grüße!
Beate

Dazu möchte ich noch bemerken, dass uns Beate ihre experimentelle Fadenmaltechnik gezeigt hat und mit ihrem Fledermaus-Fantasiebild erheblich zur guten Stimmung im Kurs beigetragen hat!

Am Schluss noch ein Angebot für alle Musikliebhaber! Beate hat eine Karte für ein KONZERT am Donnerstag, 26.04.2018 20:00 Uhr in Beethoven-Saal (Liederhalle). Hier die Details:

Amsterdam Sinfonietta
Faszination Klassik – 6. Abend


Candida Thompson, Konzertmeister
Andreas Ottensamer, Klarinette



Programm:

Korngold: Lento Religioso aus Sinfonische Serenade op. 39 B-Dur

Mozart: Konzert für Bassettklarinette und Orchester A-Dur KV 622
Weiner: “Kèt Tètel” für Klarinette und Streicher
Brahms: Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111 (arr. für Streichorchester)

Brahms: Zwei Ungarische Tänze (arr. für Klarinette und Streicher)

Es handelt sich um eine komplette Eintrittskarte ohne Abdeckungen …

Bei Interesse sendet bitte eine Email an Beate: BeateIm@gmx.de


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– Malklasse IV Teil 2

Hier nun unsere großformatigen Bilder.


Franz hat uns schon am ersten Tag mit seiner neuen Arbeit, die er zu Hause vollendet hat, überrascht – ein kleines Meisterwerk des bildnerischen Spiels! Schwarz-Weiß Kontraste beflügeln den Tanz der bunten Punkte; Graustufen der Zeichenkohle bilden dafür einen atmosphärischen Spielplatz … Auch die Deutungsvorschläge sind lustvoll arrangiert: Was macht die Figur rechts im Bild, ist es ein Autofahrer, der “bunte” Gedanken denkt? Sind die farbigen Kreise wortlose Sprachblasen eines fassungslosen Lottogewinners?

Die Bildserie von Isabella erzählt von stimmungsvollen Formahnungen und sanften Formauflösungen; komplexe, spielfreudige Farbgebung, Transparenz, Verlauf – und trotzdem eine Festigkeit der Komposition, die viel Raumtiefe zulässt! … Unsere liebe Münchnerin müsste uns – um ihre Kinder vorm Schlafengehen noch sehen zu können – leider früher verlassen …

Ein kristallenes Raumgewebe in Entstehung … und eine Geduldprobe für Silke!  Obwohl das Bild am Ende unseres Kurses noch unvollendet blieb, könnten wir selbst aufgrund dieses Fragments mühelos erahnen, dass das Bild ein tolles Werk sein wird! Nicht zuletzt, weil wir ihre “Skizze” gesehen haben. Silke besucht die Malklasse auch im nächsten Semester, sodass wir die Gelegenheit haben werden, die fertige Arbeit zu sehen!

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Das leckerste Kunstwerk unseres Kurses hat Beate gemacht! Schaut euch die rhythmischen Tanzdrehungen der Apfelstücke, die strukturreichen Aufblähungen des Teigs, die plastisch vollendete Ornamentik und die aromatischen Duftahnungen der Formen an!  Ein Meisterwerk erstes Grades! (Die Geheimzutat: Kokosblütenzucker!)
Hier die weiteren (unvollendeten) Werke von Beate.

Ein labyrinthischer Kosmos der Raumverschachtelungen, ein bühnenreifes Lichtstück der Malerei; ein bildnerisches Theater der wundersamen Farbsphären; Musik und Architektur …! Hier kann man wirklich beliebig weiter fantasieren und assoziieren! Denn das (unvollendete) Bild von Eberhard wirkt wie ein symphonisches Gebilde, das einen unendlichen Raum für seine bildnerische Erzählungen zu besitzten scheint. Dieses Bild zu betrachten ist ein Kunstgenuss pur!

