Linienscharen

Heute möchte ich euch auf die Ausstellung „Seiten / Räume“ von Linienscharen, einer 2012 ins Leben gerufene Plattform für zeitgenössische Zeichnung, aufmerksam machen. Das Ausstellungsformat ist ungewöhnlich, in einer Ausschreibung wurden KünstlerInnen gebeten, ein Buchprojekt im Sinne eines Künstlerbuchs einzureichen, das an verschiedenen, nicht nur für bildende Kunst typischen Orten, einer breiteren Öffentlichkeit zugängig gemacht werden soll.

12.9. – 23.09.2018; WKV (württembergischer Kunstverein) Stuttgart, Querungen
19.9., 19 Uhr: Wege | Begegnungen 

9.10. – 19.10.2018; Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Graphothek
11.10., 19 Uhr Café LesBar: Zeichen | Spuren

22.10. – 4.11.2018; Schriftstellerhaus Stuttgart
22.10., 19 Uhr: Ströme | Sammlungen

Mehr Infos über die Linienscharen gibt es hier.
Es würde mich freuen, euch dort zu treffen!  Bis dahin ein paar zeichnerische Notierungen aus meinem Inseltagebuch.


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Junge Künstler – frische Kunst

Über die Ausstellung an der Kunstakademie berichte Beate – vielen dank dafür!


Ein Besuch in der ABK am Weißenhof
Vergangenen Sonntagnachmittag traf sich ein Grüppchen Željko-Schüler an der Bushaltestelle Killesberg, um gemeinsam die heiligen Hallen der Akademie für Bildende Kunst zu betreten. Dort hatte man drei Tage lang die Gelegenheit, Arbeiten von Studenten aus verschiedenen Bereichen des kreativen Gestaltens zu bewundern.
Je nach Klasse und Dozent waren das Werke aus den Fachrichtungen Malerei, Bildhauerei, Architektur, Objektkunst, Installation, Performance, Kommunikations-, Medien-, Textil-, etc. design … Wir hatten knappe zwei Stunden dafür veranschlagt und ich habe schnell gemerkt, dass ich bei der Zeitvorgabe durch die Räume joggen müsste – und auch dann noch längst nicht alles gesehen hätte.
Schon der sog. „Altbau“ ist an sich eine Besichtigung wert. Von schmalen Gängen aus gelangt man in die einzelnen Räume und von denen wieder in weitere Räume, die dann wieder zu einem weiteren Gang führen, der an seinem Ende in ein Treppenhaus mündet, das dem Besucher Aufgänge nach oben oder unten anbietet und ihn in neue Raumwelten einführt. Manche Nische führte lediglich zu einem Handwaschbecken, andere Pfade zu hellen, hohen Zimmern mit übermannsgroßen Objekten.
Fein ziseliert Federzeichnungen waren zu bewundern, bis hin zu großflächigen, ausdrucksstarken Gemälden. Witzige Konstrukte aus Fahrradteilen, Kunststoffschirmen bis hin zu feinstem Porzellan (auf echtem Wiesengras) oder Glas. Videocollagen mit und ohne Tonspur … Man hätte viele Stunden dort verweilen können …
Zum Glück öffnet die ABK auch nächstes Jahr wieder ihre Pforten!  Ich kann’s nur empfehlen!


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Kunstakademie – Rundgang 2018

Kunst, Jugend, Ausstellung, Sommer – wunderbar!  Wollen wir uns am kommenden Sonntag, 22. Juli anschauen, was der künstlerische Nachwuchs an der Stuttgarter Kunstakademie zu zeigen hat? Hier der Ankündigungstext von der ABK-Homepage:

Traditionell zum Ende des Sommersemesters öffnen die rund 900 Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart vom 20. bis 22. Juli 2018 wieder ihre Ateliers und Klassenräume, um Neugierigen und Kunstinteressierten beim Rundgang einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Auf dem Akademie-Campus wird den Besucherinnen und Besuchern des Rundgangs drei Tage lang ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm aus den Studiengängen Architektur, Bildende Kunst und Künstlerisches Lehramt, Bühnen- und Kostümbild, Industrial Design, Kommunikations- und Textildesign sowie Konservierung und Restaurierung gebote.


Wir treffen uns an der Bushaltestelle Killesberg der Linie 43 um 16 Uhr.  Wer kommen möchte, soll sich kurz bei mir melden. (Falls sich jemand verspäten sollte, soll uns einfach in den Klassenräumen des „Altbaus“ der Kunstakademie suchen – Adresse und Anfahrt HIER.  Es würde mich freuen, viele von euch dort zu treffen!

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Werkschau Manfred Oesterle

Über die Ausstellung berichtet Beate.

