Als wäre es gestern gewesen …

Liebe Blogleser,
am heutigen Tag dürfen wir unser erstes Atelier-Blog-Jubiläum feiern!  Vor genau einem Jahr sind wir online gegangen!

Was ursprünglich als eine simple virtuelle Galerie angedacht war, hat sich „organisch“ zu einem wunderbaren Austauschforum entwickelt, das weit über die Kursgrenzen hinaus Maler-innen und Kunstinteressierte verbindet und inspiriert.  Darauf dürfen wir stolz sein!  Auch die Zahlen belegen diese Entwicklung: Bis zum heutigen Tag, nach 113 Beiträgen wurde unser Blog 88.000 Mal aufgerufen (das heißt durchschnittlich etwa 240 Aufrufe pro Tag!).
Und damit nicht genug! Manche von euch haben schon erfahren, dass ich im September 2017 unseren Atelier-Blog auf einer VHS-Konferenz, vor Fachleiter-innen aus Volkshochschulen im ganzen Baden-Württemberg vorstellen dürfte. Das war ein großer Erfolg, wir haben dort viel Beifall und Anerkennung bekommen. Seitdem hat sich unser Leserkreis wesentlich erweitert – die neuen Blogbesucher und Blogabonnenten kommen nicht mehr nur aus Stuttgart, sondern aus dem ganzen Land! In Folge dieser Präsentation haben wir auch unser Atelier-Sofa bekommen, das unsere Kommunikationskultur im Atelier so wunderbar bereichert. Eine weitere schöne Entwicklung ist die Möglichkeit, dass wir mithilfe des Blogs nun in der Lage sind, neue Kurse – und Kursformate – spontan zu kreieren und zu organisieren! VHS Stuttgart unterstützt uns dabei, wofür ich mich auch an dieser Stelle herzlich bedanken möchte!
Ich möchte mich am Schluss noch bei allen, die hier eigene Beiträge veröffentlicht haben, ihre Bilder zur Verfügung gestellt, Kommentare verfasst und neue Themen angeregt haben, ganz herzlich bedanken!  Unser Blog wäre ohne euch ganz sicher nicht so bunt, vielfältig und lebendig.  Ebenso sehr herzlich bedanke ich mich bei denjenigen, die meine Arbeit immer wieder mit einer kleinen Spende unterstützt haben!

Im   Strudel  der  Kunstbegeisterung.  Das Bild – hier stellvertretend für alle Ateliermaler-innen – stammt von unserer Else, die mit ihrer unbändigen Energie die Kunst so wunderbar zelebriert.

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Malklasse II – Teil 1

Am vergangenen Wochenende traf sich unsere „Malklasse“ nun zum zweiten Mal. Für gute Stimmung müsste nicht extra gesorgt weden, aber mit Sekt und Kuchen, die das Geburtstagskind Franz mitgebracht hat, malt sich doch wesentlich besser …!

Die große Überraschung des Kurses war Isabella – sie ist extra aus München gekommen und doch beachtliche Reisestrapazen auf sich genommen, um mit uns malen zu können! Das ehrt uns doch sehr!

Wir haben dieses Mal das Thema „Komposition“ etwas ausführlicher behandelt und uns zunächst mit der Aufteilung des Formats beschäftigt. Was auf dem ersten Blick einfach und spielerisch aussah, stellte sich bald als eine „ernste“ Sache. Es ist gar nicht so einfach, eine aussagekräftige Ordnung der Flächen innerhalb des Bildes herzustellen. Wenn man sich allerdings damit tiefer auseinandersetzt, entdeckt man, dass mit einem solchen Gerüst viel leichter ist, weitere Bildinhalte zu komponieren. Hier ein paar Entwürfe.
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Im weiteren Verlauf des Kurses tauchte das Thema „Komposition“ in unseren Bildern natürlich wieder auf.

