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Malklasse II – Teil 1

Am vergangenen Wochenende traf sich unsere „Malklasse“ nun zum zweiten Mal. Für gute Stimmung müsste nicht extra gesorgt weden, aber mit Sekt und Kuchen, die das Geburtstagskind Franz mitgebracht hat, malt sich doch wesentlich besser …!

Die große Überraschung des Kurses war Isabella – sie ist extra aus München gekommen und doch beachtliche Reisestrapazen auf sich genommen, um mit uns malen zu können! Das ehrt uns doch sehr!

Wir haben dieses Mal das Thema „Komposition“ etwas ausführlicher behandelt und uns zunächst mit der Aufteilung des Formats beschäftigt. Was auf dem ersten Blick einfach und spielerisch aussah, stellte sich bald als eine „ernste“ Sache. Es ist gar nicht so einfach, eine aussagekräftige Ordnung der Flächen innerhalb des Bildes herzustellen. Wenn man sich allerdings damit tiefer auseinandersetzt, entdeckt man, dass mit einem solchen Gerüst viel leichter ist, weitere Bildinhalte zu komponieren. Hier ein paar Entwürfe.
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Im weiteren Verlauf des Kurses tauchte das Thema „Komposition“ in unseren Bildern natürlich wieder auf.

Karl hat eine geometrisch-stilisierte Bildkomposition weiter bearbeitet, was die Katze im Bild offensichtlich entsetzt, denn so „eingesperrt“ im Format wird sie nie an die Leckereien auf dem Tisch rankommen können.
Ein weiteres Bild von Karl. Komposition ist klar gegliedert und der Raum des Bilder gut bespielt – die Segelboote scheinen, im Sog des Himmels zu segeln.
Isabella hat mehrere wunderbare kleine Bilder gemacht. Der Bildinhalt „sitzt“ fest eingebettet in einer schönen, spannungsreichen Komposition!
Petras minimalistisches Bild. Das Format ist „einfach“ und mit viel Gefühl für den Raum aufgeteilt.
Psychedelic-Art von Beate – sogar hier spielt die Komposition eine wichtige Rolle!
Ein unfertiges Struktur-Bild von Susanne, in dem allerdings die Grundaufbau schon beinahe perfekt ist!
Auch im Bild von Irmgard kann man das gute Gefühl für die Raumaufteilung ablesen. Eine schöne Landschaft, vor allem die Berge sind gekonnt plastisch gemalt!
Weitere Bilder im Teil II …

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Kurstermine 2018

Heute hat unser Franz Geburtstag – herzliche Glückswünsche! … Wir werden uns auch im nächsten Semester seiner Kunst erfreuen können (hier ein Ausschnitt aus einem Bild von ihm) …

Einige von euch, die lange im Voraus planen müssen, haben nachgefragt, wann die Kurse im nächsten Semester stattfinden. Die Interessierten können sich allerdings noch nicht bei der VHS Stuttgart anmelden, da die Kurse noch nicht ausgeschrieben sind. Ihr könnt jedoch das Anmeldeformular (hier abrufbar) ausfüllen, unterschreiben und es mir zukommen lassen – per Post oder als Foto per E-Mail (oder es mir persönlich im Atelier geben) … Bei Abendkursen allerdings kann ich die Einsteiger (vorerst) nur auf die Warteliste setzten, denn ich weiß noch nicht, wie viele von unseren Abendmalern weiter machen wollen!

