Neulich hat sich Katja bei mir gemeldet – und uns ein paar Zeichnungen geschickt! Zeichnen ist in Zeiten der Corona beinahe ideale bildnerische Beschäftigung! Man braucht nur ein Skizzenblock und Bleistift – und Lust zu beobachten!
Ich bin hier im Odenwald über die Feiertage und genieße die Natur und die Corona-Entschleunigung.
Und ich habe etwas für mich in letzter Zeit Ungewöhnliches gemacht – ich habe zum Bleistift gegriffen und mich etwas mit den diversen Blumen beschäftigt, die reinste Meditation 😉
Katja hat um Ratschläge gefragt – Linie, Schraffierung, Bleistiftstärke, wo und wie soll man anfangen …? Manschmal ist man einfach zu stark auf das Motiv fokussiert. Schaut man sich die Qualität der Linien in dieser Zeichnung, kommt eine andere Dimension zum Vorschein – Spiellust! … schönes Aufblitzen einer Kontur, einer Lichtspur, eine plötzliche Wendung im lustigen Tanz der Linien …
pünktlich zum Ostern – Ostereier und -Grüße von unserer Petra! Sie hat nur die Malfläche gewechselt und ihre Porträtserie auf der Eierschale einfach fortgesetzt! … Die Bilder sehen sehr „edel“ und kostbar – aber auch irgendwie „afrikanisch“ – aus, erinnern ein wenig an die wunderbare minoische Keramik … Großartig!
Neulich hat mir Ingrid ihr neues Bild geschickt. Dazu schrieb sie, was auch für viele von uns heutzutage am meisten zählt:
Mein neuestes Werk, überhaupt nicht mein Stil, machte aber gute Laune beim Malen. Bleibt gesund und malt!
Liebe Grüße, Ingrid
Judith ist gleicher Meinung! Sie hat zu Hause einfach weite gemacht! In ihrer Email schrieb sie auch über ihre Vorgehensweise:
„Farbe – Fläche – Experiment“, das war oder ist das Motto des abgesagten Kurses. Diese Thematik kann ich auch in meinem Atelier zuhause umsetzen. Das Ergebnis im Anhang.
Der Aufbau des Bildes: Untergrund in Blau-/Türkistönen nass-in-nass aufgetragen. Ein Tempo in einzelne Lagen getrennt und damit und mit Bindemittel die filigranen, durchscheinenden Strukturen designt. Nach Trocknung weiße Acrylfarbe mit der Spachtel aufgetragen, um dem Bild Stabilität zu geben.
Hat Spaß gemacht!
Franz wollte wissen, ob sein Bild – Lebenslust pur! – fertig ist. Ich finde ja, was meint ihr?
Auch Frauke was sich nicht sicher, ob sie ihr Werk abschliessen sollte … Was meint ihr?
Power und Musik – schaut euch die grauen Stellen an! Sie halten die Farbkomposition aufrecht! Unten rechts könnte eventuell noch etwas Licht kommen … Oder?
Und Kornelia hat uns einen gematen Ostergruss geschickt – vielen Dank dafür! Dazu schrieb sie diesen Satz:
Ich war zwar nur in zwei Grundkursen und kann mit den Bildern, die ich in den Blogs gesehen habe, nicht mithalten, aber trotzdem: ein gemalter Ostergruß (ich denke, aktuell kann man ein wenig Aufheiterung brauchen).
Viele Grüße, Kornelia
Chiraz braucht auch etwas Unterstützung für ihr Bild. Was meint ihr, soll man es so lassen?
Lieber Željko, Danke für die Motivation durch Deine Blogs! Ich habe dieses Bild schon vor einiger Zeit angefangen und überlege gerade ob und wie ich daran weiter mache? Pass auf dich auf und hoffentlich sehen wir uns bald wieder im Kurs. Ganz liebe Grüße, Chiraz
Ich habe ihr meine Tipps schon gegeben, was meint Ihr?
Benutzt bitte die Kommentarfunktion (unten), wenn ihr Tipps für die unfertigen die Bilder geben wollt!
Vielen herzlichen Dank für eure Bilder und Nachrichten! Alles Gute für euch, malt weiter, schickt mir euere Werke – und bleibt gesund!
neben Homeoffice haben wir in diesen verrückten Zeiten der Corona auch HomePainting entwickelt. Neulich bekam ich per E-Mail Arbeiten von Petra, Martin und Volker zugeschickt. Sendet mir weiterhin eure bildnerischen – und gern auch anderen – Kunstwerke zu! Hier zunächst eine wirklich tolle Porträtserie von Petra.
… Ich hoffe ihr alle seid gesund und gut versorgt …
Das kleine Foto vom Petras Patenkind ist die einzige bildnerische Information, die sie benutzen kann. So öffnen sich – wie von selbst – die Freiräume für das Porträtieren des „Unsichtbaren“, des „Inneren“ und „Erahnbaren“Das Porträtieren ist eine Erzählung in Fragmenten und Fortsetzungen geworden – kein Gesicht gleicht dem anderen, Ähnlichkeit ist hier gar nicht angestrebt worden! Es sind vielmehr die Stimmungen und die Gefühle, die dargestellt sind.Hier sieht man ein Kind, das schon erwachsen ist, es schaut uns ernst und aus einer geistigen Tiefe heraus, die eigentlich viel mehr Lebenserfahrung voraussetzt. Ist es die Petra selbst, die uns hier anblickt? (Homepainting)Die Technik der Monotypie haben wir in unserem Atelier schon erforscht. Eine besondere Art der Vervielfältigung, in der ein Original viele bildnerische Geschwister, Halbbruder und -Schwester, Kusinen und Vetter bekommt. Wir haben hier das ganze afrikanische Dorf mit sämtlichen Verwandten des kleinen Mädchens vor uns. (Homepainting)
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Petra hat mir übrigens eine sehr lesenswerte und hoffnungsvolleZukunftsvision für die Zeit nach Corona-Krise geschickt – aus dem Feder des deutschen Zukunftsforschers Matthias Horx HIER zu lesen.
In einer Ausstellung mit dem recht rätselhaften Titel „Making Van Gogh“ wollte das Städel Museum in Frankfurt der Frage nachgehen, wie es kam, dass der niederländische Maler gerade in Deutschland schon sehr früh bewundert und verehrt wurde. Der Untertitel der Ausstellung hieß „Geschichte einer deutschen Liebe“. In 4 Monaten kamen mehr als 500.000 Besucher, die Hallen waren voll, alle Bilder umlagert. Bei meinem Besuch widmete ich meine volle Aufmerksamkeit den Gemälden, die Geschichte der deutschen Liebe für Van Gogh ist auf der Städel-Webseite nachzulesen. Hier eine Auswahl der ausgestellten Bilder!
Bis 07. März kann man noch die Ausstellung „Zustände“ von Jenny Dam – wir haben schon darüber berichtet (HIER) – sehen! Hier ein paar Aufnahmen für alle, die es bisher nicht geschafft haben, Dams wundersame Bilderwelt zu sehen.
Dams Werke sehen wie Illustration für noch nicht geschriebene, aber trotzdem vorhandene Geschichten aus! Lustig und rätselhaft, plakativ und doch tiefgehend …