Ein Fluchtweg, ein Aufzugsschacht … oder ein Geheimtresor? Das Gegenständische verdichtet sich im Raum des Bildes wie eine spontane morgendliche Eingebung, wie eine plötzliche Vision am Ende eines Traums, die sich an den Ränder des wach gewordenen Geists schon auflöst … Ein tolles Werk von Petra.

Die Autorenschaft ist hier leicht geklärt – in unserer Malklasse ist Ulla für die geheimnisvollen Farbflächen-Collagen zuständig! Das Bild ist zwar noch nicht vollendet – obwohl es sich durchaus auch so behautpen könnte! – aber die vertraute Wirkung ist schon da: ein Puzzle aus Bildfragmenten in einer Farbatmosphäre aus rätselhaften Ahnungen. Die Inspiration für dieses Bild hat sie in einem Fischerdorf auf Kuba gefunden.

Wer könnte die Segelboote lustiger und fantasievoller auf die Leinwand bringen als unser Karl!?
Bei Else tut sich seit einiger Zeit was! In ihren Bildern tauchen langsam neue Formen auf. Auch die Farbgebung ist heller geworden, der Umgang mit Transparenz souveräner – eine völlig neue Licht-Stimmung!

Hier noch einmal versammelt die Absolventen des ersten Semesters unserer Malklasse! Die maisten machen weiter – ich freue mich schon darauf!  Wer Lust hat, uns Gesellschaft zu leisten, soll sich beeilen, die Workshops im neuen Semester zu buchen! (Bitte setzt euch auf die  Warteliste,  falls die Kurse schon voll belegt sein sollten – das lohnt sich!)

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– Malklasse IV – Teil 1

Das erste Semester unserer Malklasse ist zu Ende gegangen. Bei unesem letzten Treffen haben wir alle Aspekte der bildnerischen Gestaltung, die wir bisher separat erforscht haben – Rhythmus, Komposition, Raumgebung –, noch einmal zusammenfassend behandelt. Bewegung und Rhythmus; Formdehnung und Komposition; Raum und Fläche – allesamt große Themen der Malerei, die uns auf der Suche nach Ausdruck stets begleiten. Sie zu studieren macht nicht nur Spaß – die Beschäftigung mit den Grundlagen der Malerei öffnet uns Einsichten in die tieferen Schichten der Gestaltung. So agieren wir als Künstler souveräner, leichter und freier.
An dieser Stelle muss ich noch zugeben, dass ich eine so hohe Arbeitskonzentration, wie am vergangenen Wochenende, in unserem Atelier noch nicht erlebt habe. Obwohl wir auch viel “Quatsch” gemacht haben, geplaudert, diskutiert und viele kleine Pausen mit Kaffee und Kuchen gemacht haben – unser Thema lockte uns immer wieder aufs Neue, vergnügt in die Welt der Linien und Flächen zu versinken. Zeitweilig war es im Raum so still, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Einfach wunderbar!
Hier stellen wir zunächst unsere Werke mit Bleistift, Kohle und Kreide vor. Die Zeichnungen sind keineswegs nur Skizzen und Proben sondern auch eigenständige Werke in kleinem Format!

Fortsetzung folgt …


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– Malklasse III

Das Thema in unserer Malklasse war am vergangenen Wochenende “der Raum.” Fast immer, wenn wir bildnerisch gestalten, haben wir mit der Raumdarstellung zu tun. Plastizität, Volumen, Tiefe, Bewegung – das sind alles Aspekte der Raumgebung. Auch das Atmosphärische eines Bildes ist im Grunde die “Raumwirkung” der Farbe. Die beherrschende Maltechnik dabei ist Kontrast-, bzw. Farbverlauf. Es sit beinahe unmöglich ein Objekt – Körper, Figur, Gegenstand … – ohne Abstufung eines Farbtons in einer räumlichen Ausdähnung plastisch wiederzugeben. Selbst abstrakte Bilder wirken oft “flach” und “dekorativ”, wenn keine Farbabstufungen vorhanden sind, denn es fällt die räumliche Orientierung.
Wir haben zunächst mit Bleistift, Zeichenkohle und Kreide gearbeitet. Unser Ziel war es, durch Verlauf die Illusion einer Raumwölbung zu erzeugen. Selten hat uns eine gestalterische Aufgabe so ergriffen, selten haben wir uns so intensiv mit einem Thema beschäftigt! Manche haben gar nicht zum Malen gekommen – so spannend war die Arbeit mit den vermeintlich “einfachen” Mitteln, die eine wesentlich größere Konzentration auf den Raumeffekt unseren Flächen zugelassen haben. Am Sonntag haben wir uns mit dem Gefühl verabschiedet, mit unserer Arbeit erst richtig angefangen zu haben.


