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Im Sommerlicht

Es ist eine schöne Tradition geworden, das Semester mit unserem Sommerkurs auf der Ökostation abzuschließen. Es ist Urlaub in seiner reinsten Form und es ist Kunst, so wie wir sie immer machen wollen – ohne Zeitdruck, in Ruhe und lustiger Gesellschaft. Dazu Natur; Park und GartenMalen und zeichnen im hübschen Rückzugsorten, auf der Wiese, unter den Baumkronen oder im Schatten des kleinen Wassergartens …

Und was haben wir alles gemacht? Von Bleistiftskizze, über Farbstudien der Pflanzenwelt und märchenhaften Fantasiebilder bis zum Action-Painting!


Fangen wir mit Julia an!

Mit einer „unschuldigen“ Skizze im Gemüsegarten fing es an … Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass der Raum des Bildes schon „parzelliert“ ist – die ersten Überlegungen für die Farbstudien sind schon da!
Nach vielen Zwischenstationen – ein Sommertraum! … In weiteren Bildern von Julia haben wir eine wunderbare, konzentrierte künstlerische Wanderung beobachtet, hier ihre weiteren Bilder:
Julia bei der Bildbesprechung …

Sabine hat sich ebenso ganz dem Naturstudium gewidmet!


Man sieht es förmlich dem Bild an, dass vorher viel gezeichnet wurde! Eine wahre „Feldstudie“ … detailverliebt, genau und fröhlich!

Hier schweben die Pflanzen und Steine – in einer Atmosphäre der Hitze und des Lichtes!

Wiltrud hat sich ganz dem Motiv des Wassers gewidmet! Wie stellt man eine Wasseroberfläche dar, wie das fließende Wasser?!

Das Ergebnis einer fünftägigen Beschäftigung mit der Darstellung einer kleinen Szene im Wassergarten! Es ist alles da – genaue Beobachtung und abstrakte Übersetzung. Das Bild hat uns begeistert – Wiltruds Arbeit verdient Respekt, denn sie hat noch nie Wasser gemalt!

Nachbesserungen und Korrekturen im Atelier …

Ein paar Meter weiter im Wassergarten malte Ingrid – das gleiche Thema!


Von drei Seiten abgeschirmt verschwand Ingrid vertieft in ihrer Arbeit …
Auch hier – Wasser, das ruhig über die kleine Steinmauer fließt, dazu Pflanzenminiaturen und mild schimmernde Lichtbrechungen – auch Ingrid hat noch nie Wasser gemalt!
Eine weitere Naturstudie von Ingrid. Sie bezeichnete sie als „bloß Übung“!

Simone hat sind mehr mit Action-Painting beschäftigt (darüber im Teil 2 meines Berichts mehr), in ihrem Zeichenblock befinden sich aber ein paar wunderschöne Skizzen!

Und sieh da – Wasserspiegelungen! Lässig und schwungvoll skizziert! Wunderbar!!

Hier noch ein angefangenes Bild von Simone … Eine impressionistische Landschaft? Oder eine Studie des sommerlichen Lichts?

Judith hat ihre Landschaften einfach mitgebracht!


 

Diese fantastische Meerlandschaft hat unsere Fantasie wunderbar beflügelt! Wir hatten viel Spaß gehabt, Geschichten dazu zu erfinden! … Eine Prinzessin, die die Welt retten soll, überquert mit ihrer Flotte das schwarze Gewässer unter dem roten Mond …
Sehnsucht nach Meer und Ferne – schöne Einsamkeit im blauen Licht des Südens … Traumhaft!

Fortsetzung folgt …

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Feelgood Sommer-Bildermix

Heiß, heiß, heiß und noch einmal HEIß …! Mit anderen Worten: perfekte Zeit für ein Sommer-Feelgood-Bildermix aus dem letzten Semester in unserem Atelier! Also eine Cola, Radler, Eiskaffee oder Apfelsaftschorle bereitstellen, sich im Liegestuhl gemütlich machen und unsere Bilder genießen!!

Vom Stuttgarter Strohberg grüß euch herzlich euer Atelierhausmeister 🙂


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Eine Wand voll Bilder

Vor Sommerpause wollen wir unbedingt noch die Werke unserer Fraktion der figurativen Malerei zeigen! Köpfe von Mensch und Tier, Ziegelwände und Landschaften, Stillleben, Blumen und Leuchtkörper … allesamt Bilder wie aus Tausend und einer Nacht – eine endlose fantasievolle Erzählung aus Farben und Formen.


