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Doch Weihnachten …

Liebe Blogleser*innen,

ich wünsche euch frohe Weihnachten, die dieses Mal tatsächlich irgendwie Doch-Weihnachten sind!

„Doch“, weil wir aus bekannten Gründen auf vieles verzichten müssen und deswegen geradezu dazu verpflichtet sind, das Beste aus unserer Situation zu machen … Ich hoffe sehr, dass das Ganze, doch etwas Gutes bewirkt. Zumindest, dass wir nicht vergessen, wie kostbar unsere nun verlorene Normalität ist, die aus 1000 kleinen, namenlosen Sachen besteht …

Ich wünsche euch und euren Familien ein besinnliches, frohes und entspanntes Weihnachtsfest! – Bleibt gesund und seid alle herzlich umarmt!!!!


 

Ruhig, friedlich und ohne Anstrengung: alles fließt, alles verbindet sich und ist mit sich selbst versöhnt – im Bild von Christina und hoffentlich auch in uns …

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Eine Perlentaucherin in der Ursuppe der Malerei


Heute möchte ich die alchemische Farb- und Formgewinnung in der Malerei von unserer Gabi vorstellen. Aus einer brodelnden Ursuppe, in der alle wichtige Bauelemente des bildnerischen Farblebens vorhanden sind, schöpft Gabi ihre wundersamen Formgebilde. Der Betrachter ist stets verblüfft, welche Metamorphosen das Motiv eines (z.B.) Wirbelsturms dabei erleben kann! Traumhafte Formahnungen, amorphe Mischwesen,  mit Farben jonglierende Energieclowns, dampfende Farbatmosphären, fabelhafte Nebelumarmungen, dramatische Lichtbrechungen … – all das kann in einem einzigen Gemälde von Gabi vorkommen!

Unsere Gabi ist wie eine Perlentaucherin, die genau weis, in welcher Farbtiefe die besten bildnerischen Schätze zu finden sind.  Hier ein paar Beispiele aus dem letzten Semester …


 

So sieht ein „Halbprodukt“ aus. Die bildnerische Kräfte, die in der Farb-Ursuppe vorhanden sind, fangen an, sich zu bewegen …
Die vielen Zwischenstufen habe ich leider nicht dokumentiert, aber wir können gut nachvollziehen, wie aus ihrer Form- und Farbursuppe dieses fantastische Bild entstanden ist. Das Bild ist voll wundersamen Geschichten, die wir uns nun zu erzählen dürfen!
Eine ähnliche Metamorphose war auch hier am Werk! Das Motiv vom Anfang des Semesters – Wirbelstürme – tritt immer mehr in den Hintergrund∞ die Farben fangen hier schon Feuer, die Alchemie der Formen bringt neues Material hervor …
Ein meiner Lieblingsbilder von Gabi – auf der Folie der Grautöne entfaltet sich die volle Pracht der Farben! Schaut, wie wenig Farben für die Wirkung nötig waren!

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Die Kunst, zu Hause zu bleiben …


… Und nun schon wieder – unser Atelier muss leider vorzeitig schließen! Uns bleibt nichts anderes übrig, als das Beste daraus zu machen. Ich werde weiterhin – wie beim letzten Lockdown – euere Kunstwerke aus der „Home Painting“ Produktion veröffentlichen und über die Kunst der Malerei berichten. Ihr könnt mir euere Werke gern ab sofort zusenden! Denn die Kunst darf nicht ohne Betrachter sein 🙂

Außerdem geht das (normale) Leben irgendwann sicher doch weiter. Zum Beispiel im unseren Atelier ab Semester 2021 / I.  Vielen von euch wollten die Termine schon jetzt wissen, hier sind sie – mit dem Hinweis, dass man sich  bei VHS Stuttgart anmelden muss, und zwar erst im Januar!


