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Wirbelstürme der Kunst


Leben wir nicht in extrem turbulenten Zeiten? Ja, das kann man leider nicht beschreiten … Deswegen müssen wir unbedingt dagegen halten, und zwar mittels Kunst! Unsere ersten Abende in neuem Semester waren tatsächlich gestalterisch geradezu eruptiv! Obwohl das Atelier – Corona bedingt – jeweils nur 6 Künstler*Innen pro Abend beherbergen dürfte, spürte man deutlich, wie viel kreative Energie auf das wohltuende Ventil der Kunst gewartet hat!

Hier ein Teil unserer Bildproduktion – mit dem Thema „Turbulenz“ – der ersten Arbeitswoche:


Gertruds Bild eines Wirbelsturms in wunderbarer Farbstimmung! Obwohl noch nicht fertig – ist wirkt der Raum: Erde und Himmel; Tiefe, Härte und diffuse Formbildung der Wolken ….
Jutta hat ihren Platz im Kurs erst durch eine Absage bekommen können, was sie mit so viel Malfreude erfüllt hat, dass ihr Hurrikan-Bild schon nach wenigen Pinselstrichen volle Wirkungskraft entfalten hat! Nächste Woche malt sie daran weiter …
Christine hat das Motiv in ihre Farbwelt wunderbar übersetzt! Auch hier – nicht fertig, aber die Farbstimmung, Komposition, die Eleganz der Formen …!
Bei Wiltrud dann ein „Kontrastbild“ – die Energie des Unwetters tobt sich hier auch in den Pinselstrichen aus!
Ingrids Bild (Ausschnitt) am Anfang…
Hier zeigt sich die Wirkung der mächtigen Formfaltungen am Himmel im Kontrast zur „geometrische“ Tiefe des Raumes darunter … Nächste Woche geht es weiter.
Gabis Bild verbreitet deutlich mehr Hoffnung – gleiche Formen aber eine sanfte, versöhnende Farb- und Formgebung!
Und mit HOFFNUNG wollen wir den heutigen Bericht auch schließen – ein tolles, farbenfrohes Bild für die Seele von Gabi!

Fortsetzung folgt … Bleibt alle bitte gesund! (Alle, die zu Hause malen (müssen), können mir gern ihre Werke per E-Mail senden – das würde mich freuen! … Vielleicht habt ihr Lust, auch das gleiche Thema zu bearbeiten.)


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Ich verstehe nur Bahnhof …


Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist – vor allem zur Zeit – beileibe kein Ort, wo man sich freiwillig aufhalten will. Aber, wie wir inzwischen wissen, die Kunst kann alles ändern! Im Bonatzbau entfaltet sich aktuell in voller Pracht die Street-Art. Die Ausstellung  „Secret Walls Gallery“   ist eine Augenweide: Die bunten und lustigen Fantasiewelten der Graffiti-Künstler machen nicht nur einfach gute Laune, sondern begeistern mit technischem Können! Mann kann sich stundenlang mit den Werken beschäftigen …  Die Ausstellung ist aber nur ein Teil eines größeren Projekts. Hier weitere Infos dazu:

Das groß angelegte Ausstellungsprojekt WÄNDE I WALLS spürt an drei zentralen Orten in Stuttgart der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand nach. Während im StadtPalais – Museum für Stuttgart bei „WÄNDE I WALLS Graffiti im Kessel“ die Gestaltung von Außenwänden im Kontext der Graffitikultur im Fokus steht und im Bonatzbau am Stuttgarter Hauptbahnhof die „Secret Walls Gallery“ zum Entdecken großer Graffiti einlädt, werden in der Ausstellung „WÄNDE I WALLS“ im Kunstmuseum Stuttgart Wandarbeiten internationaler bildender Künstler*innen im Innenraum realisiert.


Hier eine Auswahl der Bilder, die mir Eva und Saša zur Verfügung gestellt haben – vielen Dank dafür!


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Warum zeichnen?


Ja, warum zeichnen wir eigentlich? Warum benutzen wir nicht einfach unsere Smartphone-Kameras, wenn wir ein bewegendes Motiv erblicken? … Die Antwort eines*r Zeichners*inn könnte lauten: Weil man durch die Tätigkeit des Zeichnens ein Erlebnis gleichzeitig im Geiste auch als Erfahrung verbuchen kann! Mit anderen Worten: Wenn wir eine schöne, eine eindrucksvolle oder eine ganz herkömmliche Szene genau beobachten, erleben wir sie intensiver, sie dringt tiefer in uns, gibt uns mehr Auskunft über die Welt … und bleibt dauerhaft in Erinnerung!