 

Hat sie gerade was gesagt, die intelligente Kuh von Wiltrud?
Ein Traum vom Wiltruds Kuh gemalt von Gabi?
Ein Lichtbad von Erika!
Blumengarten für unterwegs … Ein Prachtstück von Erika!
Die ganze Welt im Tiefschlaf … von Judith
Und dann der Sonnenaufgang – eine schöne, luftige Skizze von Isabela.
Beate wollte schon immer eine Graffiti-Künstlerin sein. Nun ist sie eine geworden!
Auch Katja liebt Graffiti-Art! Hier hat sie Sprays und Acryl kombiniert.
Ein Kopf oder Wurzelgewebe einer Fantasiepflanze? Eine Arbeit von Katja.
Ein Gesicht, Wolken oder Luftaufnahme einer Küstenlandschaft? Ein weiteres tolles Werk von Katja!
Tatort Kommissarin im Hubschraubereinsatz – eine Spezialität von Barbara.
Hier eine weitere Interpretation des gleichen Motivs …

Fortsetzung folgt …

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Neue Bilder & Anmeldung Herbstsemester


Ein wichtiger Hinweis bezüglich Herbstsemester:
Ab heute, 16. Juli können alle Abendkurse und Workshops des Herbstsemesters gebucht werden! Da die Teilnehmerzahl weiterhin auf 6 reduziert ist, soll man sich mit der Anmeldung beeilen. Sie ist per Internet,
telefonisch: 0711 1873-800  (Mo-Fr: 8-20 Uhr, Sa: 8-13 Uhr)
oder persönlich im Rothebühlzentrum möglich.
Hier noch einmal alle meine Kurse mit dem Direktlink:
ALLE KURSE IM HERBSTSEMESTER
Sollten die Kurse belegt sein – setzt euch unbedingt auf die Warteliste!

Nun zu unserer bunten Welt der Fantasie! Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass mich unsere vielfältige Bildproduktion an eine Ausstellung einer lustigen Malklasse an der Kunstakademie erinnert. Individueller Ausdruck, Konzentration, Interesse, Spiellust, offene Fröhlichkeit Hier nur eine kleine Auswahl von den Werken der letzten Abende. Fortsetzung folgt!


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Wenn uns die Kunst nicht schlafen lässt …


Neulich bekam ich ein paar Arbeiten von Katja P. per Email zugeschickt. Eine ganz normale Sache für den Atelierhausmeister, aber dann sah ich, dass die Email inmitten der Nacht verschickt wurde! Später erzählte mir Katja, dass sie vor lauter Bildideen nicht schlafen konnte und einfach malen müsste!  Was kann einen Kunstlehrer mehr begeistern?! Hier die Bilder:


So fing es an, unter dem Mondlicht und – mit „Restewerwertung“
Das Spiel nimmt Fahrt an …
Die Bildidee wird immer konkreter …
Nun tanzen die Formen und blitzen die Farben auf – kein Wunder, dass man mit solchen Bildern im Kopf nicht schlafen kann 🙂
Ein Ausschnitt aus dem Arbeitsprozess – das Wesentliche des Bildes wird loziert und den Farben und Formen mehr „Luft“ gegeben! Eine tolle Beobachtung!

Aber damit nicht genug – es folgten bald weitere Werke!


Ein altes Bild als Grundlage …
Hier kristalisiert sich nicht nur eine Bildidee – auch Formen haben etwas Kristalartiges …
Hier das Bild ohne Schatten – Katjas Frage war, ob sie die Schatten in das Bild einbauen soll? Wir schauen uns das Bild im Atelier noch einmal genau an …

Als feierliche Zugabe möchte ich noch ein paar wirklich geniale, mit kindlicher Verspielheit gezeichnete Werke von Katja, die sie in der Corona-Zeit gemacht hat, zeigen.