Ausstellungsbesuch am 16.5.18 – Werke von Manfred Oesterle

Am Nachmittag des 16. Mai hatten wir „ Željko-Eleven“ die Möglichkeit, uns in Möhringen im Foyer des AEB-Gebäudes an der Sigmaringer Straße zu treffen, um eine exklusive Führung durch zahlreiche Werke des Möhringer Künstlers Manfred Oesterle zu erhalten.
Der Maler und Grafiker Manfred Oesterle (1928 – 2010) wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden. Er hat für diverse Zeitschriften Karikaturen angefertigt (von ‚Simplicissimus‘ bis ‚Stern‘ und ‚Spiegel‘), hat aber auch als Werbegrafiker für Daimler und andere Unternehmen gearbeitet. Sein Sohn Andreas, der sich die Zeit genommen hat, uns durch die Ausstellung zu führen, meinte, sein Vater hätte eigentlich immer gemalt, gezeichnet, gebastelt … Die Tatsache, eine Führung vom Sohn des Künstlers zu erleben, war schon etwas Besonderes. Kaum jemand war so nahe dran am Entstehen der einzelnen Werke. Sei es auf den wenigen erlesenen Urlaubsreisen der Familie (nur wenn die Auftragslage gut war, gönnte man sich die Ferien im guten Hotel) oder auch was das Hintergrundwissen betrifft, das jedem einzelnen Bild, jeder Plastik und „Bastelei“ zugrunde liegt. Privates, Humoriges, Tragisches, Nüchternes …
Oesterle hat sich keiner besonderen Stilrichtung unterworfen. Er hatte meines Erachtens die Gabe, das, was er darstellen wollte, auch so darstellen zu können, wie es ihm im Geiste vorschwebte. Laut seinem Sohn war er in der Lage, viele beobachtete Details später im Atelier aus seinem bildnerischen Gedächtnis abrufen zu können. Wenn er Skizzen angefertigt hat, hat er diesen gelegentlich Farbinfos hinzugefügt. Er hatte eine beneidenswerte Phantasie gehabt, die in vielen seiner Bilder wundervoll zum Ausdruck kommt.
Arrangiert hat diesen eindrucksvollen Nachmittag Ute Ganz vielen Dank dafür!

Werkschau Manfred Oesterle im Foyer des AEB-Gebäude in Möringen
Der Sohn des Künstlers Andreas Oesterle hat uns Zeichnungen seines Vaters gezeigt als dieser 11 Jahre alt war. Sie zeugen von einer großen künstlerischen Begabung! Oesterle war tatsächlich ein „geborener Zeichner“ gewesen! Auch in seiner Malerei erkennt man oft den passionierten Beobachter und begnadeten Zeichner wieder, in dessen Kunst das neugierige, spiellustige Kind ungehindert und fröhlich weiter lebte.
Porträt des Künstlers als junger Mann (Autoporträt). Wie von Beate schon erwähnt, zeichnet sich die Kunst von Oesterle durch eine unbändige bildnerische Vitalität aus. Sein Malnaturell wollte keine stilistische Grenze akzeptieren – er malte aus einem Urimplus der Kunst heraus. Seine große Begabung war es, unfehlerhaft das bildnerische – und handwerkliche! – „Geheimnis“ einer jeden Stilrichtung erraten zu konnen.
In diesem Bild porträtierte Oesterle berühmte Degerlocher (sehe Bildbeschriftung).

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Lust auf einen Ausstellungsbesuch?

Manfred Oesterle, „La Croisette“, 1985
Vom 19. April bis zum 18. Mai 2018 zeigt eine Ausstellung in Möhringen das vielfältige Schaffen des Stuttgarter Künstlers Manfred Oesterle. Er war ein bedeutender deutscher Maler, Grafiker, Karikaturist und Bildhauer. Die Ausstellung präsentiert seine wichtigsten Werke darunter auch viele noch nie gezeigte Arbeiten. Oesterle veröffentlichte seine grafische Werke u. a. im „Spiegel“, der „Zeit“, dem „Stern“, der „Quick“, dem „Focus“, der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Augsburger Allgemeine Zeitung“. Für seine Karikaturen wurde er mehrmals ausgezeichnet.
Nächste Woche gibt es eine besondere Führung, die Ute für uns – und nur für uns! – organisiert hat, und zwar von seinem Sohn Andreas! Diese Gelegenheit sollen wir uns nicht entgehen lassen! Wenn ihr Zeit und Lust habt kommt doch mit!
Wir haben zwei Termine zur Auswahl – wir treffen uns im Ausstellungsraum (AEB GmbH, Sigmaringer Straße 109, Stuttgart-Möhringen) entweder am 16. oder am 17. Mai um 16.30 Uhr. Die Interessierten sollen sich möglichst bald bei mir melden!  Wir nehmen dann den Termin, der die meisten Zusagen bekommt. Ich freue mich auf euch und auf die tolle Ausstellung!
Mehr über die Ausstellung hier:

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