Franz hat das Übungsblatt schnell um neue, freiere Formen erweitert und zwei eindrucksvollen Kohlezeichnungen gemacht. Die einzige “Farbe”, die er dabei benutzt hat, war Grundierweiß. Das Bild haben wir “Fliegende Eistüte” getauft.

Renate hat ihre Skizze (sehe unten) konsequent als Vorlage für das farbige Bild benutzt und eine luftige Komposition aus scharfen Linien und voluminösen Flächen mit Jaxon Kreide gemalt. Manche Stellen erinnern an die Malerei des Suprematismus …

Über das Werk von Eberhard müssten wir staunen! Rhythmus, Komposition, Raum, Farbgebung – meisterhaft! Nun wissen wir, womit sich Eberhard im nächsten Semester beschäftigen wird!

Silke hat ein ausdrucksstarkes, expressives Bild gemalt! Obwohl noch unvollendet, hat das Bild viel Tiefe und Raum. Die blaubrennenden Formen scheinen leidenschaftlich um die Vorherrschaft im Bild zu kämpfen.
Petra konnte ihr Bild ebenso nicht zu Ende malen – die leeren Bereiche, die Bleistiftlinien und die futuristisch anmutenden, frei schwebenden Raumfragmente behaupten sich aber trotzdem als eine zwar zufällige aber doch sehr eindrucksvolle bildnerische Aussage!

Ulla har ihre Bildserie, in der sie ihre Fotografien als Ausgangspunkt für die Malerei benutzt, fortgesetzt. Die farbigen Flächen um das Foto herum dienten ihr nur als Grundierung und waren nur kurze Zeit zu sehen. Bevor sie die ganze Bildfläche mit Dunkelbraun übermalt hat (sehe unten), könnte ich die starke Farbwirkung gerade noch dokumentieren.
Zak – und weg war die bunte Farbschicht!
Karl hat die Raumwirkung des Farbverlaufs in einem – wie konnte es anders kommen? – Landschaftsbild erprobt. Die Raumdehnung der Flächen – von pastös-kräftigem Farbauftrag bis zu der zarten Lasur des Himmels – ist auch hier die Illusion mittels Abstufung der Farbtöne.

Am Ende unseres Kurses malte uns die Sonne zum Abschied eine prächtige Stadtkulisse! In zwei Wochen sehen wir uns wieder – ich freue mich darauf!


 

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Malklasse II – Teil 2

Hier noch unsere Bildproduktion des letzten Malklasse-Workshops.
Eberhard hat sich zum ersten Mal mit der bildnerischen Wirkung der Struktur befasst. Entstanden sind die Bilder “Maske” und der (unvollendete) “Clown”, in dem eine schöne melancholische Atmosphäre herrscht und zur Vollendung des Bildes im Geiste einlädt …



Petra hat die allerletzten bunten Herbstblätter in ihrem Bild “konserviert“.  Sie hat sie mit der Farbe bedeckt und damit eindrucksvolle, windige Abdrücke gemacht – wunderbar!


Auch Silke hat im Kurs ihr erstes Struktur-Bild gemalt. Sie war zunächst etwas skeptisch, per E-Mail dann teilte sie es mir mit: Im Nachhinein begeistert mich die Sache mit der Struktur …Klar, denn das Bild ist wunderbar gelungen – die zwei Holzköpfe vom Schimmelhüttenweg haben nun zwei Bruder bekommen!


