Sample Page

Eine Maske und das gemalte Gesicht dazu


Immer wieder taucht in unserem Atelier das Thema „Kopf“ auf! Ein Gesicht malen und sich während der Arbeit an seiner „Botschaft“ erfreuen. Denn die (menschlichen) Gesichter sprechen uns immer an! Aber wer spricht da …?
Wolfgang hat sich neulich mit einem bemalten Gesicht beschäftigt – das haben wir schon vor ein paar Jahren als Thema gehabt – und die Frage aufgeworfen: Wer schaut uns hier an, ein Mensch oder eine Maske? Gibt es überhaupt einen Unterschied …?

 


Heute möchte ich noch die Gelegenheit ergreifen, auf die Ausstellung von unserem Franz hinzuweisen! Meldet euch bitte bei ihm [ Franz.Gangl@t-online.de ], falls ihr bei der Eröffnung dabei sein wollt, denn Corona bedingt ist die Besucherzahl begrenzt!! Hier alle Infos:


 

Views: 174

Wirbelstürme der Kunst


Leben wir nicht in extrem turbulenten Zeiten? Ja, das kann man leider nicht beschreiten … Deswegen müssen wir unbedingt dagegen halten, und zwar mittels Kunst! Unsere ersten Abende in neuem Semester waren tatsächlich gestalterisch geradezu eruptiv! Obwohl das Atelier – Corona bedingt – jeweils nur 6 Künstler*Innen pro Abend beherbergen dürfte, spürte man deutlich, wie viel kreative Energie auf das wohltuende Ventil der Kunst gewartet hat!

Hier ein Teil unserer Bildproduktion – mit dem Thema „Turbulenz“ – der ersten Arbeitswoche:


Gertruds Bild eines Wirbelsturms in wunderbarer Farbstimmung! Obwohl noch nicht fertig – ist wirkt der Raum: Erde und Himmel; Tiefe, Härte und diffuse Formbildung der Wolken ….
Jutta hat ihren Platz im Kurs erst durch eine Absage bekommen können, was sie mit so viel Malfreude erfüllt hat, dass ihr Hurrikan-Bild schon nach wenigen Pinselstrichen volle Wirkungskraft entfalten hat! Nächste Woche malt sie daran weiter …
Christine hat das Motiv in ihre Farbwelt wunderbar übersetzt! Auch hier – nicht fertig, aber die Farbstimmung, Komposition, die Eleganz der Formen …!
Bei Wiltrud dann ein „Kontrastbild“ – die Energie des Unwetters tobt sich hier auch in den Pinselstrichen aus!
Ingrids Bild (Ausschnitt) am Anfang…
Hier zeigt sich die Wirkung der mächtigen Formfaltungen am Himmel im Kontrast zur „geometrische“ Tiefe des Raumes darunter … Nächste Woche geht es weiter.
Gabis Bild verbreitet deutlich mehr Hoffnung – gleiche Formen aber eine sanfte, versöhnende Farb- und Formgebung!
Und mit HOFFNUNG wollen wir den heutigen Bericht auch schließen – ein tolles, farbenfrohes Bild für die Seele von Gabi!

Fortsetzung folgt … Bleibt alle bitte gesund! (Alle, die zu Hause malen (müssen), können mir gern ihre Werke per E-Mail senden – das würde mich freuen! … Vielleicht habt ihr Lust, auch das gleiche Thema zu bearbeiten.)


Views: 180

Ich verstehe nur Bahnhof …


Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist – vor allem zur Zeit – beileibe kein Ort, wo man sich freiwillig aufhalten will. Aber, wie wir inzwischen wissen, die Kunst kann alles ändern! Im Bonatzbau entfaltet sich aktuell in voller Pracht die Street-Art. Die Ausstellung  „Secret Walls Gallery“   ist eine Augenweide: Die bunten und lustigen Fantasiewelten der Graffiti-Künstler machen nicht nur einfach gute Laune, sondern begeistern mit technischem Können! Mann kann sich stundenlang mit den Werken beschäftigen …  Die Ausstellung ist aber nur ein Teil eines größeren Projekts. Hier weitere Infos dazu:

Das groß angelegte Ausstellungsprojekt WÄNDE I WALLS spürt an drei zentralen Orten in Stuttgart der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand nach. Während im StadtPalais – Museum für Stuttgart bei „WÄNDE I WALLS Graffiti im Kessel“ die Gestaltung von Außenwänden im Kontext der Graffitikultur im Fokus steht und im Bonatzbau am Stuttgarter Hauptbahnhof die „Secret Walls Gallery“ zum Entdecken großer Graffiti einlädt, werden in der Ausstellung „WÄNDE I WALLS“ im Kunstmuseum Stuttgart Wandarbeiten internationaler bildender Künstler*innen im Innenraum realisiert.


Hier eine Auswahl der Bilder, die mir Eva und Saša zur Verfügung gestellt haben – vielen Dank dafür!


No Images found.

Views: 246

Warum zeichnen?