Karl hat eine geometrisch-stilisierte Bildkomposition weiter bearbeitet, was die Katze im Bild offensichtlich entsetzt, denn so „eingesperrt“ im Format wird sie nie an die Leckereien auf dem Tisch rankommen können.
Ein weiteres Bild von Karl. Komposition ist klar gegliedert und der Raum des Bilder gut bespielt – die Segelboote scheinen, im Sog des Himmels zu segeln.
Isabella hat mehrere wunderbare kleine Bilder gemacht. Der Bildinhalt „sitzt“ fest eingebettet in einer schönen, spannungsreichen Komposition!
Petras minimalistisches Bild. Das Format ist „einfach“ und mit viel Gefühl für den Raum aufgeteilt.
Psychedelic-Art von Beate – sogar hier spielt die Komposition eine wichtige Rolle!
Ein unfertiges Struktur-Bild von Susanne, in dem allerdings die Grundaufbau schon beinahe perfekt ist!
Auch im Bild von Irmgard kann man das gute Gefühl für die Raumaufteilung ablesen. Eine schöne Landschaft, vor allem die Berge sind gekonnt plastisch gemalt!
Weitere Bilder im Teil II …

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Vier Bilderzählungen

Ingrid und Wiltrud haben neulich jeweils eine kleine Bildserie fertig gemalt – zwei schöne Erzählungsstränge aus dem bunten Kosmos ihrer Malerei. Jaqueline dagegen bietet uns im ihren neuen, wunderbar gelungenen Gemälde die Möglichkeit an, weitere kleinformatige Bilderausschnitte zu erkennen und zu studieren – ein wunderbares, endloses Spiel für die wahren Kunstliebhaber!

Die Bilder von Ingrid vermitteln – trotzt einem starken Farbkontrast – eine verträumte Landschaft aus geradezu geisterhaften Farbfeldern, in denen der Betrachter schweben lernen geht  … Hier sieht man, wie wichtig der Farbverlauf für die Raumgebung ist!

Wiltrud hat sich mit dem Licht in den unterirdischen Hohlräumen beschäftigt – Die Formen schmelzen ineinander, Gestalten tauchen auf, Raumtiefe faltet sich um die dunklen Stellen aus, die Tropfsteine scheinen ihr eigenes Licht zu haben …

Jaqueline hat lange an ihrem Bild gearbeitet, gestern wurde es als fertig erklärt. Eine fröhliche, verspielte Farbbrise scheint hier Regie geführt zu haben. Denn beim Anblick dieses Werks atmet man sofort leichter!
Wie viele Farbschichten mögen hier übereinander liegen …?


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Schwimmweste fürs Malen …

Hilfe – unser Atelier steht unter Wasser!  Wer uns besuchen will, braucht ab sofort eine Schwimmweste (oder ein Schlauchboot)!  Wir malen nicht mehr, wir schwimmen in einem mächtigen Strom aus Wasser-Bildern:  Wolken aus Farbe und Wolken der Farbe; hohe Wellen vom Wind der Inspiration zum Schäumen gebracht; fliesendes Meereswasser und wässrige Farbfelder; unterirdische Seen und glänzende Tropfsteine … Wunderbar!  Hier eine Auswahl:


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Künstler stellen sich vor …

Mein Name ist Julia, seit letzter Woche habe ich im Mittwochs-Malkurs einen festen Platz: Ich bin eine Neue. Wie neu, das konnte ich bei der Vorstellungsrunde zu Beginn feststellen, manche meiner Mitmalerinnen sind seit fast zwanzig Jahren bei Željko im Kurs! Genauso lange ist es her, dass ich aufgehört habe zu malen.


Als Kleinkind war der Akt des Malens magisch

Die körperliche Erfahrung von einem nassen Pinsel in meiner Hand, aus dem die Welt herausfließt, war pure Wonne. Eines der schönsten Geschenke war eine riesengroße Rolle aus einem Plotter: ich habe Papierkilometer in bunte Abenteuer verwandelt. Die farbig schillernde Suppe im Wassertöpchen war das Glück in dem ich schwamm. Ich war süchtig danach. Und erstaunt für meine Bilder gelobt zu werden. „Du kannst aber schön malen“ – wie seltsam. Nicht das Ergebnis war der Spaß, sondern das Tun.


In der Grundschule war Malen plötzlich eine Aufgabe, die man gut oder schlecht lösen konnte. In der ersten Klasse bemängelte meine Kunst & Textiles Werken-Lehrerin (hieß das wirklich so?) ein Wachstropfenbild, das ich in leuchtendem GelbGrünRosa als Feuerwerk der Freude abgegeben habe: die Farben passten nicht zusammen. Ich war schockiert! Ist diese Erwachsene mit der eckigen Frisur und ihren immerbraunen Wollpullis ernannt festzulegen, welche Farben zusammen passen? In der Zweiten gefiel der gestrickte Bär nicht, der bei mir eher als grüner Hase aus den Nadeln hüpfte: zu grün, kein Bär, meine erste fünf in Kunst. Verwirrt kämpfte ich weiter um die Gunst einer guten Note und wurde zum unschlagbaren Profi im Entziffern von Kunstlehrerinnenwünschen. Eine glatte eins im Kunst-LK war die Krönung. Ich ging von der Schule in der Überzeugung Kunst zu studieren.