ABENDKURSE
  • dienstags ab 23. Februar, 11 Termine
  • mittwochs ab 24. Februar, 11 Termine
  • donnerstags ab 25. Februar, 10 Termine
 
EINFÜHRUNGSABENDE »Acrylfarbe«
  • 26. Februar – Schwerpunkt »Farbe«
  • 05. März – Schwerpunkt »Struktur«
 
WORKSHOPS (immer Samstag + Sonntag)
  • 13.+14. März
  • 27.+28. März
  • 24.+25. April
 
SOMMERKURS auf der Ökostation
  • Montag, 16. bis Freitag, 20. August (5 Tage)

Als wollte uns Ingrid mit ihrem Bild sagen: „Da müssen wir durch!“ … Was uns hinter der felsigen Öffnung erwarten sieht gar nicht so schlecht aus!

Bleibt bitte gesund!

🙂


 

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Kunst ist eine bunte Angelegenheit


Die ganz selbstverständlichen Sachen nimmt man bekanntlich nicht mehr wahr, sodass man sich ganz dem Neuen widmen kann. Aber manche Sachen sind eben nicht ganz so selbstverständlichen, wie man meinen möchte! So kam mir neulich unsere Arbeit in unserem Atelier vor, als ich mir das bunte Treiben in unseren Abendkursen angeschaut habe. So selbstverständlich unterschiedlich und deswegen so wunderbar inspirierend haben sich die zahlreichen bildnerischen Projekte entwickelt, dass wir mit einer wunderbaren Leichtigkeit immer ausdrucksvoller und immer souveräner gestalten! – Das ist eben keine Selbstverständlichkeit. Über viele Jahre haben wir unsere schöne Arbeits- bzw. Atelieratmosphäre in unserem Werkraum kultiviert uns genießen nun diese tolle Freiheit und diese Leichtigkeit!


 

Christina beherrscht mittlerweile geradezu magisch ihre Kunst des fröhlichen Gießens! Dass die Leichtigkeit und die Sicherheit bei der Gestaltung nicht vom Himmel gefallen sind, darf allerdings jedem klar sein …
Ihre Bilder entstehen tatsächlich organisch, in einer choreografischen Komposition, die vielschichtiger nicht sein kann!
Ebenso hier! Es ist offensichtlich – und doch unglaublich – dass hier die Farbflecken bewusst und gezielt platziert sind.
Dieses Bild ist noch nicht fertig. Man ahnt aber, wie die bildnerische Aussage schon konkret wird …
Katja P. muss zunächst ihre im Büroarbeit angestaute Energie frei setzen!
Schnell und frisch entstehen die ersten Entwürfe und Farbskizzen …
Eine Bildserie entsteht, während der Kopf – verdienterweise – Feierabend hat …
Nächste Woche folgen hier weitere Schichten – niemand, einschließlich Katja, weiß, was daraus werden wird!
Eine Monotype, die keine weitere Bearbeitung braucht! Dafür hat Katja ein Bild von Simone als „Stempel“ benutzt …
Simone hat dieses Bild in etwa 30 Minuten gemalt! Es ist Flow und es ist die genaue Beobachtung, die den Vogel so leicht die Flügel ausbreiten lassen haben.
Jekatarina hat sich das Thema „Kopf“ vorgenommen. Konzentriert und systematisch werden die Formen „durchdekliniert“. Tolle Arbeit!!
Das Ohr – eine der komplexesten Formen am Kopf – hat sie zunächst konstruiert (oben) und dann frei nach Vorlage gezeichnet. Schaut euch die Verläufe an – meisterhaft!
Eine weitere Arbeit von Jekatarina! Form, Licht, Schatten, Ausdruck – stark!
Es war ein Zufall – aber die Maske begleitet uns überall! Ein Bild aus der Porträtserie von Petra.
Wolfgang hat sich vorgenommen, die Farbverläufe genau zu studieren. „Nebenbei“ ging es ihm hier auch um Komposition und Lichtatmosphäre …

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Die Farbe des Chamäleons

Was haben wir alles in unserem Atelier schon gesehen! Vom sanften Blick einer grasenden Kuh bis zu den bunten Gaswolken der Milchstraße, von wilden Meerlandschaften bis zur geometrischen Abstraktion … Aber etwas zu malen, was man dann nicht sehen sollte – das haben wir noch nie gehabt! Eine lustige Idee von Michael, die er in einem tollen Bild verwirklicht hat!


