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In den Baumkronen schlafende Zebras

Es sind mittlerweile mehr als drei Jahre vergangen, seitdem die bildnerische Technik der “Monotypie” in unserem Atelier erforscht wird. Kontinuierlich beschäftigt sich damit unsere Julia, die vor einer kleinen Ewigkeit (vor der Pandemie) für unseren Blog sogar einen schönen Beitrag darüber geschrieben hat (HIER zu lesen).

Heute möchte ich eine kleine Werkschau ihrer letzten Arbeiten zeigen, die von einer großen Meisterschaft zeugen. Sie sind meisterhaft, auch deswegen, weil sie so „unspektakulär“ schön sind. Jedes Blatt ist Teil einer scheinbar endlosen Erzählung, in der sich der bildnerische “Erzählstoff” in einer Bild-Episode verdichtet, in der nächsten schön in einer luftigen Ahnung auflöst oder eine überraschende Wendung nimmt … In dieser wunderschönen Bildserie scheint alles zu schweben und alles leise, aber inbrünstig zu atmen: Dargestellte Bäume, Gras, Gebüsch … sind keine Formen, sondern vielmehr farbige Gefühle einer fantastischen Landschaft, die wie durch einen Zauber aus einer fernen Traumwelt auf das Papier gebracht sind.


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Ostersonnenschein

Ostergefühle illustriert man am besten mit Bildern von Franzfrühlingshafte Spiellust und klare Lebensbejahung in einem wilden Pinseltanz der Malerei. … Ein Franz-typischer bacchischer Kunst-karneval der Freude …


Viel Ostersonnenschein und schöne Osterfesttage wünscht Euch Euer Atelierhausmeister!


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Farbe braucht der Mensch

Seit Frühlingsbeginn erfreut sich unsere Ateliergemeinschaft vieler neuen Maler:innen! Gleichzeitig haben wir auch viele neue Blog-Leser:innen gewonnen, die unsere vielfältige Kunstproduktion auch als Anregung für ihre eigene Kunst benutzen!

Um den Einstieg in die wundersame Welt der Farben und Formen weiter zu erleichtern, möchte ich auf ein paar ältere Blogbeiträge hinweisen, die besonders gefragte Themen behandeln:


Klar, man malt mit der Farbe, aber was gehört noch dazu, wie gestaltet man ein strukturreiches Bild? Hier der Beitrag dazu: Eine Notiz über die Malstruktur

Wann soll man aufhören zu malen? Diese Frage wird immer wieder gestellt … Hier eine Notiz dazu: Wann ist ein Bild fertig?

Ein weiteres, wichtiges Thema – die Funktion der Skizze! Hier der Beitrag dazu: Das poetische Moment


Neulich im Kurs haben wir festgestellt, dass wir unbedingt mehr Farbe im Leben brauchen! Die Freude am Farbspiel war grenzenlos! Hier eine kleine Auswahl unserer Werke …


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Puzzlestücke der Malerei

Eine wahre Seltenheit in unserem Atelier ist künstlerische Leidenschaft für das Genaue und Präzise. Doch neulich hatten wir gleich zwei solche Künstler, die so arbeiten. Es handelt sich dabei um eine formexakte Gestaltung, bei der das handwerkliche Können nicht nur sofort sichtbar wird, sondern auch als ein fester Bestandteil einer künstlerischen Aussage fungiert!

Über die Mosaikkunst von Frauke haben wir schon berichtet (hier). Ihr neues Werk, das wir hier zeigen möchten, hat sie neulich in unserem Atelier entworfen. … Immer wieder fasziniert – das handwerkliche Vorgehen und der sorgsame Bildaufbau, der tatsächlich an Puzzlespiel erinnert.

Der zweite Künstler, den wir in diesem Kontext zeigen wollen, ist ebenso ein Meister einer in ihrer Wirkung sehr ähnlich “exakten” Kunst – der Maler Michael Gajek. Es ist beinahe unheimlich, wie präzise und doch spielerisch er seine Formen gestaltet! Wir stellen hier eine (kleine) Auswahl aus einer Bildserie vor.


Ein Meisterwerk von Frauke

Detail …

Hier die verspielte Geometrie von Michael … (beachtet die Präzision der Pinselstriche!!)

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Verlauf und Linie

Auch in diesem Semester beschäftigen sich einige Künstler:innen aus unserem Atelier mit dem Thema “Linie und Verlauf” (mehr darüber HIER). Diesmal wird eine Linie mit einer abstrakten, wolkenartigen Farbstimmung kontrastiert. Farbig komplexe Verläufe stellen eine formlose atmosphärische Raumtiefe dar, die augenblicklich unsere Fantasie beflügelt … Manche Bilder deuten eine Landschaft an, andere sind zarte abstrakt-musikalische Kompositionen oder lustige Spielflächen für Experiment mit Collage.


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Zeichnen gegen den Strom

Heute möchte ich euch auf eine wunderbare Ausstellung “Listen up, I’ll show you something!” in der Galerie Oberwelt e.V. aufmerksam machen!

Für seine Arbeit benutzt der Künstler Thom Drivers flüchtige Bilder aus diversen Online-Quellen (Twitter, Facebook, TikTok, Instagram …) Der Künstler will sie zeichnerisch „retten“ und mittels Kunst reinkarnieren. Seine schönen Zeichnungen widersetzen sich somit der Logik der Algorithmen und verleihen den kurzlebigen Bildern des Internets eine “Würde” künstlerischer Aufmerksamkeit.

Seine Arbeit kommentiert der Künstler:

Während ich scrolle, werde ich mit allem Möglichen konfrontiert, vom Erhabenen bis zum Lächerlichen. Bilder rauschen vorbei, jedes verspricht einen weiteren visuellen Kick. Was kann man in einer Sekunde oder weniger erfassen? Wie viele Bilder sind zu viele? Werde ich jemals wieder ein Buch lesen?

Galerie Oberwelt, Reinsburgstrasse 93

Mehr Infos und Öffnungszeiten unter:

http://www.oberwelt.de/projects/2022/Driver.htm


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