Uli – unbeschwert kreativ!

Wow!” – das war meine spontane Reaktion als mir neulich Uli ihre Bilder, die sie seit unserer letzten Begegnung zu Hause gemalt hat, gezeigt hat.  Wie schon berichtet (hier), wollte sie einmal ihre mitgebrachte Werke im Kurs kurzerhand “übermalen”.  Der Hauptgrund für diese drastische Maßnahme war der, wie so oft, Platzknappheit. Aber angesichts der Qualität der Werke, kann zu einem solchen Entschluss nur ein freier und unbeschwerter – das heißt selbstsicherer! – Künstler-Geist kommen. Uli ist beim Malen stets entspannt, humorvoll und jederzeit bereit, im Arbeitsprozess Experimente zu machen oder spontan Richtung einer bildnerischen Erzählung zu ändern. … Die folgenden Arbeiten bekam ich neulich per E-Mail zugeschickt.

Noch kann man erahnen, wie das Bild angefangen wurde. Aus abstrakten Formen ist eine Figur entstanden … Trägt sie eine Maske,  oder einen Helm, kommt sie von einer Bühne oder verwundet aus einer Schlacht …?
Ein Motiv, zwei Varianten … Wer ist das Mädchen auf dem Bild, was versteckt sie vor uns, was heißen die Buchstaben im Hintergrund? … Wird daraus eine Bildserie?
“Der rote Kopf auf grauem Hintergrund” – der Titel erklärt alles!
Figuren im blauen Raum – was geht hier los? Ein Streit, eine Verhandlung? Die weibliche Figur ist aktiv, sie ist voll Leben … ihr Gesprächspartner dagegen ist bloß eine Skizze … Was hat sie soeben gesagt, dass der dicke Mann sie so böse anschaut …?
Licht aus …und dann – hoppla! – aus dem Nichts ist ein gepudertes Frauengesicht aufgetaucht! Was will es uns sagen?
Diese wunderbare Skizze hat eine klare Botschaft: unter einem Schirm lässt sich doch nicht alles bringen.

Uli Steven und ich kennen uns schon seit “einer Ewigkeit” …

 

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Im Sog der Spontaneität

Ja, so schnell kann`s gehen – wir haben mittlerweile die Hälfte unserer Abendtermine absolviert … Und auch ansonsten scheint in unserem Atelier vieles schnell vor sich zu gehen! Ich mache einen Rundgang durch den Raum, drehe mich einmal um und was sehe ich? Die Ursel hat ihr Bild schon dermaßen verändert, dass ich es nicht mehr erkannt habe. Bei Angelika, Brigitte, Ines und Gertrud geht es ähnlich zu … Oder bin ich irgendwie langsamer geworden?  Man wird ja älter … Zum Glück gibt es Technik, zum Beispiel Fotokamera – mit ihr kann man ein paar schöne Augenblicke eines Malprozesses festhalten und für die Nachwelt retten 😉
Aber Spaß beiseite. Es beeindruckt, mit welcher Freiheit und welcher Ungezwungenheit in unserem Atelier mittlerweile gearbeitet wird! Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich immer wieder das Thema “Loslassen” im Malprozess angesprochen habe und immer wieder auf den Spielcharakter der Kunst erinnern müsste. Manchmal habe ich das Gefühl, als ob sich in unserem Atelier ein Sog der Spontaneität gebildet hat, der unsere Arbeit beflügelt und das Malen leicht macht.


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