Einführungsabende
Einführung in die Grundtechniken der Acrylmalerei I: Schwerpunkt Farbe
28.02.;  18.00 – 21.30 Uhr
Einführung in die Grundtechniken der Acrylmalerei II: Schwerpunkt Struktur
02.03.;  18.00 – 21.30 Uhr

Künstlerstammtisch
09.03. + 23.03. + 20.04. (18.00 – 21.00 Uhr)

Abendkurse
Dienstags
Kursbeginn:  27.02.  Kursende:  05.06.  (11 x)
Mittwochs
Kursbeginn:  7.03.  Kursende:  06.06.  (11 x)
Donnerstags
Kursbeginn:  01.03.  Kursende:  07.06.  (12 x)

Workshops
Entwicklung eigener Bildideen _____ 17.+18. 03.
Strukturbilder gestalten mit Acryl __ 14.+15. 04
Farbe – Fläche – Experiment _______ 28.+29. 04
Farbwelten der Acrylmalerei _______ 12.+13. 05

Sommerkurs Arcylmalerei __________ 26.–30.07.

 

Am 13. + 14. Jan. 2018 können wir vielleicht wieder zusammen zeichnen

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Vier Bilderzählungen

Ingrid und Wiltrud haben neulich jeweils eine kleine Bildserie fertig gemalt – zwei schöne Erzählungsstränge aus dem bunten Kosmos ihrer Malerei. Jaqueline dagegen bietet uns im ihren neuen, wunderbar gelungenen Gemälde die Möglichkeit an, weitere kleinformatige Bilderausschnitte zu erkennen und zu studieren – ein wunderbares, endloses Spiel für die wahren Kunstliebhaber!

Die Bilder von Ingrid vermitteln – trotzt einem starken Farbkontrast – eine verträumte Landschaft aus geradezu geisterhaften Farbfeldern, in denen der Betrachter schweben lernen geht  … Hier sieht man, wie wichtig der Farbverlauf für die Raumgebung ist!

Wiltrud hat sich mit dem Licht in den unterirdischen Hohlräumen beschäftigt – Die Formen schmelzen ineinander, Gestalten tauchen auf, Raumtiefe faltet sich um die dunklen Stellen aus, die Tropfsteine scheinen ihr eigenes Licht zu haben …

Jaqueline hat lange an ihrem Bild gearbeitet, gestern wurde es als fertig erklärt. Eine fröhliche, verspielte Farbbrise scheint hier Regie geführt zu haben. Denn beim Anblick dieses Werks atmet man sofort leichter!
Wie viele Farbschichten mögen hier übereinander liegen …?


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Schwimmweste fürs Malen …

Hilfe – unser Atelier steht unter Wasser!  Wer uns besuchen will, braucht ab sofort eine Schwimmweste (oder ein Schlauchboot)!  Wir malen nicht mehr, wir schwimmen in einem mächtigen Strom aus Wasser-Bildern:  Wolken aus Farbe und Wolken der Farbe; hohe Wellen vom Wind der Inspiration zum Schäumen gebracht; fliesendes Meereswasser und wässrige Farbfelder; unterirdische Seen und glänzende Tropfsteine … Wunderbar!  Hier eine Auswahl:


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Workshop – Struktur gestalten mit Acryl

Im Workshop „Struktur gestalten mit Acryl“ gibt es seit heute einen freien Platz (Renate hat unerwartet eine wichtige Tanzprobe)!  Wer dem grauen November etwas Farbe geben möchte, darf dies mit uns nächste Woche, am 18. und 19. (Sa.+So.), machen.  Mehr Infos und Anmeldung  hier.
Neulich habe ich am Schimmelhüttenweg zwölf lustige Skulpturen gesehen. Wir können manche als Ausgangsmotiv für unsere Strukturbilder am Wochenende nehmen …

Man kann sich heutzutage vor Kunst gar nicht mehr retten! Seit ein paar Wochen hält am Schimmelhüttenweg eine 12-köpfige Ehrengarde Wache über den Degerlocher Scharrenberg. Manche Köpfe sind recht gut gelungen – vor allem solche, bei denen der Künstler die „Fehler“ im Rohholz miteinbeziehen musste …

 

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Künstler stellen sich vor …

Mein Name ist Julia, seit letzter Woche habe ich im Mittwochs-Malkurs einen festen Platz: Ich bin eine Neue. Wie neu, das konnte ich bei der Vorstellungsrunde zu Beginn feststellen, manche meiner Mitmalerinnen sind seit fast zwanzig Jahren bei Željko im Kurs! Genauso lange ist es her, dass ich aufgehört habe zu malen.


