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Ein Ausstellungsbesuch in München


Alex Katz im Museum Brandhorst in München

Ein Bericht von Eva Kaiser


Einige der großformatigen Bilder von Alex Katz hatte ich schon in Baden-Baden und in Bonn bewundert, und so fuhr ich Ende März nach München, um dort eine Ausstellung seiner Bilder im Museum Brandhorst zu sehen (die Ausstellung endet am 22. April, Ostermontag).

Sofort zogen mich die riesigen Bilder wieder in ihren Bann.


„Moonlight“ von 1997 übt fast den gleichen Zauber aus wie der den Himmel beherrschende blasse Mond in einer Winternacht. Nur zwei Farben, grau in feinsten Abstufungen und ein fast weißes Gelb auf einer Leinwand in den Abmessungen 1,80 x 2,45 Meter schaffen diese Atmosphäre.


Zwei andere Bilder eines grauen Winternachmittags mit ähnlichem Licht zeigen, wie aus der noch konkreten Abbildung kahler Äste vor dem Hintergrund eines bleichen Winterhimmels eine fast abstrakte Studie feiner grauer Linien auf einer hellen Fläche wird. Für mich verlor das zweite Bild sehr an Wirkung, ohne die Andeutung von Tiefe wurde es blass und flächig.


Faszinierend fand ich dagegen die Bilder nächtlicher Szenen. Schwarz und beinahe ohne Strukturen der Hintergrund, wenige Lichter – an einem Flussufer? – und ihre Spiegelungen im Wasser.


Ein zweites zeigt noch weniger Einzelheiten, hingewischt einige Lichter – Rücklichter entlang einer Strasse? – Strassenlampen, Scheinwerfer, Mond – nichts ist ausgearbeitet. Dennoch teilt sich die Stimmung nächtlicher Streifzüge durch eine Stadt mit, nicht zuletzt wegen der Größe der Bilder, auch diese etwa 2×1,5 Meter.

Auf Texttafeln war zu erfahren, wie Katz möglich war, diese großen Formate zu malen. Ein Entwurf wurde im gewünschten Massstab vergrößert, die Umrisslinien wurden danach mit leichter Lochung markiert. Abschnittsweise konnten dann diese Linien auf die Leinwand übertragen werden.

Dass auch ein Künstler wie Alex Katz entwirft, verwirft, verbessert, bis er mit seiner Arbeit zufrieden ist, zeigt ein weiteres Winterbild, zu dem in kleinem Format (etwa A3) ein Entwurf gezeigt wird.
Unter den gezeigten Entwürfen ist auch der zu der Nachtszene mit den Lichtspiegelungen im Wasser und ein Wasserfall, der wohl nicht realisiert wurde. Ich überlasse es Euch zu entscheiden, ob zu recht verworfen!


Leider stellt das Museum Brandhorst auf seiner Webseite nur ein Bild zur Verfügung, und gerade das fand ich nicht so bemerkenswert. Das Copyright für seine Bilder handhabt Alex Katz recht rigoros, aber für „schulische Zwecke“ ist eine Wiedergabe erlaubt. Wegen der Größe der Bilder können meine Aufnahmen mit dem Handy dennoch nur einen ersten Eindruck geben.



Die ZEIT hatte in ihren Bericht über die Ausstellung einige Bilder eingebunden. Zu diesen gehört die Same mit dem roten Hut – an diesem Bild habe ich die Präzision der Schatten bewundert, vor allem die der Kragenspitzen. … Hier die weiteren Bilder von Katz (per Google-Suche)


 

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Farbwelten der Acrylmalerei


Im Workshop „Farbwelten der Acrylmalerei“ – dem vorletzten in diesem Semester – erweterte sich unsere Malklasse um fünf neue Maler*innen – seit ihr herzlich willkommen!

Das Hauptthema des Kurses war – die elementaren Eigenschaften der Farbe.  Welche Wirkung haben die Farbkontraste, wie verhält sich der Lichtkontrast in Bezug auf Komposition und Formgebung? … Wie immer dürften alle Atelierbesucher auch ihre Lieblingsprojekte verwirklichen bzw. fortsetzen. Denn unser Atelier ist keine Schulklasse, sondern ein Ort für freie und lustvolle Entfaltung der Kreativität!

Wir stellen zunächst die neuen Mitglieder unserer Malklasse vor.


Wolfgang hat schon einen Einführungsabend in unserem Atelier besucht. Im Workshop hat er gleich im großen Stil losgelegt! Seine Themen: Katastrophe und Hoffnung.

Julia – auch neu in der Malklasse – hat „nur“ an einem Bild gearbeitet. Obwohl das Bild mehrmals fertig sein könnte, suchte sie unerschrocken weiter nach einer Lösung. Es war ein Genuss gewesen, die verschiedene Varianten ihres Werkes zu sehen!

Armin malte schwungvoll und eruptiv aber mit viel Konzentration. Bevor er seine weiträumige Farbfelder niederamalte, sammelte er in einer kontemplativen Körperhaltung innere Kräfte.

