Wow – was für ein Feedback!

Gestern erreichte mich eine schöne E-Mail von Christa, einer neuen Blogleserin und einer neuen Besucherin unserer Malklasse, die am vergangenen Wochenende mit uns gemalt hat. Folgende Mitteilung wollte sie in unserem Blog veröffentlichen:

Lebkuchen, Tortenstücke, Plätzchen, Kaffee, Brezeln, Käse u.v.m., dazu ein gemütliches Sofa am Couchtisch … passt das zu einem VHS-Malwochende hoch über den Dächern der Stadt?  Ja!  Und wie!  Trug alles doch zu einer entspannten, produktiven Malatmosphäre bei!
Als Neuling mit bloßen Pastellkreide-Erfahrungen im Kopieren expressionistischer Bilder meines Lieblingsmalers Helmut Vetter, Augsburg, durfte ich dank Željkos freundlicher, kompetenter Anleitung und Geduld mit Freude an der neuen Acryl-Struktur-Ausdrucksform und zwei schönen Ergebnissen für die Wohnung nach Hause gehen.
Dem Kunstlehrer Željko sei großer Dank gesagt!
Liebe Grüße, Christa

Liebe Christa – vielen Dank für diese schönen Worte! Es war mir wiedermals eine große Freude, euch bei euerer künstlerischen Entwicklung begleiten zu dürfen! Es waren zwei wunderschöne Tage!  Wir sehen uns wieder!

Ein Werk von Christa … Bricht für die Künstlerin hier ein neuer Tag an?

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Mit Fingerspitzengefühl spachteln

Die Struktur als ein wesentliches gestalterisches Mittel der Malerei gehört zu den Hauptforschungsfeldern in unserem Atelier. Interesse dafür ist groß, auch für dieses Wochenende hatten wir, wie so oft, viele Interessenten auf der Warteliste. Wenn ich Zeit finde, werde ich noch während des Winters einen Zusatzkurs mit diesem Thema anbieten … Man kann sich bis dahin die älteren Beiträge zu diesem Thema anschauen (zum Beispiel HIER).

Und was haben wir dieses Mal gemacht? Wir haben schöne Zeit miteinander gehabt! Es wurde gemalt, gespachtelt und gekleckst, es wurde diskutiert, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, Bilder wurden betrachtet und besprochen. Auch von unserem Sofa haben wir fleißig Gebrauch gemacht, wo wir die aktuelle Welt- und Wetterlage behandelt haben.  Im Dezember machen wir weiter …!


Das erste Struktur-Bild von Karin. Sorgsam gestaltete Fläche und ein paar Lasurschichten … Das Ergebnis lässt sich sehen!
Christa hat in ihrem Bild ein Fenster als Motiv behandelt. Scharfe Lichtkeile, körnige Schatten, farbige Struktur … und die Sonne des Mittelmeers! Bravo!
Anna hat ihr Bild zunächst ohne Farbe komponiert. Mit dem Bindemittel und Kreidepulver hat sie die Fläche mit Strukturen parzelliert und dann, mit wenig Farbe, eine starke Wirkung erzielt …
Einmal Struktur, einmal Lasur – und das Ergebnis beeindruckt schon sehr! (ein Bild von Jutta)
So sah das Bild von Jutta am Ende des Kurses aus …
Das Zusammenspiel der Linie und Struktur blieb das Hauptthema des Bildes von Andrea. Keine weiteren Farbschichten? Das sehen wir im nächten Kurs …
Im zweiten Bild von Andrea ging es dann um Stimmung und Atmosphäre – ein tolles Bild!
Silke hat in ihrem Bild sehr feine Texturen gesucht. Eine fröhliche Patina und die Farben, die über die Flächen zu schweben scheinen …

… Fortsetzung folgt!


