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Die Meister der Raumfaltung Teil 4

Heute stellen wir zwei weitere Meister der Raumfaltung vor – Beate und Kerstin!  Während Kerstin ihr Bild noch im Kurs fertig gemalt hat, vollendete Beate ihre Arbeit erst neulich zu Hause.  Zwei sehr schöne, mit viel Gefühl und Aufmerksamkeit ausgeführte Werke!

Raumfaltungen von Beate …

Beates Bild ist besonders schön in der spielerischen „Linienführung“ und in den mittleren Tonwerten der rötlichen Lichtbrechungen. Das Ergebnis sind eine starke plastische Wirkung und eine kunstvoll fließende „Formkaskade“ …

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Raumfaltungen von Kerstin …

Die Raumfaltungen von Kerstin strahlen durch ihre stimmungsvolle Farbgebung eine geradezu hypnotische Ruhe aus – ein sanfter Glanz des Stoffes und ein zartes Licht, das selbst in den dunkelsten Schatten zu leuchten scheint …

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Bezüglich der Arbeitsstimmung, in der Beate zu malen pflegt, hat man schon von einer „epischen Gemütlichkeit“ geredet. Das Gleiche gilt auch für Kerstin, die einen ganzen Kurs (12 Termine) für ihre Arbeit verwendet hat!  … Die Bezeichnung „epische Gemütlichkeit“ stammt übrigens von Aaron Gurjewitsch, dem berühmten russischen Mediävisten, der mit diesen Worten die Gemütslage des Mittelalters beschrieben hat – und somit die gängige Vorstellung von einem „dunklen“ Mittelalter als unhaltbar entlarvte. (Die Vorlagen für die beiden Bilder stammen übrigens auch aus dem Mittelalter – bei Beate ein Bildausschnitt vom Genter Altar Jan van Eycks, bei Kerstin ein Bildausschnitt eines Mariabildnisses des gleichen Künstlers).  An dieser Stelle würde es zu weit führen, den Kontext zu erläutern, aber wer Näheres über die epische Gemütlichkeit erfahren möchte und ein gutes, unterhaltsames Buch sucht, empfiehlt sich Gurjewitschs Werk Stumme Zeugen des Mittelalters: Weltbild und Kultur der einfachen Menschen.“


Das Buch eignet sich hervorragend als (geistig nahrhafte) Sommerlektüre. Antiquarisch für 4 – 5 Euro zu haben …!

 

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Punktlandung in Sindelfingen …

Seit einigen Jahren gebe ich einen mehrtägigen Workshop an der VHS Sindelfingen – die sog. »Winterakademie«. Volker – ein „Stammgast“ des Kurses –  hat letztes Mal von unserem Blog erfahren. Seitdem ist er ein treuer Blogleser, der sich gern von unseren Arbeiten auch inspirieren lässt.  Neulich berichtete er in einer E-Mail davon. Hier sein Bericht und ein paar neue Bilder.  (Dafür auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank!)

Hallo Zeljko,
vielen Dank für Deine Beiträge im Atelierhausmeister Blog.
Ich lese ihn immer gerne, auch mit Interesse, besonders was sich so in Deinen Kursen getan hat, bzw. tut. Unser gemeinsamer Kurs ist ja schon eine Weile her, Ende Januar dieses Jahres in Sindelfingen. Da habe ich ja mich mit dem von Dir vorgeschlagenen Thema »Masken« beschäftigt. Eine wurde fertig (hast Du ja auch zusammen mit den anderen Bildern vom Kurs im Blog gezeigt), eine weitere habe ich über die Zeit fertiggestellt (siehe Masken in der Anlage). Anbei auch die „Punktlandungen“, dazu bin ich von Deinem Blog bei den Beiträgen inspiriert worden.
Wenn der nächste Kurs stattfindet, bin ich wieder dabei.
Bis dahin gute Zeit, Ideen und Gesundheit wünscht Dir Volker

Die „Masken-Gesichter“ von Volker haben einen starken bildnerischen Ausdruck; beide Köpfe sind zweigeteilt in jeweils zwei „Persönlichkeiten“ … Besonders interessant ist die Verwendung vom Grau, das die sanften Ockertöne erglühen lässt, ohne dass sie aufdringlich wirken.

