Ein Atelier – zwei Vernissagen …

Unser Herbstsemester fängt gut an!  Die Abendkurse starten zwar erst nächste Woche, aber schon jetzt erreichen uns die Nachrichten über zwei schöne Ausstellungen, bei denen  unsere Leute   ihre Werke zeigen, bzw. organisatorisch mitwirken. Wunderbar !

Gertrud  stellt ihre eigenen Bilder in der Ausstellung „Zeit-Reise“ im Hotel Maritim  (Seidenstraße 34, Stuttgart) aus …
Wiltrud  hat geholfen, die Auktionsausstellung „USCHLAGBAR“ des Vereins  Frauen helfen Frauen e.V.  zu organisieren.

 Kommt zuhauf !

Frauen helfen Frauen


Frauen helfen Frauen.





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Eine Ausstellung über die Bilder …


Überall Bilder: im TV, im Internet, auf Plakaten, in Magazinen, Bilder sind allgegenwärtig. Bilder, die unterhalten, informieren, Begehrlichkeiten wecken, sich zusammensetzen zu dem wie wir uns und unsere Welt sehen.  In seinen Arbeiten befasst sich Dirk Reimes mit der Produktion von Wunsch-, Trug- und Spiegelbildern unterschiedlichster Art – zwischen Kunst und Kommerz, Fotografie und Malerei, analog und digital, von Bilddatenbanken, Möbelhäusern, Freunden und Familie.
Am kommenden Freitag eröffnet in der Galerie Oberwelt, Reinsburgstr. 93 die Ausstellung von Dirk Reimes.
Vernissage: 22. September, 19 Uhr
Mehr über die Ausstellung unter: http://www.oberwelt.de/
Mehr über den Künstler unter: http://www.dirkreimes.de/

 

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documenta – monumenta


In wenigen Tagen endet im Kassel das größte Kunstereignis des Jahres, das opulente Weltspektakel der Kunst, »Das Museum der 100 Tage« genannt documenta. Hier eine kleine Notiz darüber.
documenta ist nach über 60 Jahren erstaunlicherweise immer noch die Ausstellung der zeitgenössischen Kunst. Obwohl sie in letzter Zeit viel Konkurrenz bekommen hat – z. B. Großausstellungen wie die Biennalen von Istanbul und Lyon – gilt sie für die breite Öffentlichkeit als die bedeutendste Kunstschau der Welt. Die Ausstellung ist mit der Zeit zu einer wahrhaftigen Pilgerstätte geworden, wo der moderne Mythos der Kunst alle fünf Jahre in einem – zumindest nach der üppigen Ausstattung und der megalomanischen Dimension der Ausstellung zu beurteilen – epischen Stil weitererzählt wird.
Nun, die Realität holt bekanntlich jeden Mythos irgendwann doch ein. Moderne Kunstspektakel sind längst ein lukratives Geschäft geworden, das den Städtetourismus erfolgreich ankurbelt. Biennale in Venedig, die dieses Jahres parallel zur documenta stattfindet, ist dafür ein Paradebeispiel. Die Kunstschau der Nationen – eine »archaische« Idee, die wie ein Wunder einem seit dem 2. Weltkrieg im Kunstbetrieb waltenden Geist des Internationalismus aufs Krasseste zu widersprechen scheint – fügt sich ins touristische Vergnügen an der Lagune reibungslos ein. Kunst ist ein kostbarer Konsummagnet – und Liebling der Sponsoren aus Industrie und Politik – geworden. Auch wenn die Kuratoren das nicht gern hören wollen.  Was man darüber auch denken mag, es steht zumindest fest, dass derartige Mammutausstellungen selbst für einen hartnäckigen Kunststreber eine große Zumutung darstellen.
Einiges ändert sich allerdings doch. Während documenta stets eine richtungsweisende Förderung der politischen, gar »subversiven« Dimension der Kunst für sich beansprucht, feiert die Kuratorin der Hauptausstellung in Venedig, Christine Macel unter dem Motto „Viva Arte Viva!“ die Spielfreude und die Lebendigkeit der Kunst. Es handelt sich um eine bewusste Abgrenzung zu Kassel und nicht zuletzt um eine Art Befreiung von aller »Instrumentalisierung« der Kunst durch staatlich gefordertes politisches Engagement der Künstler, Kunstaktivisten und Kuratoren*. Damit haben in diesem Jahr zwei Konzepte der Kunst gegeneinander angetreten. Die sorglose Heiterkeit und »hedonistisches« Kunstspiel, wie es sich für Venedig gehört, und das Grüblerische, Düstere, von PC (political correctness) übertünchte – und von großen „Feinden“ (Konzernen) gesponsorte – Sorge um die Welt in Kassel … Hier wäre es vielleicht angebracht, die gute alte Proportionslehre anzuwenden, denn es kommt auch in der Kunst – möchte man sie zeigen, wie sie ist und nicht wie sie sein sollte – auf die richtige Mischung an. Eine Utopie? … Die Sache ist natürlich nicht so einfach … Brauchen wir doch nicht eine Orientierung; eine Instanz, die uns in Zeiten einer allgemeinen Verwirrung und eines Umbruchs zeigt, was wirklich zählt? Oder ist es wertvoller, die Kunst, als womöglich den allerletzten Zufluchtsort eines tiefen menschlichen Bedürfnisses nach geistiger Entfaltung und Freiheit zu bewahren? Was hat man denn sonst noch, Konsum, Tourismus und Lifestyle? Was soll man nun darüber denken? Hat der sog. Neoliberalismus nun endgültig über den Kunstgeist gesiegt? … Vielleicht ein Thema für unseren Künstlerstammtisch
Bilder hat freundlicherweise Jutta, die aus Kassel stammt, zur Verfügung gestellt.