Und plötzlich – mit dem Ende der Schulzeit – fehlte Aufgabe. Ich hing in der Luft. Mit einem Mappenkurs endeten meine künstlerischen Träume: alle hatten Konzepte, Ideen, Innerstes das nach außen drängte. Ich wusste nicht was ich malen sollte, kopierte eine Weile den stets wechselnden Nachbarn und erkannte schnell, dass meine Mappe aus einem Stil-Wirrwarr bestand das nichts mit mir zu tun hatte und niemals für die Aka reichen würde. Also beschloss ich, beruflich auf meine zweite Abi-Eins zu setzen und entwickelte mich zu einer waschechten Ingenieurin.



Letzten Winter stolperte ich über das angriffslustige Angebot von Željko „Die Farbenpower der Acrylmalerei“. Hoppla! Das klingt nach Freiheit für die Farben! Mir wurde ganz warm, da muss ich hin! Und hier bin ich nun. Mit Euch. Und mit den Farben. Und ich finde Stück für Stück zurück zum kindlichen Glück des Malens. Mal ganz ehrlich, schon das matschen und patschen mit den Pigmenten ist eine sinnliche Freude! Ich genieße jeden Abend den ich im Atelier verbringe: die offenherzige Stimmung, der Geruch der Farben, der Blick über die dämmrige lärmende Stadt, die Gespräche über Kunst oder Alltag, die konzentrierte Stille beim Malen, das Heranreifen unserer Bilderwelten und – natürlich – das neue SOFA! Bei der rituellen Bildbetrachtung beobachte ich schmunzelnd, wie in mir die alte Gewohnheit der Leistungsbewertung hochschwappt. Deswegen hab ich meistens eine Tasse Tee dabei, zweimal runtergeschluckt und ich bin wieder frei zu staunen, welche Persönlichkeit und Freude aus unseren so verschiedenen Bildern strahlt! Jedes Kind in uns war und ist einzigartig!


Julia (links) im Gespräch mit Gabi

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– Eine neue Kunstära ist angebrochen!

Seit 24. Oktober des Jahres 2017 darf unser Arbeitsraum endlich  uneingeschrenkt als  ATELIER   bezeichnet werden! Denn wir haben nun eine Couch bekommen, wofür ich mich auch an dieser Stelle bei der vhs stuttgart herzlich bedanken möchte!
Couch, Atelier, uneingeschrenkt …? Worüber redet unser Atelierhausmeister? Hier ein paar Tasachen zur Aufklärung: Ein Atelier, das dieses Namens würdig sein möchte, wird man ohne ein Sofa (Divan, Couch, Ottomane) in diesem Teil der Michstrasse nicht finden können.  Mehr noch! Es ist ein Widerspruch an sich, eine musische Tätigkeit ausüben zu wollen, ohne dass man sich zu einem Gespräch, zu einer kleinen Teepause, zum Buchblättern oder einfach zum Entspannen auf einen ruhigen, bequemen Platz in seinem Arbeitraum zurückziehen kann.

Wer unsere Couch noch nicht ausprobiert hat, kann dies heute tun – der Künstlerstammtisch-Kurs heute Abend hat noch freie Plätze (18 – 21 Uhr) … kommt einfach spontan dazu!

 

Hier eine kleine Galerie der Sofa-Bilder …


Und nun noch eine Erinnerung an die Kunst-Auktion zugunsten von Frauen helfen Frauen e.V., an der sich ein paar Blogleserinnen beteiligen. Hier ihre Bitte an euch:
Die Online-Kunstversteigerung UNSCHLAGBAR  Stuttgart ist in vollem Gange!
Bieten auch Sie mit!
Unter www.fhf-stuttgart.de/kunstversteigerung finden Sie die zur Versteigerung kommenden Bilder und Skulpturen und können Ihre Gebote abgeben. Die Online-Kunstversteigerung läuft noch bis Donnerstag, 2. November (bis 23:59 Uhr).

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