Ja, warum zeichnen wir eigentlich? Warum benutzen wir nicht einfach unsere Smartphone-Kameras, wenn wir ein bewegendes Motiv erblicken? … Die Antwort eines*r Zeichners*inn könnte lauten: Weil man durch die Tätigkeit des Zeichnens ein Erlebnis gleichzeitig im Geiste auch als Erfahrung verbuchen kann! Mit anderen Worten: Wenn wir eine schöne, eine eindrucksvolle oder eine ganz herkömmliche Szene genau beobachten, erleben wir sie intensiver, sie dringt tiefer in uns, gibt uns mehr Auskunft über die Welt … und bleibt dauerhaft in Erinnerung!

Das zeichnerische Vietnam-Reisebuch von Michael ist eine Fundgrube solcher intensiven, lustigen Beobachtungen! Es freut mich sehr, dass Michael – nach ein paar Semestern Pause – bald wieder mit uns malen wird!


« von 17 »

Views: 702

Wo die Bilder wachsen …


Nun ist das Geheimnis gelüftet – seit einiger Tage weiß ich, wie unser Franz seine Bilder tatsächlich macht: Er erntet sie einfach in seinem Garten, wo sie aus einem Zaubersamen in voller Farbenpracht unaufhörlich wachsen! … Wo er die Zaubersamen hat, wollte er mir allerdings nicht verraten 🙂 … Kaffee und Kuchen, die es in kleinem Gartenparadies von Franz gab, haben aber hervorragend geschmeckt!

Hier ein paar Beispiele.


Wie in einem echten Garten! Alle Farbpflanzen ordentlich parzelliert – eine Augenweide !!!
Auch hier – reiche Sommerernte
Ein Universum aus wundersamen Fragmenten, Szenen, Kurzgeschichten …
Eine Luftaufnahme des Zaubergartens von Franz …?
Welche Rahmen kann so ein „Vulkan-Bild“ nicht sprengen?

Ich freue mich schon auf die Herbstfrüchte …!

Views: 242

Martin Zimmerhakl im Forum 3



Liebe Blogleser*innen,

bald werden wir eine wunderbare Gelegenheit haben, die Arbeiten von Martin Zimmerhakl, der auch in unserem Atelier gemalt und gezeichnet hat, zu sehen! Der Titel seiner Ausstellung, „Aquarelle und Zeichnungen vom Jakobsweg“ sagt schon viel über die Werke und über das Thema aus! Er lädt uns ein, die Stationen einer bildnerischen und spirituellen Wanderung mithilfe einer eindrucksvollen, tiefen Kunst zu machen!


 

Hier die Infos:

WannFinissage am 15. Oktober um 19.00 Uhr

WoForum 3 e.V. Gymnasiumstraße 21 / 70173 Stuttgart

Blick auf die Klosterkirche in Villafranca del Bierzo

REISEEINBLICKE

von Martin Zimmerhak

Schon lange hatte ich den Gedanken, den Jakobsweg zu laufen. Inspiriert wurde ich natürlich durch Hape Kerkeling aber auch durch Carmen Rohrbach. Sie schrieb das wunderbare Buch „Jakobsweg – Wandern auf dem Himmelspfad“. Nach einer persönlichen Krise im Jahr 2015 entschied ich mich dann das Projekt Jakobsweg anzugehen. Mir war klar, dass ich nicht die Zeit hatte den gesamten Weg am Stück zu laufen. So blieb mir die Alternative den Weg in einzelne Abschnitte einzuteilen. Drei sind es geworden. Im Herbst 2016 war es so weit – die Pilgerreise konnte starten. In einer ersten Etappe lief ich von „Saint-Jean-Pied-dePort“ bis nach Burgos. Im Frühjahr 2017 ging ich den zweiten Abschnitt von Burgos nach Ponferrada. Und am 13.April 2019 startete ich schließlich den dritten und letzten Abschnitt der Reise. Der Startpunkt war wieder die Stadt Ponferrada.

Bis Santiago de Compostela lagen noch über 200 Kilometer vor mir. Es war die Karwoche und ich wollte Santiago ungefähr zu Ostern erreichen. Der Weg führte durch die drei spanischen autonomen Regionen Galicien, Kastilien und León. Die Natur ist in diesem Abschnitt besonders schön, die Landschaft karg und urig. Das gleiche gilt für die Architektur. Für mich ist dieser Abschnitt sehr authentisch. An vielen Ecken war die lange und alte Tradition des Weges spürbar. Das Kloster Samos, das etwas abseits des Weges liegt, war für mich eines der kulturellen Highlights.

Ich war zum Teil bei traumhaftem Frühlingswetter unterwegs. Bei den letzten drei Etappen, durfte ich erfahren, dass man aber in Galicien auch öfters mit Regen rechnen muss. Immer wieder lief ich im strömenden Regen. Zum Glück waren meine Bilder sehrt gut geschützt. Bei meiner Ankunft in Santiago, zwei Tage nach Ostern, wurde ich von einem Regenbogen begrüßt. Diesen konnte ich mit einem Foto festhalten. Meine Pilgerreise endete in Porto.

Ich bin mir sicher, dass das nicht meine letzter „Camino“ war. Diese Art zu reisen hat mir sehr gut gefallen. Bis auf eine Ausnahme konnte ich mit der Bahn, dem Bus reisen und musste nicht fliegen.


Mehr Infos unter: https://artzimmerhakl.wordpress.com/


 

Blick von der Kathedrale auf die Altstadt und den Börsenpalast von Porto. Im Hintergrund der Rio Douro

Views: 246