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* Meine Wenigkeit hat nur an einer großen internationalen – dafür aber an einer der skurrilsten – Ausstellung der Gegenwart teilgenommen. Die Ausstellung hieß »Subversivmesse« und fand in einer Messehalle in Leipzig statt, wo die Kunstaktivisten aus aller Welt – auf Staatskosten! – ihre subversive Kunst präsentieren dürften. Mein Beitrag bestand aus einer »Performance«, in der ich während der Ausstellungsdauer den Kollegen die Optimierungsvorschläge für ihre gesellschaftskritische, umstürzlerische Arbeiten machte. Es hat ’ne Menge Spaß gemacht! Mehr darüber kann ich bei Interesse im Kurs oder an unserem Künstlerstammtisch berichten …


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Rosarot oder nicht Rosarot, das ist hier die Frage …

Neulich bekam ich einen neuen „Arbeitsbericht“ von Volker – mit zwei sehr guten Bilder! Herzlichen Dank Volker!

Hallo Željko,
Mich hat es mal wieder „gepackt“, dieses farbige Zeitungspapier, das ich im Bild „Nicht rosarot“ verwendet habe, hatte ich sozusagen auf Halde, ich habe schon länger – mit dem Gedanken, da machst Du was daraus – so geformt, es öfter in die Hand genommen und wieder weg gelegt. In der vorletzten Woche habe ich dann einfach mit der Arbeit begonnen, die Gestaltung des Bildes über blau, rosarot und grau entwickelt und am Schluss ist es so geworden, wie es jetzt ist. Ausschließlich habe ich das Bild noch „auf den Kopf“ gestellt und mit Collagieren angefangen. Es ist kein Bild zum Gefallen, aber zum Ansprechen, Nachdenken
Das zweite Bild – „Grün unterwegs“ – ist ganz das Gegenteil, es hat sich einfach so entwickelt, mich mit genommen.
Herzliche Grüße,Volker

Das Bild hat etwas von einem avantgardistischen Bühnenbild, es wirkt wie eine kunstvoll reduzierte Kulisse, die eine Handlung bildnerisch erzählen möchte. Was wird hier gespielt, ein Drama, eine Komödie, ein bissiges Kabarettstück, oder ein Musical? Wie könnte das Stück heißen, »Zerplatztes Luftballon«, »Geist auf der Leitung«, »Unterm Strom der Leidenschaft«, »Tod eines Engels« …?

Das Bild „Grün unterwegs“ ist mit der Technik des gesteuerten Zufalls entstanden … Raum und Farbe, Entstehen-lassen und gezielt Eingreifen, Stimmung und Spiel – es ist klar ersichtlich, dass der Maler hier viel Spaß beim Malen hatte!

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Lichtmagie … oder lieber ein Nickerchen?

Den Sommer mag in Stuttgart schon vergessen sein, hier auf der Insel Krk malt er uns immer noch zauberhafte Bilder, die das Licht des Mittelmeers in pure Magie verwandeln.
Während der Bruthitze des Nachmittags ziehen sich die Einheimischen in ihre Häuser zurück, richten sich dort hinter geschlossenen Jalousien gemütlich ein und machen bis zur ersten Abendstunde eine Ruhepause.  Nicht eingeweihte Nachahmer dieses schönen Brauches versuchen dabei ein Nickerchen zu machen. Vergebens!  Weder Jalousien noch die dicken Steinmauer vermögen die Lichtmagie des Sommers zu unterbrechen. Die Sonne findet selbst in die modernste Wohnung hinein einen Weg und hält den Sommermenschen wach, damit er träumen kann …

Auch solche Fotografien lassen sich in eindrucksvolle Abstraktbilder übersetzen! Entscheidend dabei ist es, vor allem die „Stimmung“ bildnerisch zu übertragen. Wagt sich jemand dran? … Die entsprechende Herangehensweise besprechen wir bei Bedarf im Kurs …


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I dream in colors

Auf der Insel Krk hält die Sommerhitze unvermindert an, am Strand weht nur eine schwache Brise, das Baden bringt kaum Erfrischung … Dem Touristen bleibt nur der tiefen Schatten eines Pinienwaldes, die Klimaanlage eines Cafés – oder die Kunst übrig! Die Ausstellung »I dream in colors« von Mirna Sišul in den schönen, grottenartigen Räumen von Galerie »Toš« in Punat, in denen sich ursprünglich eine Ölmühle befand – bietet den müden Geist eine gemütliche (und kühle) Herberge. Die Technik dieser Malerei ist recht einfach aber sehr effektvoll – man darf sogar von einer Technik eines lustvollen Pinselspiels sprechen; eine feel-good und eine take-it-easy Malerei. Die Gestaltungsfreude der Künstlerin wirkt durch ihre sympathische und witzige Bilder auf den Betrachter so unmittelbar, dass er bald alle Quälereien des Sommerurlaubs vergisst.


 

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