Die Landschaft im Kopf … oder der Kopf der Landscfat?
Diese Zeichnung könnte man „Florale Gedanken“ nennen …
Auch hier ein lustiges spontanes Bild der lustigen Verwandlungen …
Die Farbe bringt Leben in die Formen, Es macht einfach Freude, solche „kindliche“ Fantasie-Bilder zu betrachten …
Ein Skizzenblock, Filzstifte, Bleistift … zusammen 460 Gramm – und überall hat man Freude an der Kunst; am Beobachten, am Spielen, am Fantasieren …!
Hier geht aber was ab …! Was hat die Katja in der Kanne, dass sie so tanzt?
Eine (lustige), wunderbar gezeichnete Explosion der Formen …
Hört ihr es auch, die Musik des Zeichnens? … eine tolle Arbeit!!

Einfach wunderbar! Katja zeigt uns, dass wir ruhig ab und zu wieder Kinder sein dürfen … und dass der Kopf immer wieder entleert werden soll, sodass man doch ruhig schlafen kann! 🙂


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Tätowierung der Stadt


Heute möchte ich ein wirklich außerordentliches Projekt von Ursula Holzwarth vorstellen – einer Künstlerin, deren Entwicklung ich über mehrere Jahre begleiten durfte.


Vielen Atelierbesuchern – wie auch Bloglesern – ist Ullas Malerei bekannt. Auch ihre Leidenschaft für Kuba und kubanische Kultur dürften viele Atelierbesucher schon bemerkt haben. Was dem »gewöhnlichen« Betrachter ihrer Bilder bisher aber verborgen blieb, ist die Intensität, das Engagement und die Neugier, mit der sie ihr künstlerisches Werk vorantrieb.
Nicht nur, dass sie sehr oft nach Havanna geflogen ist und dort Inspiration für ihre Werke gesucht hat, sie tauchte dort tief in die identitätsstiftenden, dem herkömmlichen Kubabesucher unzugänglichen Kulturschichten der Gesellschaft ein! Sie lernte viele Bewohner Havannas kennen und befreundete sich mit ihnen. Darüber hinaus knüpfte sie Kontakte zu den bedeutenden einheimischen Malern und Dichtern und trat mit ihnen in eine künstlerisch sehr fruchtbare Beziehung ein, die ihr ganz neue Horizonte für ihre Kunst gab!
Ich musste immer wieder staunen: Denn ihre ersten, von zehn Jahren gemachten Schritte in die Welt der Malerei und Kunst konnten unmöglich erahnen lassen, was in dieser Künstlerin tatsächlich steckt!
Bald allerdings war ich Zeuge einer souveränen, poetischen Malerei, die ihre Farben wie leise gesungene Lieder aus einer längst versunkenen Welt behandelt und gleichzeitig voll mit Leben und Mitteilungslust zu beseelen weiß. Es schimmern in ihren Farbfeldern melancholische Formahnungen auf und es geistern kluge „Formirritationen“ umher. Fotografien, die die gelernte Fotografin fast immer in ihre Bilder integriert, verschwinden beinahe im atmosphärischen Patina-Raum der unzähligen Farbschichten. Auf den Fotos: Häuserfassaden, Balkone, Zäune, Mauern, Schuppen und Holztore, die allesamt nur aus filigranen Farbschalen zu bestehen scheinen und nur von einer Schönheit zu erzählen wissen, die nirgendwo sonst zu finden ist, als in einer Welt, in der die Zeit ein sanfter, nachsichtiger Weggefährte des Zerfalls ist. Der bekannte kubanische Dichter Alex Fleites musste bei der Betrachtung ihrer Bilder verblüfft feststellen:

“ Was kann mir dieser Andere noch sagen über die Stadt, in der ich seit ewigen Zeiten wohne, die ich aus ihrem pulsierenden Innern heraus gesehen, erlebt und berührt habe? Die ebenfalls rhetorische, aber deswegen nicht weniger zutreffende Antwort lautet: Alles. „


In einer wunderschönen Internetpräsentation mit dem Titel  „Tätowierung der Stadt“  wurden neulich die Arbeiten von  Ursula Holzwarth und Alex Fleites  gezeigt. Und zwar auf eine Art und Weise, die auch zeigen wollte, wie diese Künstler seit Jahren arbeiten: In wechselseitiger Befruchtung einer bildnerischen Poesie und einer dichterischen Bildschöpfung. Hier der Link dazu: https://habanainvisible.wordpress.com/


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