Als Kleinkind war der Akt des Malens magisch

Die körperliche Erfahrung von einem nassen Pinsel in meiner Hand, aus dem die Welt herausfließt, war pure Wonne. Eines der schönsten Geschenke war eine riesengroße Rolle aus einem Plotter: ich habe Papierkilometer in bunte Abenteuer verwandelt. Die farbig schillernde Suppe im Wassertöpchen war das Glück in dem ich schwamm. Ich war süchtig danach. Und erstaunt für meine Bilder gelobt zu werden. „Du kannst aber schön malen“ – wie seltsam. Nicht das Ergebnis war der Spaß, sondern das Tun.


In der Grundschule war Malen plötzlich eine Aufgabe, die man gut oder schlecht lösen konnte. In der ersten Klasse bemängelte meine Kunst & Textiles Werken-Lehrerin (hieß das wirklich so?) ein Wachstropfenbild, das ich in leuchtendem GelbGrünRosa als Feuerwerk der Freude abgegeben habe: die Farben passten nicht zusammen. Ich war schockiert! Ist diese Erwachsene mit der eckigen Frisur und ihren immerbraunen Wollpullis ernannt festzulegen, welche Farben zusammen passen? In der Zweiten gefiel der gestrickte Bär nicht, der bei mir eher als grüner Hase aus den Nadeln hüpfte: zu grün, kein Bär, meine erste fünf in Kunst. Verwirrt kämpfte ich weiter um die Gunst einer guten Note und wurde zum unschlagbaren Profi im Entziffern von Kunstlehrerinnenwünschen. Eine glatte eins im Kunst-LK war die Krönung. Ich ging von der Schule in der Überzeugung Kunst zu studieren.

Und plötzlich – mit dem Ende der Schulzeit – fehlte Aufgabe. Ich hing in der Luft. Mit einem Mappenkurs endeten meine künstlerischen Träume: alle hatten Konzepte, Ideen, Innerstes das nach außen drängte. Ich wusste nicht was ich malen sollte, kopierte eine Weile den stets wechselnden Nachbarn und erkannte schnell, dass meine Mappe aus einem Stil-Wirrwarr bestand das nichts mit mir zu tun hatte und niemals für die Aka reichen würde. Also beschloss ich, beruflich auf meine zweite Abi-Eins zu setzen und entwickelte mich zu einer waschechten Ingenieurin.



Letzten Winter stolperte ich über das angriffslustige Angebot von Željko „Die Farbenpower der Acrylmalerei“. Hoppla! Das klingt nach Freiheit für die Farben! Mir wurde ganz warm, da muss ich hin! Und hier bin ich nun. Mit Euch. Und mit den Farben. Und ich finde Stück für Stück zurück zum kindlichen Glück des Malens. Mal ganz ehrlich, schon das matschen und patschen mit den Pigmenten ist eine sinnliche Freude! Ich genieße jeden Abend den ich im Atelier verbringe: die offenherzige Stimmung, der Geruch der Farben, der Blick über die dämmrige lärmende Stadt, die Gespräche über Kunst oder Alltag, die konzentrierte Stille beim Malen, das Heranreifen unserer Bilderwelten und – natürlich – das neue SOFA! Bei der rituellen Bildbetrachtung beobachte ich schmunzelnd, wie in mir die alte Gewohnheit der Leistungsbewertung hochschwappt. Deswegen hab ich meistens eine Tasse Tee dabei, zweimal runtergeschluckt und ich bin wieder frei zu staunen, welche Persönlichkeit und Freude aus unseren so verschiedenen Bildern strahlt! Jedes Kind in uns war und ist einzigartig!


Julia (links) im Gespräch mit Gabi

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