Über die Bildserie „Punktlandung“ vermerkte Volker:
Die Punkte haben eine Fallhöhe von ca. 40 cm bis 2,5 m  (ich bin auf einer Leiter gestanden)  und ich habe die verwendete Farbe unterschiedlich „dick“ verwendet. Das habe ich alles vorher ausprobiert. Das ist für Dich sicher nichts Neues, man muss halt alles mal probieren, manches wieder und wieder ausprobieren und manches wird halt einfach nichts.
In diesem Sinne, ich werde weiter immer wieder was ausprobieren und mich freuen, wenn es in meinem Sinne gelingt, wenn nicht, andere Wege suchen oder es halt einfach auch mal bleiben lassen …

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Der neue Kinetismus von Gertrud

Gertrud B. ist im vergangenen Kurs eine lustige, mit viel Energie geladene »Kreuzung« aus mehreren avantgardistischen Kunstvisionen gelungen … Die Bilder wollten wir während des Kurses schon mehrmals als fertig erklären, aber Gertrud hat eine gute Intuition gehabt und (glücklicherweise) trotzdem weiter gearbeitet. Wir sind gespannt, ob sich über den Sommer die kleine Bildserie erweiteren wird …

Ein Triptychon aus Schnelligkiet, Energie und Spiellust ! (Bild vergrößern durch Draufklicken)

Bei der Betrachtung Gertruds Bilder denkt man unwillkürlich an die avantgardistische Bildkonzepte des Futurismus, des Suprematismus, des Kinetismus … Damals eine Revolution, heute eine lieb gewonnene bildnerische Erzählung … Hier ein paar Erinnerungen:

Erika G. Klien „Lokomotive“ … Eine Ikone des Kinetismus …

Malewitsch schuf mit Suprematismus vor 100 Jahren eine neue Formsprache.

In den letzten Jahren seines Lebens lebte Piet Mondrian in New York. Rhythmus, Formen und Geometrie der Großstadt haben sein Werk stark beeinflusst. Hier New York City I aus dem Jahr 1942.

 

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Ausstellung: Zum Berühmtsein eigentlich keine Zeit

Die Ausstellung  „Zum Berühmtsein eigentlich keine Zeit“  in der Galerie „Oberwelt“ beschäftigt sich mit dem 2013 verstorbenen Stuttgarter Künstler Albrecht/d. Die Ausstellung ist zugleich eine Buchpräsentation …
Engagement und Experiment; Subversion und Idealtismus; künstlerische Freiheit und Verautwortung – das waren die Eckpfeiler seiner Kunst.  Albrecht/d war ein vielseitig interessierter und aktiver Avantgardekünstler ( Performance, Mailart, Fluxus, Musik, politischer Aktivismus, publizistische Tätigkeit …), der erstaunlicherweise weitgehend, sogar in Stuttgart, unbekannt geblieben ist. Die Ausstellung in der Oberwelt leistet einen wertvollen Betrag, diesen ungewöhnlichen Künstler einem breiteren Publikum bekannt zu machen – und bietet eine wunderbare Gelegenheit, mehr über Avantgardekust der Nachkriegszeit zu erfahren.
Das Buch über Albrecht/d erscheint beim Verlag  Edition Randgruppe  ( wo auch literarische Werke eures Atelierhausmeisters erscheinen! )
Mehr über Albrecht/d hier:  http://albrecht-d.de/
30. Juni,  19.00 Uhr,  Reinsburgstrasse 93



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Künstler stellen sich vor …

Ursula Lang-Müller


Mein Name ist Ursula Lang-Müller ich lebe mit meinem Mann in Stuttgart. Vor über 10 Jahren habe ich bei Žejlko mit dem Malen begonnen. Der Austausch in der Gruppe und das philosophieren mit Žejlko mag ich sehr. Ich male überwiegend abstrakt und experimentiere gerne mit unterschiedlichen Formaten.
Dienstag abends Acrylmalen ist die pure Entspannung – ein kreativer Ort – um zur Ruhe zu kommen, zum Lachen und Quatschen. Herrlich!
Liebe Grüße an alle Blogleser!