Das zeichnerische Vietnam-Reisebuch von Michael ist eine Fundgrube solcher intensiven, lustigen Beobachtungen! Es freut mich sehr, dass Michael – nach ein paar Semestern Pause – bald wieder mit uns malen wird!


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Wo die Bilder wachsen …


Nun ist das Geheimnis gelüftet – seit einiger Tage weiß ich, wie unser Franz seine Bilder tatsächlich macht: Er erntet sie einfach in seinem Garten, wo sie aus einem Zaubersamen in voller Farbenpracht unaufhörlich wachsen! … Wo er die Zaubersamen hat, wollte er mir allerdings nicht verraten 🙂 … Kaffee und Kuchen, die es in kleinem Gartenparadies von Franz gab, haben aber hervorragend geschmeckt!

Hier ein paar Beispiele.


Wie in einem echten Garten! Alle Farbpflanzen ordentlich parzelliert – eine Augenweide !!!
Auch hier – reiche Sommerernte
Ein Universum aus wundersamen Fragmenten, Szenen, Kurzgeschichten …
Eine Luftaufnahme des Zaubergartens von Franz …?
Welche Rahmen kann so ein „Vulkan-Bild“ nicht sprengen?

Ich freue mich schon auf die Herbstfrüchte …!

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Martin Zimmerhakl im Forum 3



Liebe Blogleser*innen,

bald werden wir eine wunderbare Gelegenheit haben, die Arbeiten von Martin Zimmerhakl, der auch in unserem Atelier gemalt und gezeichnet hat, zu sehen! Der Titel seiner Ausstellung, „Aquarelle und Zeichnungen vom Jakobsweg“ sagt schon viel über die Werke und über das Thema aus! Er lädt uns ein, die Stationen einer bildnerischen und spirituellen Wanderung mithilfe einer eindrucksvollen, tiefen Kunst zu machen!


 

Hier die Infos:

WannFinissage am 15. Oktober um 19.00 Uhr

WoForum 3 e.V. Gymnasiumstraße 21 / 70173 Stuttgart

Blick auf die Klosterkirche in Villafranca del Bierzo

REISEEINBLICKE

von Martin Zimmerhak

Schon lange hatte ich den Gedanken, den Jakobsweg zu laufen. Inspiriert wurde ich natürlich durch Hape Kerkeling aber auch durch Carmen Rohrbach. Sie schrieb das wunderbare Buch „Jakobsweg – Wandern auf dem Himmelspfad“. Nach einer persönlichen Krise im Jahr 2015 entschied ich mich dann das Projekt Jakobsweg anzugehen. Mir war klar, dass ich nicht die Zeit hatte den gesamten Weg am Stück zu laufen. So blieb mir die Alternative den Weg in einzelne Abschnitte einzuteilen. Drei sind es geworden. Im Herbst 2016 war es so weit – die Pilgerreise konnte starten. In einer ersten Etappe lief ich von „Saint-Jean-Pied-dePort“ bis nach Burgos. Im Frühjahr 2017 ging ich den zweiten Abschnitt von Burgos nach Ponferrada. Und am 13.April 2019 startete ich schließlich den dritten und letzten Abschnitt der Reise. Der Startpunkt war wieder die Stadt Ponferrada.

Bis Santiago de Compostela lagen noch über 200 Kilometer vor mir. Es war die Karwoche und ich wollte Santiago ungefähr zu Ostern erreichen. Der Weg führte durch die drei spanischen autonomen Regionen Galicien, Kastilien und León. Die Natur ist in diesem Abschnitt besonders schön, die Landschaft karg und urig. Das gleiche gilt für die Architektur. Für mich ist dieser Abschnitt sehr authentisch. An vielen Ecken war die lange und alte Tradition des Weges spürbar. Das Kloster Samos, das etwas abseits des Weges liegt, war für mich eines der kulturellen Highlights.

Ich war zum Teil bei traumhaftem Frühlingswetter unterwegs. Bei den letzten drei Etappen, durfte ich erfahren, dass man aber in Galicien auch öfters mit Regen rechnen muss. Immer wieder lief ich im strömenden Regen. Zum Glück waren meine Bilder sehrt gut geschützt. Bei meiner Ankunft in Santiago, zwei Tage nach Ostern, wurde ich von einem Regenbogen begrüßt. Diesen konnte ich mit einem Foto festhalten. Meine Pilgerreise endete in Porto.

Ich bin mir sicher, dass das nicht meine letzter „Camino“ war. Diese Art zu reisen hat mir sehr gut gefallen. Bis auf eine Ausnahme konnte ich mit der Bahn, dem Bus reisen und musste nicht fliegen.


