Sommerkurs – Experiment und Übung

Es gibt Orte, an denen die Kunst schon “vor Ort” vorhanden zu sein scheint. Der/die KünstlerIn soll sie wie eine reife, üppige Frucht nur noch abernten. Die Ökostation, wo bald unser fünftägiger Sommerkurs beginnt, ist ein Ort von solcher Art – ein traumhafter Zufluchtsort für die Kunst! Dieses Mal werden wir uns dort mit zwei komplementären, sehr produktiven Maltechniken beschäftigen. Das Wesen der Malerei – und überhaupt der Kreativität – kann man als Kraftfeld aus zwei gestalterischen Haupttätigkeiten bezeichnen – »Experiment und Übung«. Experiment ohne Übung bleibt bloß ein Zufall und Übung ohne Freude am Experimentieren bleibt ein steriles, geistloses Handwerk. Doch wann fängt Übung an und wann soll man zum Experiment zurückkehren? Wer soll die Hauptrolle spielen, Experiment/Zufall oder Absicht/Übung … Und: Unter welchen Bedingungen kann ein bildnerisches Experiment als ein Unikat betrachtet werden …?

Ich freue mich auf den Kurs und auf euch! Am Mittwoch (13.08.) fangen wir, wie gewohnt, mit dem Frühstück ab ca. 9:30 Uhr an. Ich werde schon um 9 Uhr vor Ort sein – Frühaufsteher können mir helfen, den Raum zu richten …!


>> Noch ein Hinweis für Kurzentschlossene – es gibt noch einen freien Plaz! Anmeldung bitte hier

P.S. Meine Kurse im neuen Semester sind ebenso online buchbar!


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Dem Licht lauschen: Gespräche mit Cézanne!


Schatten, Hängematte und Cézanne … – so gelingt der Urlaub! 😉

Im kleinen Buch Gespräche mit Cézanne sind die wichtigsten Äußerungen dieses wichtigen Künstlers gesammelt. Manche sind von seinen Freunden und Besuchern notiert, manche stammen aus Briefen und Erinnerungen. Ein großes Glück für uns!

Denn hier werden die »ewigen« Fragen der Malerei behandelt: Was ist Farbe, was ist Fläche, wie erklärt man das Phänomen »Schatten«? Eindrucksvoll und unterhaltsam berichtet der Maler über sein Verständnis der Malerei und sein Verhältnis zur Natur. Um Kunst machen zu können, soll der Künstler „in sich alle Stimmen der Voreingenommenheit verstummen lassen, vergessen, vergessen, Stille machen, ein vollkommenes Echo sein.“ An einer anderen Stelle ruft er: „Keine Theorien! Werke … Die Theorien verderben die Menschen.“

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Kunst, Krise …, Hoffnung?

Liebe Blogleser:innen,

ich habe euch in unserem Blog schon oft Literaturempfehlungen gegeben. Es gab Lesestoffe aller Art – von Tage- und Notizbüchern wichtiger Maler über geistreiche Kunstbetrachtungen und Künstlerromanen bis zu den literarischen Werken schreibender Zeichner und Maler. Die neuen Blogleser:innen wissen vielleicht nicht, dass ihr Atelierhausmeister zu den letzteren gehört – und neulich ein neues Buch geschrieben hat!

Daher ist mein Literaturtipp heute mein eigenes Buch; literarisch-essayistische Betrachtungen unter dem Titel: „Die Funktion der Hoffnung im Zeitalter des Wartens“

Mehr Informationen über mein neues Buch finden die Literaturliebhaber:innen auf der Buchhomepage.

Die Funktion der Hoffnung im Zeitalter des Wartens
EDITION DOLINE, 2025
112 Seiten, Softcover
ISBN 978-3-00-081917-9


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Das Stillleben als Frühling der Dinge

Dass Stillleben in vielen Sprachen „Tote Natur“ (Natura Morta, Nature Morte, Mrtva Priroda …) heißt verwundert ein wenig, obwohl dahinter ein tiefer Gedanke über die Vergänglichkeit aller Dinge steckt. Denn das Erste, was man beim Betrachten eines Stilllebens verspürt, ist tatsächlich eine wundersame Stille und eine zarte Abgeschiedenheit.

Am vergangenen Wochenende – im Workshop „Im Flow der Malerei“ – konnten wir in unserem Atelier die Entstehung der Stille auf den Leinwänden von Barbara live beobachten! Die Künstlerin hat viele Formen skizzenhaft dargestellt und uns oft „nur“ die Andeutungen eines Gegenstandes angeboten – um möglichst viel Leben bildnerisch frühlingshaft zu halten!


 

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