Die Sprache des Lichts – Teil 2

Hier unsere Zeichnungen – Skizzen und Studien, mir denen der zweite Tag unseres Workshops beendet wurde. Wir haben das Prinzip der Schattengebung nun gut verstanden. Was jetzt folgt, ist das Üben – mit dem Bleistift das Spiel des Lichts und Schattens beobachten! Dass wir unser Thema in einem Folgekurs weiter vertiefen wollen, haben wir schon ausgemacht … (Ich melde mich, sobald ich einen Termin gefunden habe!)


Obwohl wir mit Grautönen gearbeitet haben, hat unser zweiter Tag durchaus bunte Momente gehabt. Es gehört zu einer schönen Tradition, dass wir am zweiten Tag unserer Workshops den Mittagstisch zusammen verbringen, plaudern und philosophieren!



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Die Sprache des Lichts

In unserer Schule des Zeichnens haben wir uns am vergangenen Wochenende mit dem Thema “Licht und Schatten” beschäftigt. Dafür haben wir zwei Lichtquellen benutzt, um die Wirkung des Lichts auf die Kopfform – auf den Gesichtsausdruck, das Volumen und die Stimmung – zu untersuchen. Das war kein leichtes Unterfangen! Denn, um die “Geschichte” eines belibigen Objekts bildnerisch erzählen zu können, müssen wir das Verwandlungsspiel, das das Licht mit einer Form spielt, beobachten lernen! Wir haben konzentriert, mit viel Forschungslust und Entdeckungsfreude gearbeitet. Die Zeichnerinnen haben viel überlegt, viel miteinander diskutiert und sehr genau beobachtet. Auch bei diesem Thema hat sich gezeigt: Das bildnerische Verstehen bereichert und erweitert unser Wahrnehmungsvermögen – wir sehen mehr, wenn wir zugleich untersuchen!

Hier ein paar Fotos von unserem ersten Tag.


Fortsetzung folgt …


P.S. Im Workshop »Farbe – Fläche – Experiment« am nächsten Wochenende (19.+20. Januar) ist ein Platz frei geworden! Wer Lust hat, dem Winter ein wenig Farbe zu geben, soll sich bei Frau Haas melden (ilona.haas@vhs-stuttgart.de)



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Eine Linie ist …

Am zweiten Tag unseres Workshops haben wir uns mit dem komplexen Vorgang der zeichnerischen Beobachtung beschäftigt, in dem die gleiche Aufmerksamkeit der Linie und dem beobachteten Objekt gewidmet wird.  Es handelt sich dabei um keine Kleinigkeit!  Die eigentliche Fähigkeit, die man hierbei entwickelt, ist die Fähigkeit, die Konzentration aufrechtzuerhalten – und sie zur Routine werden zu lassen!  In unserer Welt der ständigen Reizoptimierungen und des flatterhaften Geistes eine wahre Herausforderung

Unser Ausgangspunkt war eine aus Papier, Karton und Graupappe zusammengebastelte Skulptur, die nach dem Prinzip einer “figura sempertina” gebaut wurde und das Motiv eines Kopfs im Profil spielerisch variierte.  Volumen, Kontur, Licht, Schatten, Hintergrund, Vordergrund, “tief” und “flach” all das kann seinen Ausdruck in der schönen Erzählkunst der Linie finden!

… Hier geht es zum Teil 1


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Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie …

Am vergangenen Wochenende haben sich die Zeichner unter den Künstlern unseres Ateliers mit dem Phänomen “Linie” beschäftigt.
Was ist eigentlich eine Linie, ist sie bloß eine Abstraktion, oder gibt es sie wirklich; welche Eigenschaften hat sie, wie lässt sich mit ihr gestalten, was mit ihr ausdrucken … und: welche Übersetzungs– und Wahrnehmungsvorgänge finden beim Zeichnen einer Linie statt? Wir wissen zwar, dass das Zeichnen die Haupt– und Ursprache der bildenden Kunst ist, aber was heißt das eigentlich?  Nun haben wir es ein Stück weit in Erfahrung gebracht!

Um das Phänomen “Linie” besser verstehen zu können, haben wir uns ein wenig mit der theoretischen Abhandlung “Analysis of beauty“(erschienen 1753) des britischen Künstlers William Hogarth befasst. Er hat die Begriffe “Line of the Beauty” und “Schlangenlinie” geprägt und eine bemerkenswerte Theorie der Linie hinterlassen, in der er sie zum wichtigsten Gestaltungsmittel der Kunst erheben wollte … (man beachte, dass auf seinem Selbstporträt auf der Palette keine Farben zu sehen sind, sondern nur eine Linie!)

Den ersten Tag haben wir verschiedene Übungen gemacht – nicht zuletzt um zu erfahren, dass JEDER zeichnen kann (und soll). Als Werkzeug haben wir Grafitstifte gebraucht … Linie ziehen, dabei den Druck variieren und einfache Lichtverhältnisse in die Grafik übersetzen. Hier ein paar Zeichnungen des ersten Tags.

Fortsetzung folgt …


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– Singende Köpfe, tanzende Linien – Teil II

Am zweiten Tag unseres Workshops haben unsere Köpfe ein Leben in Farbe geschenkt bekommen, jede Künstlerin hat aus der konstruierten Kopf-Form eine andere bildnerische Aussage gemacht!  Dieses Mal haben wir statt Acrylfarbe Jaxson Kreide benutzt.

Julia hat eine kupferfarbene Palette gewählt – ihre ruhig singende Frau hat in ihrem Blick auch etwas Melancholisches … was für ein Lied singt sie?


Das expressive Bild von Else würde auch ohne offenem Mund schreien. Das Licht ist souverän “moduliert”, sodass der ganze Bildraum stark und plastisch wirkt. Schaut euch Linien und Flächen an – sie sind wunderbar ineinander verwebt!


Barbara hat ihre eigene Bildvorlage mitgebracht – eine Szene aus einem Fernsehkrimi. Sie hat Jaxon Kreide mit einem Lappen verschmiert und damit eine schöne Spannung zwischen harten Linien und weichen Flächen ausgebaut.


Sabine ist ein wahres Meisterwerk gelungen! Atmosphärisch sanft modellierter Kopf, mit viel Gefühl für Licht und Raum. Man kann kaum glauben, dass sie noch nie einen Kopf gemalt hat!

Vom Gretes Bild habe ich leider nur die Aufnahme des noch unvollendeten Kopfes gemacht. Aber das Bild wirkt schon in diese Phase stark, das Skizzenhafte lässt schon alles Wesentliche erahnen. Aber … singt die Frau oder ist sie – wie in einem Krimi – tödlich erschrocken?

Es war eine wunderbare Zeit, wir haben viel Spaß miteinander gehabt!


 

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