Susanne hat mit Struktur schon viel Erfahrung. Trotzt einer reduziert-minimalistischen Sprache, die sie hier gekonnt benutzte, berichtet ihr Werk über eine schöne, sinnliche Gefühlswelt des Winters …


Beate beglückte unsere nach Farbe und Spiel suchenden Augen mit einem weiteren Psychedelic-Art Werkt! Farbgenuss pur, einfach toll! Bitte weiter so …! Als Ausgleich malte sie mit feinsten Pinselstrichen an ihrem “Beerenbild” weiter. Wer so leicht die Mal-Genres wechseln kann, darf sich wahrlich als Meisterin der bildnerischen Stimmungen bezeichnen!



Else hat gemalt und collagiert und ein Feuer aus Gold entflammt! Das zweite Bild ist die Fortsetzung ihrer “Strudel-Serie.” Neu ist hierbei die Dominanz der Struktur; Schwung und bremsende Körnung der Fläche – eine starke Wirkung!



Hier noch ein paar Maler-in-Action-Bilder …

Im Januar geht es mit unserer Malklasse weiter. Ich freue mich schon darauf, denn die “Wohnzimmeratmosphäre” unseres Ateliers macht uns klar:  die Kunst ist die Kunst des Lebenswer sie wirklich machen will, soll sie leben!

 

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Malklasse II – Teil 1

Am vergangenen Wochenende traf sich unsere “Malklasse” nun zum zweiten Mal. Für gute Stimmung müsste nicht extra gesorgt weden, aber mit Sekt und Kuchen, die das Geburtstagskind Franz mitgebracht hat, malt sich doch wesentlich besser …!

Die große Überraschung des Kurses war Isabella – sie ist extra aus München gekommen und doch beachtliche Reisestrapazen auf sich genommen, um mit uns malen zu können! Das ehrt uns doch sehr!

Wir haben dieses Mal das Thema “Komposition” etwas ausführlicher behandelt und uns zunächst mit der Aufteilung des Formats beschäftigt. Was auf dem ersten Blick einfach und spielerisch aussah, stellte sich bald als eine “ernste” Sache. Es ist gar nicht so einfach, eine aussagekräftige Ordnung der Flächen innerhalb des Bildes herzustellen. Wenn man sich allerdings damit tiefer auseinandersetzt, entdeckt man, dass mit einem solchen Gerüst viel leichter ist, weitere Bildinhalte zu komponieren. Hier ein paar Entwürfe.

Im weiteren Verlauf des Kurses tauchte das Thema “Komposition” in unseren Bildern natürlich wieder auf.

Karl hat eine geometrisch-stilisierte Bildkomposition weiter bearbeitet, was die Katze im Bild offensichtlich entsetzt, denn so “eingesperrt” im Format wird sie nie an die Leckereien auf dem Tisch rankommen können.
Ein weiteres Bild von Karl. Komposition ist klar gegliedert und der Raum des Bilder gut bespielt – die Segelboote scheinen, im Sog des Himmels zu segeln.
Isabella hat mehrere wunderbare kleine Bilder gemacht. Der Bildinhalt “sitzt” fest eingebettet in einer schönen, spannungsreichen Komposition!
Petras minimalistisches Bild. Das Format ist “einfach” und mit viel Gefühl für den Raum aufgeteilt.
Psychedelic-Art von Beate – sogar hier spielt die Komposition eine wichtige Rolle!
Ein unfertiges Struktur-Bild von Susanne, in dem allerdings die Grundaufbau schon beinahe perfekt ist!
Auch im Bild von Irmgard kann man das gute Gefühl für die Raumaufteilung ablesen. Eine schöne Landschaft, vor allem die Berge sind gekonnt plastisch gemalt!
Weitere Bilder im Teil II …

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