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Im Sog der Spontaneität

Ja, so schnell kann`s gehen – wir haben mittlerweile die Hälfte unserer Abendtermine absolviert … Und auch ansonsten scheint in unserem Atelier vieles schnell vor sich zu gehen! Ich mache einen Rundgang durch den Raum, drehe mich einmal um und was sehe ich? Die Ursel hat ihr Bild schon dermaßen verändert, dass ich es nicht mehr erkannt habe. Bei Angelika, Brigitte, Ines und Gertrud geht es ähnlich zu … Oder bin ich irgendwie langsamer geworden?  Man wird ja älter … Zum Glück gibt es Technik, zum Beispiel Fotokamera – mit ihr kann man ein paar schöne Augenblicke eines Malprozesses festhalten und für die Nachwelt retten 😉
Aber Spaß beiseite. Es beeindruckt, mit welcher Freiheit und welcher Ungezwungenheit in unserem Atelier mittlerweile gearbeitet wird! Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich immer wieder das Thema „Loslassen“ im Malprozess angesprochen habe und immer wieder auf den Spielcharakter der Kunst erinnern müsste. Manchmal habe ich das Gefühl, als ob sich in unserem Atelier ein Sog der Spontaneität gebildet hat, der unsere Arbeit beflügelt und das Malen leicht macht.


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Workshop-Termine 2019


Die Kurstermine im neuen Semester stehen fest!

Farbe – Fläche – Experiment  16.+17 03. 2019
Entwicklung eigener Bildideen  30.+31.03. 2019
Farbwelten der Acrylmalerei   06.+07. 04. 2019 (korrigiert)
Sommerkurs  11.-15. 07. 2019
Uhrzeit jeweils von 10 bis 17 Uhr

Diejenigen von euch, die lange im Voraus planen müssen, können sich für die Kurse ab sofort – noch bevor das Programmheft erscheint – bei mir anmelden.  Dafür kann man das Formular HIER abrufen, ausfüllen und es mir zukommen lassen.  Eine weitere Anmeldung bei VHS Stuttgart ist NICHT nötig! Sollte bei Eingag einer Anmeldung der gewünschte Kurs schon voll sein, setze ich die/den Betroffene/n auf die Warteliste.
Es würde mich freuen, mit euch auch im nächsten Semester ein paar schöne, kreative Tage verbringen zu können

 



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Das lokale Licht

Eins steht fest: Als wir mit unserer Schule des Zeichnens angefangen haben, wüssten alle Beteiligten nicht, wie weit wir kommen werden. Am Anfang war ein „unschuldiges“ Versuch, eine komplexe Form – den menschlichen Kopf – (zeichnerisch) zu verstehen. Und nun? – wir sind bei dem Thema „das lokale Licht“ bei der bildnerischen Darstellung von Stimmung, Ausdruck und Atmosphäre angelangt!  Hut ab, denn dies erfolgte nach nur drei Semester und ungehindert der Tatsache, dass beinahe alle Besucher der Schule ohne Vorkenntnisse angefangen haben.
Im Januar 2019 wollen wir unsere Schule des Zeichnens mit neuen Schwerpunkten fortsetzen. Darunter Form und Abstraktion sowie Ausdruck und Expressivität.  Darüber mehr, wenn die Termine stehen werden.  Hier die (unfertigen) Ton-Studien von Wiltrud, die sie auch während des Abendkurses am Mittwoch berarbeitet.

Volumen und Licht; Atmosphäre und Raum – wer sich mit dem Thema „Porträt“ etwas tiefer beschäftigen will, ist gut beraten die Form, die man beobachtet, sowohl zeichnerisch als auch mittels sog. Tonstudien gründlich „kennenzulernen“ … In welchem Verhältnis stehen farbige Kontrastwerte zur Plastizität und Raumdarstellung? Wie kann man sie anwenden, wenn man auf einem Gesicht ein bestimmtes Ausdruck (Emotion) erzielen möchte?