Mehr Infos unter: https://artzimmerhakl.wordpress.com/


 

Blick von der Kathedrale auf die Altstadt und den Börsenpalast von Porto. Im Hintergrund der Rio Douro

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Im Sommerlicht – Teil 2


Ich schreibe diesen Blog während draußen schon die Herbststimmung herrscht, aber wir haben zum Glück eine zuverlässige Erinnerungshilfe an die schönen Sommertage – unsere mit Licht und Wärme voll geladene Bilder!

Fangen wir mit Action-Painting von Else an!


 

Wo gibt es mehr Sonne, auf der wiese oder im Elses Bild? Else hat schon viele AP-Bilder gemalt, aber hier im Freien gestalten sich ihre Bilder natürlich, irgendwie wie von allein!
Es ist in der Natur der Sache, dass Action-Painting am besten gelingt, wenn der Körper genug Raum für eine freie Bewegung hat …!
Ute wollte mit ihren Bildern ebenso das Licht fangen! Die tanzende Formen erinnern tatsächlich an die Fotos von der Sonnenoberfläche, wo unser Licht entsteht …
Hier kühlt sich das Licht etwas – um stärker strahlen zu können! (Wir sehen auch hier – Grau macht es möglich!)
Simone hat das Licht von ihrer „Schattenseite“ zu fangen versucht. Es ist tatsächlich verführerisch, das zufällige Spiel der Schatten miteinbeziehen!
Es ist zwar kein Action-Painting Bild, aber so viel lustige Energie und Humor sieht man selten – das kleine Strauß-Baby von Simone es hat uns begeistert!
Das Licht von Ulla bleibt stets ruhig, denn sie hat viel Übung mit den Lichtexzessen des kubanischen Sommers! … Das Bild ist immer noch nicht fertig, passt aber schön mit ihren Farben in die wunderbare Stille des Parks …! Wie eine weitere Pause in der Pause …
Hier ein Bildentwurf im Kleinformat, Acryl auf der Fotografie …
Karl, ein eingefleischter Gegenstandmaler, hat sein Bild doch „halbabstrakt“ gemalt! Vor allem die farbig komplex gestalteten Flächen und die skizzenhafte Art des Farbauftrags tragen dazu bei. Wir wissen allerdings nicht, ob das so bleibt …
Karl – das Geburtstagskind des Kurses – hat aber noch eine süße Sonne für uns mitgebracht! Wie versprochen, hier das Rezept von seiner lieben Frau!

TARTE AU CITRON

Citrons confits

Für die eingelegten Zitronen
3 Zitronen in dünne Scheiben schneiden.

250 g Zucker mit 50 g Wasser zum Kochen bringen (ständig rühren).

Die Zitronenscheiben in den Sirup einlegen. 8 min unter milder Temperaturzufuhr köcheln lassen, im Sirup abkühlen lassen. Danach kurz vor dem Servieren auf die Tarte legen.
Mit Minzblätter dekorieren.

Crème au citron

175 g Butter
zwei Zitronen
drei Eier
120 g Zucker

Butter in kleine Stücke schneiden und in eine Schale legen (Zimmertemperatur)
Zitronenschale der 2 Zitronen abreiben, Zitronen pressen.
In einem Kochtopf Zitronensaft, abgeriebene Zitrusschale, Eier und Zucker mischen.
Unter ständigem Rühren (mit Schneebesen) erhitzen (mittlere Hitze).
Wenn die Mixtur kocht, sie durch ein feines Sieb auf den Butter tropfen lassen.
Mit einem kleinen Elektromixer 2 Minuten mixen.
2 Stunden kühl stellen.

Pâte brisée

190 g Butter (weich/Zimmertemperatur)
eine Zitrone
250 g Mehl
5 g Salz
5 dl Milch

Butter in kleine Stücke schneiden und in einer Schale mit einem Kuchenschaber zerquetschen (zu einer cremeartigen Konsistenz)
Zitrusschale abreiben und mit dem Mehl mischen. In einem separaten Topf das Salz in Milch auflösen und zur Butter mischen.
Mehl nach und nach einarbeiten. Teig mit den Händen vorsichtig bearbeiten bis er homogen ist. Teig in Frischhaltefolie 2 Stunden kühl stellen.

Ofen auf 180C vorheizen.
Teig ausrollen, mit Gabel picksen und in einer Backform 20 Minuten blind backen (ohne Belag. Mit Backpapier bedecken und mit Trockenbohnen/-Erbsen füllen und backen). Bohnen und Backpapier entfernen. Abkühlen lassen.

Crème de citron auf dem Tortenboden verteilen und mit den „citrons confits“ und Pfefferminzblättern verzieren.

Der Kuchen war sehr lecker – so wie der Kurs mit euch lustig und inspirierend !!!!

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