Saftig und grün; lebendig und gut getarnt … das Chamäleon von Michael!
Und hier, sind es Fische auf der Flucht oder „bloß“ meisterhaft rhythmisierte Formen?
Aus welcher Comic-Story von Michael kommt diese lustige Figur, was hat sie gerade erblickt?
Nach mehreren Stunden konzentrierter Arbeit an einem (noch nicht fertigen) Porträt – brauchte Jutta ein Ventil für angestaute Energie! Wunderbar!
Danach ginge es wieder ruhiger zu … 😉
Auch Anne hat konzentriert und sorgsam gearbeitet! Das Ergebnis lässt sich sehen – eine fein abgestimmte Farbkomposition und tief blickende Katzenaugen …
Else kennt nur Experiment und Spiellust! Das Bild ist schon längst überarbeitet.
Eine kleine Farb- und Formskizze von Else – man braucht die große Formate nicht um Schwung und Energie darzustellen!
Und hier – Tanz mit dem Wind?
Nach unzähligen Schichten eine schöne Ruhestätte für unzählige Farbkleckse, die hier ihre Farben für die wunderbare Patina opfern müssten!
Das Bild von Ulla kennen wir schon vom letzten Workshop! Nun ist es eine wunderbare surrealistische Schaubühne geworden, auf dem das Satirestück „Ohne auf Godot zu warten, ist das Warten ein Jammerspiel“ aufgeführt wird.
In der Hauptrolle eine Raute, die nur sich selbst spielen kann …
Zu seiner hier verwendeten Arbeitsmethode sagte Franz: „Ohne Sinn und Verstand“ … Will heißen: im Flow malen! Hut ab!
Ganz anders hier – ein brennender Wald, in dem aber der Betrachter lange verweilen möchte …

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Zauber-Papierrolle und die Helden der Fröhlichkeit


Ja es gibt sie, die endlose Zauber-Papierrolle, auf der sich die fantastischen Bilder von selbst malen! Allerdings nur, wenn eine Zauberin am Werk ist. Die Atelierbesucher der Dienstagsabende wissen, wovon hier die Rede ist – von unserer Bilderzauberin Margreth. Still und genügsam malt sie an ihrem Arbeitsplatz Bilder einer lustigen, mit purer Fröhlichkeit beseelten Fantasiewelt. Wenn man sie bei der Arbeit beobachtet, bekommt man das Gefühl, sie könnte tatsächlich nicht nur eine herkömmliche Papierrolle, die sie benutzt, sondern gar eine endlose mühelos mit ihrem prachtvollen Inhalt füllen!

Ach, wie gern würde man in der Fantasiewelt dieser wunderbaren Künstlerin mit ihren lustigen Lebewesen ein bisschen plaudern, lachen, tanzen und quatsch machen! … Es war neulich nur eine Schnapsidee von mir, aber es wäre tatsächlich großartig, wenn Margreth eine ganze Papierrolle – in ihrer vollen Länge von 16 Meter! – mit einer fortlaufenden Erzählung füllen würde! Ich melde mich freiwillig, sie dann – zur allgemeinen Volkserheiterung – durch die ganze Stadt zu tragen!


Was ist das für eine Gesellschaft aus lustigen Formkomödianten? … Das Bild scheint, das unbändige Lachen eines gekitzelten Kindes darzustellen!
Die Preisfrage lautet hier: Wie viele Lebewesen bevölkern dieses Bild? Außerdem: Was wollen eigentlich die zwei Roboter von der einäugigen Fischgräte?
Und hier – ein Skandal! Eine nackte Miss Piggy nimmt Sonnenbad!! Sämtliche Blumen auf der Wiese sind entsetzt!
In der Stadt der Farben ist zu dieser Stunde niemand zu Hause – die einzige Ausnahme sind die Farben, die in Corona-Quarantäne daheim bleiben müssen. Wir hoffen, dass sie doch gesund sind – begrüßen aber ausdrücklich die vorsorgliche Maßnahme!
Der Rennwettbewerb ist geöffnet! Wer als erste*r aus dem Bild verschwindet, bekommt eine jungfräulich weiße Leinwand geschenkt!

Der Margreth – und allen anderen Helden der Fröhlichkeit in diesen verrückten Zeiten – sind wir zum Dank verpflichtet!


Fortsetzung folgt …

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