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Kunstreise nach Paris Teil II


Im zweiten Teil des Pariser Reiseberichts von unserer Julian zeigen wir wunderbare zeichnerische – und literarische! – Notierungen vor Ort.
Leider ist diese Art, ein anderes Land oder eine andere Stadt zu erleben, beinahe ausgestorben. Reisen tun wir gern. Aber kommen wir am Ende unserer Reise überhaupt irgendwo an? Die Zeichner haben es schöner – und leichter. Mit dem Bleistift schauen, mittels Linie ein Netzwerk aus Stimmungen und Gefühlen herstellen … Wenn wir „zeichnerisch“ unterwegs sind, erleben wir das schöne Paradox der künstlerischen Beobachtung: Im Spiel der Linien „sehen“ wir plötzlich das Vertraute im Fremden und nehmen überraschend das Neue im Gewöhnlichen wahr! Unsere Eindrücke werden tiefer und vielfältiger, die Reise ist nicht mehr ein Abhacken von Must-see Orten, sondern – die Poesie des Lebens!

Kunstreise nach Paris Teil II
Wie keine andere Großstadt ist Paris ein Mosaik privater Szenen, ineinander verschachtelt, zeitgleich getürmt, voreinander geschoben. Nachbarn in Hausschuhen genießen einen Morgenplausch inmitten drängelnder Touristenströme. Dicht dahinter brummt der mächtige Lärm der Boulevards, der sich als Grundrauschen über die gesamte Stadt legt. Jeder kennt jeden trotz tosender Anonymität. Mit jedem Augenschlag ein neues Bild. Das Zeichnen macht mir unendlich Spaß, das Motiv verschmilzt mit meinen Gedanken zu einer eigenen Erinnerung während ich dem wandernden Bleistift zuschaue. Bei jeder Skizze habe ich an unsere gemütlichen gemeinsamen Stunden beim Zeichnen auf der  Ökostation  gedacht, das hat mir Mut gemacht!

Im Park von St. Ambroise schlafen die Pariser ein Nickerchen auf Kunstrasen unter dem grellen Scheinwerfer der Mittagssonne und lassen die Kinder der Stadt zwischen bunten Blumenbeeten toben. Geflüsterte Familiengeheimnisse und Bienensummen fliegen durch die Kakophonie der Großstadt, die irgendwo anders und doch gleich nebenan zu sein scheint.
Die nächste Insel: Notre-Dame zur perfekten Tageszeit. Die grauen Sandsteinmauern schwingen im Kontrast vom gelben Licht der Kronleuchter und dem blaufahlen Hintergrundlicht, das aus der Dämmerung durch die bunten Kirchengläser schwimmt. Dazu überstimmt ein heller Tenor mit den Liedern der Abendmesse das Rascheln der Touristen.
Abendessen, das Licht rutscht vom gestressten Pariser unbemerkt durch die Spektralpalette der Dämmerung. Als die Quiche mit Salat aufgegessen ist, sitzen die Gäste des gegenüberliegenden „Pause Café“ wie schwarze Mücken summend im gelben Licht der Straßenlaterne.
Bei diesem Abendessen handelt es sich um eine ganz andere Dämmerung! „Chez Paul“ ist die Ente kalt, die Käseplatte einfallslos, aber Ricard und Wein so ganz allein haben es in sich! Eine schnelle Skizze mit lockerem Stift vom leergegessenen Bistrot-Tisch erheitert mich. Nature morte, Julia morte, bonne nuit!
Die letzte Kulisse zeigt den morgendlichen Trubel unter dem breiten Bogen der Porte St. Denis kurz vor der Abfahrt. Ich bin glücklich! In den wenigen Tagen mit meinem Skizzen-Block fühle ich schon mehr Schwung und Sicherheit in meinem Lieblings-Bleistift (den ich übrigens aus dem Atelier-Schrank geklaut habe – ich gestehe!).

Die Passanten im Café zu skizzieren habe ich mich nicht getraut. Diese Hürde möchte ich unbedingt beim nächsten Mal überwinden: schließlich sind es die Pariser, die Ihre geheimnisvollen Kulissen beleben und sie zu diesem einen vibrierenden Ganzen zusammenfügen – Paris!
Liebe Grüße an alle Blogleser, Julia


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