Dieses Prachtstück ist erstaunlicherweise an einem einzigen Abend entstanden!  Der kreative Energieschub von Ursula ist in der Farbstimmung, im Material und Formentfaltung hervorragend gespeichert … Am nächsten Abend noch einmal das gestalterische Nachbeben – in der Form kleiner ebenso schwungvoller und starker Bildnotizen (Bilder unten).

Am letzten Kurstag in diesem Semester als Abschluß der Bildserie eine Struktur in Schlangenform, das benutzte Material – verkohltes Holz!  An einer Stelle im Bild schaut uns das Auge der Malerei an!  Könnt ihr es finden? (dafür das Bild vergrößern durch Draufklicken)

Typisch für Ursula ist, kleine Bildserien zu malen … stets schnell, schwungvoll ein paar Farbskizzen zu fertigen, und dann mit weiteren Schichten die Bildideen konkretisieren. Hier ein 10-Minuten-Entwurf auf drei Formate verteilt.

In unserem Sommerkurs, 2014 brach Ursula alle Rekorde bezüglich Bildgröße! 270 x 170 cm … Das flammende Bild schmückt – und mit seiner großen Leuchtkraft bestrahlt – jetzt ihre Wohnung. (Es ist stark zu vermuten, dass sich das Bild auch auf die Heizkosten ausgewirkt …)

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Ach du liebe Güte, was war da los?!

Letzte Woche am Donnerstag ein schönes Ausklingen des Semesters …


Godela war ausgesprochen guter Mallaune … zak-zak und fertig – die stürmische Welle schlägt um!
 
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Beate malte dagegen in einer wahrhaftig epischer Gemütlichkeit …

Ähnlich auch Petra … Strich per Sctrich – das Gesicht!

Jutta hat gerade noch die Kurve gekriegt, zunächst schnell und frisch, dann zu schnell und dann … dann war der Kurs zu Ende.

Michael hat noch hier und da ein paar Pinselstriche gesetzt und dem exotischen Vogel steht es frei, von seinen Flügeln Gebrauch zu machen …


Franz kann gar nicht anders als stets er selbst sein – malen ohne wenn und aber: Farben oder nix !


… Dann, am Schluss – die restliche Energie des Abends verwandelte sich in eine tänzerische Performance des Putzens (wir sind schließlich im Schwabenland)!

Beate zeigte sich beim Putzen viel energischer als beim Malen … hm … ist das gut oder schlecht?
Waschbecken werden besonders gern geputzt! Godela und Jutta haben sofort die Gelegneheit ergriffen und gleich alle Register ihrer Kunst des Saubermachens gezogen …

Franz – das wüssten wir gar nicht – ist ein begnadeter Tänzer, sogar mit seinem heutigen Tanzpartner, dem Bodenwischer gleitet er um die Tische herum, ohne den Boden zu berühren (der Bodenwischer dagegen „klebte“ am Parkett und hinterlies eine feucht-glänzende Spur hinter sich) … Bravo!

Ach du liebe Güte, was war da los? Ist das unser Atelier?! Will man es jetzt in eine Apotheke verwandeln?? … Nein, natürlich nicht! In Wahrheit war es gar nicht nötig so viel zu putzen – die Räume werden vom Putzdienst general-geputzt – es hat uns aber dermaßen Spaß gemacht, dass wir es nicht lasen konnten … (vhs stuttgart weiß gar nicht, was für fleißige, pflichtbewusste, verantwortungsvolle, hilfsbereite, zuvorkommende und nette Künstler hier malen!)

 

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