Renate ist, ebenso wie Wolfgang, nicht ganz neu im atelier – sie besuchte schon einen Einführungsabend. Für sie waren die Malgrunde große Versuchsfelder für Experimente mit Licht und Farbe.
Hier eine Farbexplosition von Renate!

Mirja war auch zum ersten Mal da (hier im Gesprech mit Carin). Unten ihre kraftvolle „Bewegungskompositionen“ …

Hier die restlichen Werke – manche sind nur Skizzen, andere schon fortgeschrittene Studien … (unsere Eva muss hier noch namentlich erwähnt werden, denn sie hat uns – schon wieder! – einen tollen Kuchen gebacken!)



Es war ein schönes, inspiratives Wochenende – wir sehen uns bald wieder! Der nächste (ausgeschriebene) Kurs findet im Sommer statt,  vom 11.Juli bis 16.Juli auf der  Ökostation.  Wenn ich Zeit für einen Zusatzkurs finde, gebe ich euch hier im Blog Bescheid.


 

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Wer hat Angst vor weißer Leinwand? (Teil 2)


Im zweiten Teil unseres Berichts zeigen wir nun die großformatigen Werke!


Besonders produktiv im Großformat war Nathalie! In ihren Händen – sie benutzt selten andere Werkzeuge – verwandelt sich die Farbe in einen starken Kraftstoff für eruptive Kreativität.

Auch Else hat dieses Mal viel mit den Händen gearbeitet! … Eine Reise durch das wundersame Farb- und Formlabyrinth der Malerei!

Barbara hat uns mit diesem Bild viel Freude bereitet – es handelt sich um die Aufzählung der Dinge, die in einem Song vorkommen (All Kinds Of Everything – Eurovision 1970)
Dieses Hundeporträt war eine Bestellung von Carins Enkelkind …
Eine Landschaft in Allgäu von Carla – einfach meisterhaft!

Sogar die Rückseiten unserer Bilder sehen gut aus! 🙂
Ein weiteres Meisterwerk von Carin!
Frühlingsstimmung auf dem Balkon, auf dem Schnappschuss von Nathalie der Atelierhausmeister mit Sabine, Else und Julia – drei „dienstälteste“ Atelierbesucherinnen im Kurs …

 

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Wer hat Angst vor weißer Leinwand? (Teil 1)

Wer Angst vor weißer Leinwand hat, soll sie doch farbig bemalen – so einfach ist das! Wo liegt bitteschön das Problem?!
Spaß beiseite – hat da draußen tatsächlich noch jemand Angst von einer leeren Leinwand? Stellt sich noch jemand die Fragen:   Wie soll ich anfangen, was soll ich malen? Am vergangenen Wochenende haben wir solche Fragen hinter uns gelassen und einen entscheidenden Schritt zur Bewältigung aller hemmenden Situationen beim Malen getan – der Angst vor leerem Blatt haben wir den letzten Schlag verpasst!
Unser Vorhaben war, im Kleinformat der Skizze durch Farb- und Formspiele eine klare bildnerische Sprache zu finden. Schon am Samstag war unser Ideen-Füllhorn randvoll!

P.S. Dass wir viel Spaß miteinander hatten, vorzüglich gegessen und auch viel Quatsch gemacht haben, muss nicht besonders betont werden – denn die vorherrschene Philosophie in unserem Atelier lautet bekanntlich: die Freude am Malen = die Freude am Leben!

Fortsetzung folgt …


 

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Im Bann des Mondes

Wir haben es schon immer geahnt, nun ist es endlich bewiesen – der Mond übt einen entscheidenden Einfluss auf die Kreativität in unserem Atelier aus!


Auf einmal kam er! … Wie ein gutmutiger uns zugleich allmächtiger Nachtwächter der Stadt … Für ein paar Minuten haben wir unsere Staffeleien verlassen und waren ganz im Bann des Monds gefangen.

Vielleicht hat uns der Vollmond tatsächlich mit einer neuen Energie versorgt, denn nicht nur dass unsere Farb- und Formspiele einige sehr gute Werke hervorgebracht haben – wir sind redseliger geworden!


Was fasziniert uns hier eingentlich, ist es die Farbatmosphäre … Licht und Schatten …?

Passt die „Energieverteilung“ …?

Wie machst du eigentlich deine Farbverläufe?

 

 

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Farbe+Fläche+Experiment=Kunst

Das letzte Treffen unserer Malklasse ergab wieder mal tolle und so wunderbar vielfältige Werke!  Dabei kann die Erfolgsformel unserer Arbeit nicht einfacher sein: Farbe + Fläche + Experiment = Kunst (+ sehr viel Spaß). Zwei Tage voll sprudelnder Kreativität, viel Zeit für Diskussion, Bildbesprechungen und Austausch. Dazu beste Verpflegung (Eva hat uns am Sonntag ein Kuchen gebacken!) und sogar schönes Wetter. Hier einige unserer Bilder.  Wir sehen uns am nächsten Wochenende wieder!


 

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